II.
Kirschen schmecken süß und angenehm. Tollkirschen sind den Kirschen ähnlich. ---------------------------------------. Tollkirschen werden süß und angenehm schmecken.
Was sich psychologisch als eine Übertreibung auf Grund der Affekte der Hoffnung oder Furcht, das stellt sich logisch als ein übereilter Induktionsschluß --; was sich psychologisch als eine Verwechslung auf Grund ähnlicher Merkmale, das stellt sich logisch als ein verfehlter Analogieschluß dar.
4. Fiktionen und Utopien.
Vor einem mannigfach verwickelten und nicht leicht aufzulösenden Problemkreis steht die neuere Logik gegenüber methodischen Hilfsmitteln der Art, wie sie in den Fiktionen und Utopien des wissenschaftlichen Denkens gegeben sind.
Eine wissenschaftliche +Fiktion+ ist die in bestimmter wissenschaftlicher Absicht vollzogene Annahme, daß einem gegebenen Urteil Gültigkeit zukomme, verbunden mit dem Bewußtsein seiner +tatsächlichen Un+gültigkeit. In dieser Begriffsbestimmung ist auf das Merkmal der +Absichtlichkeit+ besonderes Gewicht gelegt. Soweit eine Einteilung auf diesem noch wenig untersuchten Gebiete logischer Forschung bereits möglich ist, glaube ich, nach dem Gesichtspunkte ihres Zweckes +dreierlei+ Fiktionen unterscheiden zu müssen, und zwar: +prüfende+, +erläuternde+ und +beweisende+ Fiktionen. Von diesen kommt nur den letzteren im wissenschaftlichen Denken eine größere Bedeutung zu, während die beiden ersten demgegenüber als weniger wichtig zurücktreten.
Als Beispiele +prüfender+ Fiktionen können diejenigen angesehen werden, die den Nicht-Euklidischen Geometrien Lobatschewskijs und Riemanns zugrunde liegen. Es ist kennzeichnend für die logische Funktion der Fiktionen, daß +Lobatschewskij+ (ähnlich wohl schon früher +Gauß+) die Annahme der Ungültigkeit des Euklidischen Parallelenaxioms +nicht+ vollzogen hat, um damit eine neue geometrische Wissenschaft zu entdecken, sondern vielmehr in der Absicht, das Parallelenaxiom Euklids durch einen indirekten Beweis zureichend zu +begründen+ (beweisende Fiktion). Erst dadurch, daß sich der gesuchte Widerspruch, aus dem die Gültigkeit des in Rede stehenden Grundsatzes gefolgt wäre, +nicht+ ergab, entwickelte sich dann auf der Grundlage der aufgestellten Fiktion die Lobatschewskijsche Geometrie. Verwandtes gilt ~mutatis mutandis~ für die Nicht-Euklidische Geometrie Riemanns; nimmt nämlich Lobatschewskij an, daß -- abweichend von der Lehre Euklids -- zu einer Geraden in einer Ebene durch einen Punkt nicht eine, sondern +mehrere+ Parallelen -- so Riemann, daß durch einen Punkt zu einer Geraden in einer Ebene +gar keine+ Parallelen gezogen werden können. Unter der Voraussetzung des Lobatschewskijschen Satzes ergibt sich dann eine formal-logisch konsequente Geometrie, in der die Winkelsumme im Dreieck +kleiner+, unter der Voraussetzung des Riemannschen eine solche, in der die Winkelsumme im Dreieck +größer+ ist als zwei Rechte. Beide Geometrien wurzeln nun ersichtlich in Annahmen, die dem Euklidischen Parallelenaxiom als einem logisch entwickelten Grundgesetz unserer Raumanschauung +widersprechen+. Indem diese hier zur +Prüfung+ ihrer Konsequenzen als gültig +vorausgesetzt+ werden, zugleich mit dem unzweideutigen Bewußtsein ihrer +faktischen Un+gültigkeit, kann man sagen, daß die Nicht-Euklidischen Geometrien der genannten Mathematiker auf +prüfenden+ Fiktionen beruhen.
Die +erläuternden+ Fiktionen bedürfen nur kurzer Besprechung. Sie dienen, wie der Name besagt, als bloße technische Hilfsmittel der Darstellung dazu, aufgestellte wissenschaftliche Lehrmeinungen (seien es Einzelurteile, Gesetze oder Theorien) durch denkmögliche Vorstellungen von Objekten, die aber in ihrer Realität als nichtwirklich bewußt sind, zu erläutern. Hierhin gehören die Leibnizsche Fiktion eines überlegenen Geistes, der -- fähig, in dem gegenwärtigen Seelenzustande einer endlichen Monade zu lesen -- darin Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des gesamten Universums läse; hierhin die Cartesianische Fiktion eines Dämons, der etwa den menschlichen Intellekt gerade in dem täuschen könnte, was ihm -- als klar und deutlich erkannt -- zweifelsfrei wahr erscheint, ein Selbsteinwurf, der dazu dient, zu zeigen, wie erhaben über alle Bedenken die Wahrheit sei, die durch das reine Licht des Geistes (~lumen naturale~) ihre Bürgschaft empfange.
+Beweisende+ Fiktionen weist die Geschichte des wissenschaftlichen Denkens zahlreich auf. Sie dienen -- ungeachtet ihrer ziemlich geringfügigen Argumentationskraft -- meist dazu, aufgestellte Theorien, also +Erklärungsversuche+, durch den Nachweis ihres widerspruchslosen Zusammenstimmens mit den empirisch gesicherten Tatsachen zureichend zu begründen; im umgekehrten Falle, sie zu widerlegen (widerlegende Fiktionen). Beispiele der ersteren sind die +Rousseau+sche Fiktion eines reinen (d. h. von aller Kultur unberührten) Naturmenschen zum Beweise der Theorie von der ursprünglichen Güte des menschlichen Charakters; die dem entgegengesetzte Fiktion eines in einsamer Wildnis zum Tier gewordenen Menschen bei +Comenius+ zum Beweise der Notwendigkeit der Erziehung; die +Condillac-Bonnet+sche Fiktion eines in eine Marmorhülle gekleideten Menschen zum Beweise der sensualistischen Theorie vom Ursprung aller seelischen Erscheinungen; die Fiktion eines einsinnigen Menschen (nur Gesichtssinn!) bei +Berkeley+, +Lotze+ und +Helmholtz+ (zu anderem Zwecke auch schon bei Th. Hobbes) zum Beweise der empiristischen Theorie der Tiefenwahrnehmung; die Fiktion einer chaotischen Fixsternregion bei John Stuart +Mill+ zum Beweise seiner empiristischen Theorie der Kausalität; endlich die J. H. v. +Thünen+sche Fiktion eines isolierten Staates zum Beweis der von ihm (auf Grund praktisch gewonnener Erfahrungen) begründeten „Intensitätstheorie“ des landwirtschaftlichen Betriebes (Terminus nach Richard Krzymowski, Kl. Abh., 1900, S. 10).[25] -- Beispiele +widerlegender+ Fiktionen bilden die bekannte, aus der Scholastik stammende Fabel vom +Buridan+schen Esel zur Widerlegung der deterministischen Theorie des Willens; sowie die +Lamettrie+sche Fiktion eines in völligster Einsamkeit aufgewachsenen Menschen (so schon bei Arnobius, zirka 300 n. Chr. Geb.) zum Beweis der Ungültigkeit der Lehre von den angeborenen Ideen.
