I.
KRIEGSSCHIFFE
Was die Entwicklung der eigentlichen Kriegsschiffe betrifft, so können wir den Leser auf die vorhergehenden Kapitel verweisen.
Vor dem Jahre 1675 etwa hat es also als erstes eigentliches Kriegsschiff das «Pinasschiff», die Pinasse, später das «Spiegelschiff» (Schiff mit viereckigem Hinterteil) gegeben. Der «Spiegel» verschwindet dann. Man kommt zu den runden Hinterteilen zurück, aus denen sich das «Schip van Oorlog» (Kriegsschiff) ergibt. Anfangs waren es ausschliesslich Schiffe mit doppeltem Deck; am Ende des 17. Jahrhunderts baute man indessen in den Niederlanden einige Typen mit dreifachem Deck.
Als Hilfs-Kriegsschiffe verwendet man oft das «Fluitschip» (Flüte) und das «Oost-Indisch Compagnie-Schip» (Schiff der Ost-Indischen Kompagnie) sowie die «Jachten» (Yachten) und verschiedene andere Type geringerer Bedeutung; zur Küstenbewachung nimmt man die «Boeier» (Bujer), «Galjoot» (Galiot), «Galeas» (Galeasse), «Bom», «Koff» und «Smak» genannten Schiffe.
Alle diese Schiffe gehören mehr zur Klasse der Handelsschiffe und sollen im folgenden Kapitel beschrieben werden.
Man ahmt aus dem Ausland nach die «Fregat» (Fregatte), und später die «Brik» (Brigantine), den «Schooner» und die «Bark» (Barke).