Den Fiktionen der zuletzt besprochenen Art logisch verwandt, aber von noch geringerer Beweiskraft als diese, sind die staatswissenschaftlichen, pädagogischen und religiös-ethischen +Utopien+. Diese haben zumeist den Zweck, gewisse Theorien des politischen, sozialen oder religiösen Lebens durch die Fiktion eines auf ebendiese aufgebauten Gemeinwesens zureichend zu +begründen+. Aus diesem Gesichtspunkte heraus sind +Staatsromane+ wie Platons Politeia, Thomas Morus’ „Über den besten Staat oder die neue Insel Utopia“, Campanellas Sonnenstaat und ähnliche Werke von Morelly, Fourier, Cabet u. a. entstanden; aus diesem Gesichtspunkt heraus haben auch +Erziehungsromane+ wie Xenophons Kyropädie, Fénélons Telemaque, Rousseaus Emile sowie religiös-ethische Träumereien nach der Art von Johann Valentin Andreaes Christianopolis, ebenso die utopischen Zukunftsschilderungen Auguste Comtes, Saint-Simons u. a. ihren Ursprung genommen. -- Stehen die Fiktionen bereits zu einem nicht geringen Teil hart auf der +Grenze+ der Wissenschaft, so haben wir mit den Utopien diese schon +überschritten+ und das breite Zwischenland betreten, das sich von der Wissenschaft zur Kunst hin dehnt.
Das logische Problem der Fiktion und Utopie ist in den letzten Jahren besonders zur Erörterung gelangt durch das Erscheinen von Hans +Vaihinger+s umfangreichem Jugendwerk: „Die Philosophie des Als-Ob“ (2. Aufl., Berlin 1913), das eine in vieler Hinsicht sehr anregende, jedoch nach keiner Richtung hin abschließende Untersuchung über die „theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit“ enthält. Der Grundfehler des Vaihingerschen Werkes liegt in der mangelhaften begrifflichen Scheidung zwischen den Fiktionen im eigentlichen Sinne und gewissen damit +verwandten+ methodischen Faktoren des wissenschaftlichen Denkens. Weder wissenschaftliche +Abstraktionen+ (wie der Begriff des leeren Raumes, des Bewußtseins überhaupt) noch +hypothetische Erklärungsversuche+ (wie die Annahme von Atomen, Molekülen, Elektronen, Ionen, Kräften, des Äthers, der Gedächtnisspuren usw.) sind den Fiktionen zuzurechen; denn bei den ersteren fehlt entweder die Annahme, daß dem auf sie gerichteten Existentialurteile Gültigkeit zukomme, gänzlich (so beim „Bewußtsein überhaupt“); oder aber, wo diese +nicht+ fehlt (wie beim Begriff des leeren Raumes), ist doch zum mindesten das Bewußtsein der +tatsächlichen Un+gültigkeit jenes Existentialurteils keinesfalls vorhanden. Bei den letzteren fällt ferner ebendieses Bewußtsein tatsächlicher Ungültigkeit durchgängig aus, wie wir denn Kräfte, Atome und Moleküle, Gedächtnisresiduen und ähnliches zur Erklärung der physikalisch-chemischen und psychologischen Erscheinungen nicht nur zum Schein annehmen, sondern vielmehr als +wirklich vorhanden+ postulieren.
[21] Der Universalienstreit des Mittelalters drehte sich, roh gesagt, um die Frage, ob die Allgemeinbegriffe (Universalia) als selbständige Wesenheiten (Platons und Plotins Ideen) +vor+ den Dingen (~ante res~) seien oder aber dadurch, daß sie in den erkennenden Geistern gebildet würden, erst +nach+ den Dingen (~post res~) kämen.
[22] „Ich weiß nicht, ich werde nicht wissen“; nach dem bekannten Vortrag Dubois-Reymonds.
[23] Vgl. dazu die schon früher erwähnte Darstellung von Oswald +Külpe+ (ANuG Bd. 146).
[24] Analoges gilt für die +ergänzende+ Induktion.
[25] Zum letzteren vergleiche auch Max +Büchler+, Joh. Heinr. v. Thünen und seine nationalökonomischen Hauptlehren, Bern 1907, S. 16 ff.
Literaturnachweise.
(Die für das Studium unentbehrlichen Hauptwerke sind durch ein Sternchen hinter dem Verfassernamen kenntlich gemacht.)
I. Gesamtdarstellungen.
~a~) +Zur Geschichte der Logik+:
Carl +Prantl+*, Geschichte der Logik im Abendlande, 4 Bde., 1855-1870 (bis zum Ausgang des Mittelalters reichend).
Friedrich +Ueberweg+, System der Logik und Geschichte der logischen Lehren, 5. Aufl. von J. B. Meyer, Bonn 1882.
Friedrich +Harms+, Die Philosophie in ihrer Geschichte, Teil II: Geschichte der Logik, Berlin 1878 (mit Vorsicht zu benutzen).
~b~) +Zum System der Logik+:
Benno +Erdmann+*, Logik, Bd. I: Logische Elementarlehre, 2. Aufl, Halle 1907.
Christoph +Sigwart+*, Logik, 2 Bde., 4. Aufl. herausg. von Heinrich Maier, Tübingen 1911.
Wilhelm +Wundt+*, Logik, 3 Bde., 3. Aufl., Stuttgart 1906-1908.
Hermann +Lotze+, System der Philosophie, Teil I: Logik, 2. Aufl. Leipzig 1880 (neu herausgegeben in der Philosophischen Bibliothek [Bd. 141] von Georg Misch, Leipzig 1912).
Wertvoll zu Studienzwecken sind von Werken geringeren Umfanges, zum Teil solchen älteren Ursprungs, auch:
Moritz Wilhelm +Drobisch+, Neue Darstellung der Logik, 4. Aufl., Leipzig 1875.
Alois +Höfler+, Grundlehren der Logik und Psychologie, 2. Aufl., 1906.
William Stanley +Jevons+, Leitfaden der Logik, deutsch von Hans Kleinpeter, Leipzig 1906.
August +Stadler+, Logik, Leipzig 1912.
Ferner das oben genannte System der Logik von Friedrich +Ueberweg+.
Vom katholischen Standpunkt aus haben u. a. die Logik behandelt:
Georg +Hagemann+, Logik und Noetik, 9. und 10. Aufl., bearb. v. Ad. Dyroff, Freiburg i. Br. 1915.
Joseph +Geyser+, Grundlagen der Logik und Erkenntnistheorie, Münster 1909.
B. W. +Switalski+, Vom Denken und Erkennen, Kempten 1914.
Spezielle Richtungen vertreten:
Theodor +Lipps+, Grundzüge der Logik, Hamburg 1893.
Wilhelm +Schuppe+, Erkenntnistheoretische Logik, Bonn 1878.
-- Grundriß der Erkenntnistheorie und Logik, 2. Aufl., Berlin 1910.
Hermann +Cohen+, Logik der reinen Erkenntnis, Berlin 1902.
Ferner: Paul +Natorp+ in mehreren Schriften.
Das deutsche Hauptwerk der mathematischen Logik ist:
Ernst +Schröder+, Vorlesungen über die Algebra der Logik, 3 Bde., Leipzig 1890-1895.
Kurze orientierende Darstellungen dieser Richtung bei:
Ernst +Schröder+, Abriß der Algebra der Logik, Teil I, herausg. v. Eugen Müller, Leipzig 1909.
Joseph +Hontheim+, Der logische Algorithmus, Berlin 1895.
II. Schriften über einzelne Gegenstände.
~a~) +Zur Geschichte der Logik+:
Heinrich +Maier+*, Die Syllogistik des Aristoteles, 2 Teile in 3 Bänden. Tübingen 1896-1900.
Adolf +Trendelenburg+, Geschichte der Kategorienlehre, in: Hist. Beitr. z. Philos. Bd. I, Berlin 1846.
Richard +Herbertz+, Studien zum Methodenproblem und seiner Geschichte, Köln 1910.
Ferner: A. +Riehl+, Die englische Logik der Gegenwart; in: Viert. f. wiss. Philos., Bd. I, 1877.
L. +Liard+, Die neuere englische Logik, deutsch von J. Imelmann, 2. Aufl., Leipzig 1883.
~b~) +Zu Begriff, Aufgabe und Methode der Logik+:
Edmund +Husserl+*, Logische Untersuchungen, 2 Bde., 2. Aufl., Halle 1913.
Alois +Riehl+, Logik und Erkenntnistheorie, in: Die Kultur der Gegenwart, herausg. v. P. Hinneberg, Teil I, Abteilung 6, Berlin und Leipzig 1908.
Heinrich +Maier+, Logik und Erkenntnistheorie, in: Philos. Abhandlungen, Chr. Sigwart gewidmet, Tübingen 1900.
-- Logik und Psychologie, in: Festschrift für Al. Riehl z. s. 70. Geb., Halle 1914.
Wilhelm +Windelband+, Logik, in: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrh. Festschrift f. Kuno Fischer, 2. Aufl., Heidelberg 1907.
Ferner: Beiträge in der „Encyklopädie der philos. Wissensch.“ (herausg. v. Arnold +Ruge+, Bd. I, Tübingen 1912) von Wilh. Windelband, Josiah Royce, Louis Couturat, Benedetto Croce u. a.
Lehrreich auch noch:
Adolf +Trendelenburg+, Logische Untersuchungen, 3. Aufl., 2 Bde., Leipzig 1870 (verteidigt die metaphysische Logik gegen die formale).
~c~) +Zur logischen Elementarlehre+:
B. +Erdmann+, Logische Studien, in: Viert. s. wiss. Philos., Bd. VI, 1882, Bd. VII, 1883.
-- Zur Theorie des Syllogismus und der Induktion, in: Philos. Aufs., Ed. Zeller gew., Leipzig 1887.
Chr. +Sigwart+, Beiträge zur Lehre vom hypothetischen Urteile, Tübingen 1871.
-- Die Impersonalien, eine logische Untersuchung, Freiburg 1888.
Alois +Riehl+, Beiträge zur Logik, 2. Aufl., Leipzig 1912.
Wilhelm +Windelband+, Beiträge zur Lehre vom negativen Urteil, in: Straßburger Abhandl. zur Philos., Ed. Zeller gew., Leipzig 1884.
-- Vom System der Kategorien, in: Philos. Abhandlungen, Chr. Sigwart gew., Tübingen 1900.
Hans +Cornelius+, Versuch einer Theorie der Existentialurteile, München 1894.
Adolf +Dyroff+, Über den Existentialbegriff, Freiburg 1902.
Fritz +Medicus+, Bemerkungen zum Problem der Existenz mathematischer Gegenstände, in: Festschrift der Kantstudien zum 70. Geb. Al. Riehls, Berlin 1914.
Joh. Ed. Th. +Wildschrey+, Die Grundlagen einer vollständigen Syllogistik, Halle 1907.
Ferner: Friedrich Albert +Lange+, Logische Studien, Iserlohn 1877.
A. +Marty+, Über subjektlose Sätze, in: Viert. f. wiss. Philos. Bd. 8, 1884; Bd. 18, 1894.
~d~) +Zur logischen Methodenlehre+:
John Stuart +Mill+*, System der deduktiven und induktiven Logik, 3 Bde., deutsch in: Ges. Werke, herausg. v. Theod. Gompertz, Bd. 2-4, Leipzig 1872-1873.
Richard +Hönigswald+, Beiträge zur Erkenntnistheorie und Methodenlehre, Leipzig 1906.
Bruno +Bauch+, Studien zur Philosophie der exakten Wissenschaften, Heidelberg 1911.
Johannes von +Kries+, Logik, Tübingen 1916.
Ferner: B. +Erdmann+, Theorie der Typen-Einteilungen, in: Philos. Monatshefte, Bd. 30, Berlin 1884.
-- Methodologische Konsequenzen aus der Theorie der Abstraktion (Abh. d. Kgl. Pr. Akad. d. Wiss.), Berlin 1916.
Heinrich +Rickert+, Zur Lehre von der Definition, 2. Aufl., Tübingen 1915.
Zur Einführung in die zahlreichen methodologischen Probleme des +mathematischen Denkens+ vergleiche man: B. +Erdmann+, Die Axiome der Geometrie, Leipzig 1877; O. +Hölder+, Anschauung und Denken in der Geometrie, Leipzig 1900; Jonas +Cohn+, Voraussetzungen und Ziele des Erkennens, Leipzig 1908, Teil II; Richard +Hönigswald+, Zum Streit über die Grundlagen der Mathematik, Heidelberg 1912; A. +Voß+, Über das Wesen der Mathematik, Leipzig 1913; sowie die dort angeführte Literatur.
Zur neueren Logik der +Geschichtswissenschaft+: Wilh. +Windelband+, Naturwissenschaft und Geschichte, 2. Aufl., Straßburg 1900 (auch in: Präludien Bd. II, Tübingen 1915); Ed. +Meyer+, Zur Theorie und Methodik der Geschichte, Halle 1902; Heinrich +Rickert+, Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung, Tübingen 1902; Über die Aufgaben einer Logik der Geschichte, Archiv f. syst. Phil., Bd. 8, 1902; Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft, 2. Aufl., Tübingen 1910; Geschichtsphilosophie, in: Die Philosophie im Beginn des 20. Jahrh., Festschr. f. Kuno Fischer, 2. Aufl., Heidelberg 1907; ferner: Eduard +Spranger+, Die Grundlagen der Geschichtswissenschaft, Berlin 1905; Kurt +Sternberg+, Zur Logik der Geschichtswissenschaft, Philos. Vortr. Nr. 7, Berlin 1914; Heinrich +Maier+, Das geschichtliche Erkennen, Göttingen 1914; sowie einzelne Schriften von Ernst +Bernheim+.
Zur Frage nach der systematischen +Gliederung+ der Wissenschaften: Wilh. +Wundt+, Über die Einteilung der Wissenschaften, in Philos. Studien, Bd. 5, Leipzig 1888; B. +Erdmann+, Die Gliederung der Wissenschaften, in: Viert. f. wiss. Philos., Bd. 2, Leipzig 1878; Alfred +Hettner+, Das System der Wissenschaften, in: Preuß. Jahrbücher, Bd. 122, Berlin 1905; Carl +Stumpf+, Zur Einteilung der Wissenschaften, Berlin 1906; Richard +Hönigswald+, Vom allgemeinen System der Wissenschaften, in: Philos. Wochenschr., Bd. 4, Leipzig 1906; Zur Wissenschaftstheorie und -systematik, in Kant-Studien, Bd. 17, Berlin 1912.
Sachregister.
(Aufgenommen sind lediglich die wichtigsten logischen Begriffe nach ihren Hauptstellen. Die Zahlen bezeichnen die Seiten.)
Abstrakte Allgemeinvorstellung 18 f.
Abstraktheit von Begriffen 21.
Abstraktion 27, 28.
Allgemeines (universales) Urteil 33, 46 f., 58 f.
Analogieschluß 78, 98 ff., 129, 131.
Analyse 109 ff.
Analytisches Urteil 33 Anm.
Apodiktisches Urteil 33, 35, 60 f., 73.
Approximatives Urteil 62.
Artbegriff, artbildender Unterschied 29 f.
Assertorisches Urteil 33, 35, 60 f.
Ausgeschlossenes Dritte (Grundsatz) 9, 14, 43 f., 77.
Axiom 44, 93, 124.
Begriff 8, 16 ff., 21 ff., 27 ff., 33, 40 f., 105 ff.
Begriffsbestimmung 8, 22, 25, 50 f., 107 f.
Begriffsbildung 21, 105 ff., 115.
Bejahendes Urteil 33, 35, 56 f.
Besonderes (partikuläres) Urteil 33, 35, 41, 46 f., 58 f.
Beurteilung 35, 46, 47, 56 ff., 62.
Beweis 8, 9, 103, 123 ff., 126 ff.
Deduktive Logik 98.
Deduktiver Schluß 11, 77 ff., 86 ff., 91 ff., 100 f., 113, 128.
Definition: s. Begriffsbestimmung
Denken 3, 6 f., 16 ff., 24, 25, 32, 102 ff.
Determination 27, 28, 40.
~Dictum de omni et nullo~ 76.
Ding 31 f., 46.
Disjunktiver Schluß 10, 78 f., 88 f.
Disjunktives Urteil 33, 35, 64 ff.
Divisives Urteil 35, 63 f., 120.
Doppelte Verneinung (Grundsatz) 58.
Eigenschaft 31 f., 46.
Einfaches Urteil 33 ff., 62 f.
Einordnungstheorie 40 f., 92.
Einteilung 120 ff.
Einzelurteil 34, 46.
Erkennen und Erkenntnistheorie 3 f., 6 f., 14.
Erkenntnistheoretische Logik 15.
Existentialurteil 34, 54 ff.
Experiment 111 f.
Falschheit von Urteilen 33, 42, 76 f.
Falsch- und Fehlschlüsse 129 ff.
Fiktion 132 ff.
Folgerung 72 ff.
Formale Gültigkeit 42 f., 64, 65, 73.
Formale Logik 5, 9, 13 f., 15.
Formalurteil 34, 44, 67, 105.
Formalwissenschaft 104.
Formen des Denkens 4 f., 7, 8, 17, 42.
Formuliertes Denken 17.
Frage 24, 32, 68 ff., 123 f.
Galenische Schlußweise 84.
Gattungsbegriff 18 f., 21, 29 f., 46, 50, 64, 114.
Gattungsurteil 34, 46.
Gegenstand 6, 23, 32, 36, 52, 54 f., 106 f.
Gegenstand des Denkens 20 ff.
Gegenstand überhaupt 32.
Geisteswissenschaft 103 f., 111.
Gesamtbegriff 29, 46, 114.
Gesetz 113 ff.
Gesetze des Denkens 5.
Grammatik 7 f., 36, 57.
Grammatisierende Logik 36.
Gültigkeitsfrage 70, 71 f.
Hypothese 113, 117 ff.
Hypothetischer Schluß 10, 78 f., 86 ff., 91.
Hypothetisches Urteil 33, 35, 66 ff., 91, 115.
Idealurteil 33 f.
Identität (Grundsatz) 14, 24.
Immanenz, logische 40, 46.
Impersonalien: s. Subjekt-unbestimmte Urteile.
Individualbegriff 21, 29 f., 46.
Induktive Logik 15, 98.
Induktiver Schluß 9, 11, 12, 78, 93 ff., 114 f., 128 f., 131.
Inhalt von Begriffen 23 ff.
Inhaltslogik 37.
Inhaltstheorien des Urteils (des Schlußverfahrens) 37 ff., 92.
Inhärenzsyllogismus 84.
Inhärenzurteil 34, 49 ff., 92, 110.
Intuition und intuitives Denken 11, 17, 20.
Kategorie 9, 14, 31 f.
Kategorisches Urteil (bzw. Schluß) 33, 78 f., 89, 91.
Kausalgesetz, Kausalität 12, 31, 53, 97, 100, 116, 124.
Kausalurteil 34, 49, 53 f.
Kette 79, 89 f., 113.
Klassifikation 107, 120 ff.
Klassifikatorisches Urteil 34, 50 f.
Kollektivbegriff 21, 29.
Konjunktives Urteil 35, 63, 94 f., 96, 108.
Konstituierendes Merkmal 24 ff., 42 f.
~Kontradictio in adjecto~ 28.
Kontradiktorisch-entgegengesetzte Begriffe (Urteile) 28, 43 f., 76 f.
Kontraposition 75.
Konträr-entgegengesetzte Begriffe (Urteile) 28, 76 f.
Konversion 73 f., 84, 86.
Kopulatives Urteil 35, 63, 94 f., 96.
Materiale Frage 70 f.
Materiale Gültigkeit 42 ff., 73.
Materie des Denkens 4 f., 42.
Mathematische Logik 15, 38.
Merkmal 23 f., 33, 39.
Metaphysische Logik 9, 14, 15.
Mittelbare Bejahung 58, 73.
Mittelbares Urteil 92.
Mittelbare Verneinung 57 f., 73.
Mittelbegriff 80, 84 f., 131.
Modal-bestimmte Urteile 35, 56, 60 ff.
Modalität 31, 35, 56, 60 ff.
Naturwissenschaft 103 f., 111.
Negation: s. Verneinung.
Normative Logik 5 f., 13.
Normatives Urteil 34, 51.
Opposition 76.
Ordnungsreihe des Denkens 30 f., 50.
Paralogismus 80.
Partikuläres Urteil: s. besonderes Urteil.
Prädikat 4, 34, 36 f., 38 f., 42 f., 46, 49 ff.
Prädikation (log. Grundsatz) 42 f.
Prädikativer Inhalt 25.
Problematisches Urteil 33, 35, 61 f., 65.
Problemfrage 72, 123 f.
Psychologie des Denkens 7, 16 f.
Psychologisierende Logik 12, 15, 36.
Qualität des Urteils 31, 33 f., 56.
Qualitätsurteil 34, 50, 52 f., 110.
Quantifikation des Prädikats 38.
Quantität des Urteils 31, 33 f., 46 f., 52, 56, 58 ff.
~Quaternio terminorum~ 131.
Realitätsproblem 55.
Realurteil 33 f., 67, 105.
Realwissenschaft 104.
Relation 31 f., 33, 46, 92.
Relationsmerkmal 25.
Relationssyllogismus 84, 92, 100 f.
Relationsurteil 4, 34, 49, 52 ff., 84 f., 90, 110.
Relativer Inhalt 25.
Reziprokables Urteil 74.
Satz 16 f., 36.
Schluß 8, 14, 24, 32, 72 ff.
Singuläres Urteil 59.
Sorites, Goclenischer, Aristotelischer 89 f.
Spezialbegriff 29, 46, 114.
Spezifikation 107 f.
Sprechen 7, 11, 16 ff., 21.
Statistik 111.
Subalternation 75 f.
Subjekt 4, 15, 32, 34, 36 f., 38 f., 42 f., 46 ff., 49.
Subjekt-unbestimmtes Urteil 34, 37, 46, 48 f., 54.
Subkonträr-entgegengesetzte Urteile 76 f.
Syllogismus 9, 79 ff., 91 ff., 100 f., 113, 131.
Synthese 113 ff.
Synthetisches Urteil 33 Anm.
Theorie 113, 117 ff.
Transzendentale Logik 13 f.
Trugschluß 8 f., 129 ff.
Umfang von Begriffen 26 ff., 41, 64.
Umfangslogik 37 f., 92.
Umfangstheorien des Urteils (des Schlußverfahrens) 38 f., 92.
Universales Urteil: s. allgemeines Urteil.
Unmittelbare Gewißheit, log. Grundsatz 44.
Untersuchungsverfahren der Wissenschaft 8, 102 ff.
Urteil 8, 11, 14, 15, 24, 32 ff., 69 f.
Urteilsgefüge 35, 62 ff., 85.
Urteilsverbindungen 35, 62 ff., 85.
Urteilstheorien 35 ff., 91 f.
Utopie 132, 134 f.
Verneinung 56, 68 ff., 74, 86.
Verträgliche Begriffe 25, 28.
Voraussetzungen des Denkens, formale, materiale 3 f., 6.
Vorstellung 18 f., 33.
Wahrheit 8, 11, 14, 33, 42, 44, 76 f.
Wahrscheinlichkeit 12, 62, 96, 99, 100, 115.
Werturteil (Wertrelationsurteil) 50, 53.
Widerspruch, log. Grundsatz 9, 12, 14, 43, 45, 59, 77.
Wissenschaft 8, 22, 102 ff., 123 ff., 127 ff., 132 f.
Wort, Wortvorstellung 16 ff., 18, 24, 36.
Zirkelbeweis (~circulus vitiosus~) 130.
Zureichende Begründung, log. Grundsatz 12, 14, 45, 55, 59, 72, 125.
Zusammengesetzte Urteile 33 ff., 62 ff., 85.
Die Sammlung
„Aus Natur und Geisteswelt“
nunmehr schon über 600 Bändchen umfassend, sucht seit ihrem Entstehen dem Gedanken zu dienen, der heute in das Wort: „+Freie Bahn dem Tüchtigen!+“ geprägt ist. Sie will die Errungenschaften von Wissenschaft, Kunst und Technik +einem jeden zugänglich+ machen, ihn dabei zugleich unmittelbar im +Beruf fördern+, den +Gesichtskreis erweiternd+, die +Einsicht+ in die Bedingungen der Berufsarbeit +vertiefend+.
Sie bietet wirkliche „+Einführungen+“ in die Hauptwissensgebiete für den +Unterricht oder Selbstunterricht des Laien+, wie sie den heutigen methodischen Anforderungen entsprechen. So erfüllt sie ein Bedürfnis, dem Skizzen, die den Charakter von „Auszügen“ aus großen Lehrbüchern tragen, nie entsprechen können, denn solche setzen vielmehr eine Vertrautheit mit dem Stoffe schon voraus.
Sie bietet aber auch dem +Fachmann+ eine +rasche zuverlässige Übersicht+ über die sich heute von Tag zu Tag weitenden Gebiete des geistigen Lebens in weitestem Umfang und vermag so vor allem auch dem immer stärker werdenden Bedürfnis des +Forschers+ zu dienen, sich auf +den Nachbargebieten+ auf dem laufenden zu erhalten.
In den Dienst dieser Aufgabe haben sich darum auch in dankenswerter Weise von Anfang an die besten Namen gestellt, gern die Gelegenheit benutzend, sich an weiteste Kreise zu wenden, an ihrem Teil bestrebt, der Gefahr der „Spezialisierung“ unserer Kultur entgegenzuarbeiten.
So konnte der Sammlung auch der Erfolg nicht fehlen. Mehr als die Hälfte der Bändchen liegen, bei jeder Auflage durchaus neu bearbeitet, bereits in 2. bis 6. Auflage vor, insgesamt hat die Sammlung bis jetzt eine Verbreitung von weit über 4 Millionen Exemplaren gefunden.
Alles in allem sind die schmucken, gehaltvollen Bände besonders geeignet, die Freude am Buche zu wecken und daran zu gewöhnen, einen kleinen Betrag, den man für Erfüllung körperlicher Bedürfnisse nicht anzusehen pflegt, auch für die Befriedigung geistiger anzuwenden. Durch den billigen Preis ermöglichen sie es tatsächlich jedem, auch dem wenig Begüterten, sich eine Bücherei zu schaffen, die das für ihn Wertvollste „Aus Natur und Geisteswelt“ vereinigt.
¦Jedes der meist reich illustrierten Bändchen ist in sich abgeschlossen und einzeln käuflich¦
Jedes Bändchen geheftet M. 1.20, gebunden M. 1.50 Teuerungszuschläge 30% einschließl. 10% Zuschlag der Buchhandlung
Leipzig, im Juni 1918. =B. G. Teubner=
Jedes Bändchen geheftet M. 1.20, gebunden M. 1.50
Bisher sind =zur Philosophie und Psychologie= erschienen:
[Sidenote: =Zur Einführung=]
=Einführung in die Philosophie.= Von Professor ~Dr.~ R. +Richter+. 4. Auflage von Privatdozent ~Dr.~ M. +Brahn+. (Bd. 155.)
=Die Philosophie.= Einführung in die Wissenschaft, ihr Wesen u. ihre Probleme. Von Oberrealschuldirektor H. +Richert+. 3. Aufl. (Bd. 186.)
=Philosophisches Wörterbuch.= Von Oberlehrer ~Dr.~ +Paul Thormeyer+. 2. Aufl. (Bd. 520.)
[Sidenote: =Logik und Psychologie=]
=Grundriß der Logik.= Von ~Dr.~ K. J. +Grau+. (Bd. 637.)
=Einführung in die Psychologie.= Von Prof. +Dr.+ E. +von Aster+. Mit 4 Abbildungen. (Bd. 492.)
=Einführung in die experimentelle Psychologie.= Von Prof. ~Dr.~ N. +Braunshausen+. Mit 17 Abbildungen im Text. (Bd. 484.)
* =Die Ergebnisse der angewandten Psychologie.= Von Prof. ~Dr.~ G. +Anschütz+. (Bd. 678.)
=Die Seele des Menschen.= Von Geh. Rat Professor ~Dr.~ J. +Rehmke+. 4. Auflage. (Bd. 36.)
=Die Mechanik des Geisteslebens.= Von Geh. Med.-Rat Dir. Prof. ~Dr.~ M. +Verworn+. 4. Auflage. Mit Figuren. (Bd. 200.)
=Psychologie des Kindes.= Von Professor ~Dr.~ R. +Gaupp+. 4. Auflage. Mit 17 Abbildungen. (Bd. 213/14.)
=Geistige Veranlagung und Vererbung.= Von ~Dr. med. et phil.~ +Georg Sommer+. (Bd. 512.)
=Handschriftenbeurteilung.= Eine Einführung in die Psychologie der Handschrift. Von Prof. ~Dr.~ G. +Schneidemühl+. 2. Aufl. Mit 51 Handschriftennachbildungen im Text und 1 Tafel. (Bd. 514.)
=Hypnotismus und Suggestion.= Von ~Dr.~ E. +Trömner+. 3. Auflage. (Bd. 199.)
=Die Psychologie des Verbrechers.= Kriminalpsychologie. Von Kgl. Strafanstaltsdirektor ~Dr. med.~ P. +Pollitz+. 2. Auflage. Mit 5 Diagrammen. (Bd. 248.)
[Sidenote: =Ethik=]
=Grundzüge der Ethik.= Mit besonderer Berücksichtigung der pädagogischen Probleme. Von E. +Wentscher+. (Bd. 397.)
=Aufgaben und Ziele des Menschenlebens.= Von Professor ~Dr.~ J. +Unold+. 4. Auflage. (Bd. 12.)
=Sittl. Lebensanschauung.= d. Gegenw. V. weil. Geh. Kirchenr. Prof. ~Dr.~ O. +Kirn+. 3. A., durchges. v. Prof. ~Dr.~ O. H. +Stephan+. (Bd. 177.)
=Das Problem der Willensfreiheit.= Von Professor ~Dr.~ G. F. +Lipps+. (Bd. 383.)
=Sexualethik.= Von Prof. ~Dr.~ H. E. +Timerding+. (Bd. 592).
[Sidenote: =Ästhetik=]
* =Einführung in die Geschichte der Ästhetik.= Von ~Dr.~ H. +Nohl+. (Bd. 602.)
=Ästhetik.= Von Professor ~Dr.~ R. +Hamann+. 2. Aufl. (Bd. 345.)
=Poetik.= Von ~Dr.~ R. +Müller-Freienfels+. (Bd. 460.)
[Sidenote: =Naturphilosophie=]
=Die moderne Naturphilosophie.= Von Privatdoz. ~Dr.~ J. M. +Verweyen+. (Bd. 491.)
=Entstehung der Welt und der Erde nach Sage und Wissenschaft.= Von weil. Geh. Reg.-Rat Prof. ~Dr.~ M. B. +Weinstein+. 2. Aufl. (Bd. 223.)
=Untergang der Welt und der Erde nach Sage und Wissenschaft.= Von weil. Geh. Reg.-Rat Professor ~Dr.~ M. B. +Weinstein+. (Bd. 470.)
=Sternglaube und Sterndeutung.= Die Geschichte und das Wesen der Astrologie. Unter Mitwirkung von Prof. ~Dr.~ C. +Bezold+ dargestellt von Geh. Hofrat Prof. ~Dr.~ Fr. +Boll+. Mit einer Sternkarte und 20 Abb. (Bd. 638.)
[Sidenote: =Geschichte der Philosophie=]
=Führende Denker.= Geschichtliche Einleitung in die Philosophie. Von Prof. ~Dr.~ J. +Cohn+. 3. Aufl. Mit 6 Bildnissen. (Bd. 176.)
=Die Freimaurerei.= Einführung in ihre Anschauungswelt und ihre Geschichte. Von weil. Geh. Rat ~Dr.~ L. +Keller+. 2. Aufl. von Geh. Archivrat ~Dr.~ G. +Schuster+. (Bd. 463.)
[Sidenote: =Philosophie d. Altertums=]
=Griechische Weltanschauung.= Von Professor ~Dr.~ M. +Wundt+. 2. Aufl. (Bd. 329.)
* =Religion und Philosophie im alten Orient.= Von Prof. ~Dr.~ E. v. +Aster+. (Bd. 521.)
[Sidenote: =Neuere Philosophie=]
=Die Weltanschauungen der großen Philosophen der Neuzeit.= Von weil. Professor ~Dr.~ L. +Busse+. 6. Auflage. herausgeg. von Geh. Hofrat Professor ~Dr.~ R. +Falckenberg+. (Bd. 56.)
=Die großen englischen Philosophen Locke, Berkeley, Hume.= Von Oberlehrer ~Dr.~ P. +Thormeyer+. (Bd. 481.)
=Rousseau.= Von Professor ~Dr.~ P. +Hensel+. 2. Auflage. Mit 1 Bildnis. (Bd. 180.)
=Immanuel Kant.= Darstellung und Würdigung. Von weil. Professor ~Dr.~ O. +Külpe+. 4. Auflage, hrsg. von Professor ~Dr.~ A. +Messer+. Mit 1 Bildnis Kants. (Bd. 146.)
=Schopenhauer.= Seine Persönlichkeit, seine Lehre, seine Bedeutung. Von Oberrealschuldirektor H. +Richert+. 3. Auflage. Mit 1 Bildnis. (Bd. 81.)
=Herbarts Lehren und Leben.= Von weil. Pastor O. +Flügel+. 2. Auflage. Mit 1 Bildnis Herbarts. (Bd. 164.)
=Herbert Spencer.= Von ~Dr.~ K. +Schwarze+. Mit 1 Bildnis. (Bd. 245.)
[Sidenote: =Neueste Philosophie=]
=Die Philosophie der Gegenwart in Deutschland.= Eine Charakteristik ihrer Hauptrichtungen. Von weil. Prof. ~Dr.~ O. +Külpe+. 6. Auflage. (Bd. 41.)
=Henri Bergson, der Philosoph moderner Religion.= Von Pfarrer ~Dr.~ E. +Ott+. (Bd. 480.)
+Die mit * bezeichneten und weitere Bände befinden sich in Vorbereitung.+
Psychologische Werke
=Kurzer Abriß der Logik u. Psychologie für höhere Lehranstalten.= Von Prof. Dr. _Oskar Weise_. 2. Aufl. Steif geh.
M. --.50
„Das Büchlein, dem in einer Zeit, die sich der Wichtigkeit der philosophischen Propädeutik allmählich wieder bewußt wird, eine besondere symptomatische Bedeutung zukommt, hat vor allem zwei Vorzüge.
Einmal ist es außerordentlich übersichtlich, ein bei logischen Definitionen wie Begriff, Urteil, Schluß oder psychologischen Erörterungen wie Erkennen, Fühlen, Wollen außerordentlich wichtiger Faktor. Sodann knüpfen die vortrefflichen Beispiele an das Naheliegende, Bekannte an, um von da zur Regel überzuleiten. Da die Arbeit den neueren Forschungen der Psychologie angepaßt ist, kann sie warm empfohlen werden.“
(+Zeitschr. f. lateinl. höh. Schulen.+)
=Geschichte der Psychologie.= Von Prof. Dr. _Otto Klemm_. Geb.
M. 8.--
=Grundlagen der Psychologie.= Von Prof. Dr. _Th. Ziehen_. In 2 Bänden. Buch I: Erkenntnistheoretische Grundlegung der Psychologie. Buch II: Prinzipielle Grundlegung der Psychologie. Geh. je M. 4.40, geb.
je M. 5.--
=Über Vererbung psychischer Fähigkeiten.= Von Prof. Dr. _W. Peters_. Geh.
M. 6.50
=Der Wille.= Versuch einer psychologischen Analyse. Von _E. Wentscher_. Geh. M. 2.40, geb.
M. 2.80
=Experimentelle praktische Schülerkunde.= Von _Marx Lobsien_. Mit einem Beitrag über das pathologische Kind von Direktor Dr. _O. Mönkemöller_. Mit 16 Figuren im Text und 1 Tafel. Geh. M. 4.--, geb.
M. 5.--
=Jugendpsychologie.= Von Lyzeallehrer _W. Peper_. Mit Abbildungen. 2. Auflage. Geb.
M. 1.80
Hierzu erschienen +Quellenhefte+ von demselben:
1. Beobachtungen u. Untersuchungen a. d. Jugendpsychologie. Geh.
M. --.80
2. Junge Seelen. Bilder zur Jugendpsychologie aus Kinderstube, Biographie und Dichtung. 2. Auflage. Geh.
M. --.90
3. Darstellungen aus der neueren Psychologie u. Pädagogik. Geh.
M. --.80
=Grundzüge der Psychologie und Logik.= Von Lyzeallehrer _W. Peper_. 1. Hälfte. Geb.
M. 1.60
=Psychologie der Sprachpädagogik.= Versuche zu einer Darstellung der Prinzipien des fremdsprachlichen Unterrichts auf Grund der psychologischen Natur der Sprache von _Chr. B. Flagstad_, Adjunkt a. der Kgl. Metropolitanschule in Kopenhagen. Vom Verfasser aus dem Dänischen übersetzt. Geh. M. 5.--, geb.
M. 6.--
=Psychologie der Kunst.= Eine Darstellung ihrer Grundzüge. Von Dr. _R. Müller-Freienfels_. In 2 Bdn. Band I: Die Psychologie des Kunstgenießens und des Kunstschaffens. Band II: Die Formen des Kunstwerks und die Psychologie der Wertung. Geh. je M. 4.40, in 1 Band geb.
M. 10.--
=Der weibliche Typus als Problem der Psychologie und Pädagogik.= Ein Beitrag zur künftigen Nationalerziehung. Von Dr. _K. Haase_. Steif geh.
M. 2.--
Teuerungszuschlag auf sämtl. Preise (einschl. des Zuschl. der Buchhandl.) 30%
Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin
Philosophische Propädeutik
Hrsg. von Geh. Reg.-Rat u. Oberreg.-Rat ~Dr.~ +G. Lambeck+. Geb. ca. M. 5.--
+Inhalt+: Vorwort. -- Die Philosophie u. d. Einzelwissenschaften. V. Hrsgeber. -- Dir. Prof. ~Dr.~ Goldbeck: Mathematik. Physik. -- Prof. ~Dr.~ Gruner: Biologie. -- Prof. ~Dr.~ O. Hoffmann: Die Sprache. -- Geh. u. Ob.-Reg.-Rat Lambeck: Geschichte. -- Gymnas.-Dir. ~Dr.~ Lorentz: Dtsche. Literatur. -- Oberlehrer ~Dr.~ Hoffmann: Die Antike. -- Prof. ~Dr.~ Messer: Zusammenfassung. -- Register.
Auf neuem Wege will das Buch der philosophischen Propädeutik in unseren höheren Lehranstalten wieder eine feste Stellung gewinnen. In der Überzeugung, daß es in erster Linie darauf ankommt, +im Schüler den Sinn für philosophische Fragestellung und Betrachtung+ zu wecken, sucht es +aus den einzelnen Unterrichtsfächern heraus+ die philosophischen Probleme zu entwickeln, zu denen ein im wissenschaftlichen Geiste erteilter +mathematischer, physikalischer und biologischer, deutscher, geschichtlicher und altsprachlicher Unterricht notwendiger- und natürlicherweise+ hinführen muß. +Ein weiterer Abschnitt erörtert die mit der Entwicklung der Sprache als solcher zusammenhängenden Fragen.+ Ein systematischer Teil faßt das in den einzelnen Fächern Gebotene zusammen, ergänzt es soweit, daß die verschiedenen Fragen in einem gewissen Zusammenhange erscheinen u. gibt einen Überblick über die wichtigsten psychologischen Vorgänge.
Philosophisches Lesebuch
Von Professor ~Dr.~ +Bastian Schmid+. Zum Gebrauch an höheren Schulen und zum Selbststudium. Gebunden M. 2.60
„... Dem Zwecke, zur Kritik zu erziehen, dient in trefflicher Weise die Gegenüberstellung von Aufsätzen wie Mettries ‚Der Mensch eine Maschine,‘ Häckels ‚Die Seele‘ und Du Bois-Reymonds ‚Über die Grenzen des Naturerkennens‘. Eine Art historische Einleitung gibt ein Abschnitt aus Riehls ‚Wesen und Entwicklung der Philosophie‘; zur Verbindung der einzelnen Gedankenreihen dienen kürzere Kapitel des Verfassers. Besonders nützlich dürften die Aufsätze zur Ethik und Ästhetik sein.“
(+Blätter f. das bayerische Gymnasialschulwesen.+)
Zur Einführung in die Philosophie der Gegenwart
Von Geheimrat Prof. ~Dr.~ +A. Riehl+. 4. Aufl. Geh. M. 3.--, geb. M. 3.60
„Von den üblichen Einleitungen in die Philosophie unterscheidet sich Riehls Buch nicht bloß durch die Form der freien Rede, sondern auch durch seine ganze methodische Auffassung und Anlage. Nichts von eigenem System, nichts von langatmigen, logischen, psycholog. oder gelehrten historischen Entwicklungen, sondern eine lebendig anregende, in das Zentrum der Philosophie führende Betrachtungsweise.“
(+Monatsschrift für höhere Schulen.+)
Einleitung in die Philosophie
Von Prof. ~Dr.~ +Hans Cornelius+. 2. Aufl. Geh. M. 5.20, geb. M. 6.--
„Die gegebenen Gesichtspunkte und Einleitungen führen tief in die Erkenntnistheorie und Psychologie. Verf. sucht zu einem eigenen Standpunkt zu führen, Einsicht in die rein empirische Bedeutung und in den Mechanismus aller Naturerklärung zu geben. Leser, die einer tiefgründigen Untersuchung nicht aus dem Wege gehen, werden viel von ihm lernen.“
(+Leipz. Ztg.+)
Weltanschauung und modernes Bildungsideal
Von Professor ~Dr.~ +G. F. Lipps+. Geheftet M. 4.--, gebunden M. 5.--
„Das Buch ist interessant und fesselnd geschrieben. Wir können eine eingehende Beschäftigung mit ihm nur empfehlen. Niemals langweilig und trocken, bietet es eine Fülle von Anregungen, aus denen jeder schöpfen kann, der mitarbeiten will an der Ausbildung eines Bildungsideals der Zukunft.“
(+Zeitschrift für pädagogische Psychologie.+)
Hauptprobleme der Ethik
9 Vortrage v. Prof. ~Dr.~ +P. Hensel+. 2., erw. Aufl. M. 1.80, geb. M. 2.40
„Dieses schlicht und allgemeinverständlich geschriebene Buch darf auf das Lob, nicht nur Philosophie, sondern auch philosophieren zu lehren, Anspruch erheben. Dieses Lob ist eins der schönsten für eine philosophische Schrift. Das Buch läßt überall ein glückliches und energisches Denken spüren, das zum Selbstdenken anregt.“
(+Zeitschrift f. päd. Psychol.+)
Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin
Allgem. Geschichte der Philosophie
(Die Kultur der Gegenwart, hrsg. von Prof. +P. Hinneberg+. Teil I, Abt. V.)
2., verm. u. verb. Aufl. Geh. M. 14.--, geb. M. 16.--, in Halbfranz M. 18.--
+Inhalt+: Einleitung. Die Anfänge der Philosophie und die Philosophie der primitiven Völker: +W. Wundt+. ~A.~ Die orientalische (ostasiatische) Philosophie. I. Die indische Philosophie: +H. Oldenberg+. II. Die chinesische Philosophie: +W. Grube+. III. Die japanische Philosophie: +T. Inouye+. ~B.~ Die europäische Philosophie (und die islam.-jüd. Philosophie des Mittelalters). I. Die europäische Philosophie des Altertums: +H. v. Arnim+. II. Die patristische Philosophie: +Cl. Baeumker+. III. Die islamische und die jüdische Philosophie: +J. Goldziher+. IV. Die christliche Philosophie des Mittelalters: +Cl. Baeumker+. V. Die neuere Philosophie: +W. Windelband+.
Systematische Philosophie
(Die Kultur der Gegenwart, hrsg. von Prof. +P. Hinneberg+. Teil I, Abt. VI.)
2. Aufl. Geheftet M. 10.--, gebunden M. 12.--, in Halbfranz M. 14.--
+Inhalt+: Allgemeines. Das Wesen der Philosophie: +W. Dilthey+. Die einzelnen Teilgebiete. I. Logik und Erkenntnistheorie: +A. Riehl+. II. Metaphysik: +W. Wundt+. III. Naturphilosophie: +W. Ostwald+. IV. Psychologie: +H. Ebbinghaus+. V. Philosophie der Geschichte: +R. Eucken+. VI. Ethik: +Fr. Paulsen+. VII. Pädagogik: +W. Münch+. VIII. Ästhetik: +Th. Lipps+. -- Die Zukunftsaufgaben der Philosophie: +Fr. Paulsen+.
Das Grundproblem Kants
Eine kritische Untersuchung und Einführung in die Kant-Philosophie.
Von Prof. ~Dr.~ +A. Brunswig+. Geheftet M. 3.60, gebunden M. 4.20
Das Buch betrachtet als Grundproblem Kants die zentrale Frage der Kritik der reinen Vernunft nach der Möglichkeit eines allgemeingültigen, notwendigen Wissens. Es kann vermöge der zentralen Stellung seines Gegenstandes zugleich als Einführung in das Studium der Kantschen Philosophie und ihrer modernen Kritik, ja der Erkenntnistheorie und der Philosophie überhaupt dienen.
Die philosophischen Grundlagen der Wissenschaften
Vorlesungen gehalten an der Universität Berlin von Professor ~Dr.~ +B. Weinstein+. Gebunden M. 9.--
„W. versteht es meisterhaft, auch einen spröden Gegenstand schmackhaft zu machen. Dies liegt in seiner gegenständlichen Redeweise, die zum Hörer hinabzusteigen scheint, während sie ihn unmerklich auf die Höhe führt. Das Buch ist warm zu empfehlen.“
(+Der Tag.+)
Naturphilosophie
Unt. Redaktion v. Geh. Reg.-Rat Prof. ~Dr.~ +C. Stumpf+. Bearb. von Prof. ~Dr.~ +E. Becher+. (Die Kultur der Gegenwart. Hrsg. von Prof. +P. Hinneberg+. Teil III. Abt. VII, 1.) Geh. M. 14.--, gebunden M. 16.--, in Halbfr. M. 18.--
Einleitung. Aufgabe der Naturphilosophie. Naturerkenntnistheorie. Gesamtbild der Natur.
„Eine ungewöhnlich umfassende und eindringende Kenntnis aller Naturwissenschaften liegt dem Werke offenbar zugrunde. Bemerkenswert ist die Fähigkeit des Verfassers zu anschaulicher und gemeinverständlicher Darstellung; fast mühelos gelingt es ihm, auch sehr abstrakte und schwierige Theorien elementar und durchsichtig zu entwickeln, ohne dabei auf wissenschaftliche Genauigkeit zu verzichten. Die gründliche naturwissenschaftliche Schulung zeigt sich auch in der methodischen Art, wie der Verfasser seinen Gegenstand behandelt.“
(+Literarisches Zentralblatt für Deutschland.+)
Himmelsbild und Weltanschauung
im Wandel der Zeiten. Von Prof. +Troels-Lund+. Autorisierte, vom Verfasser durchgesehene Übersetzung von +L. Bloch+. 4. Aufl. Geb. M. 5.--
„... Es ist eine Lust, diesem kundigen und geistreichen Führer auf dem langen, nie ermüdenden Wege durch Asien, Afrika und Europa, durch Altertum und Mittelalter bis herab in die Neuzeit zu folgen. Es ist ein Werk aus einem Guß, in großen Zügen und ohne alle Kleinlichkeit geschrieben.“
(+W. Nestle i. d. Neuen Jahrb. f. d. klass. Altertum.+)
Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin
WISSENSCHAFT UND HYPOTHESE
Sammlung von Einzeldarstellungen aus dem Gesamtgebiete der Wissenschaften mit bes. Berücksichtigung ihrer Grundlagen u. Methoden, ihrer Endziele u. Anwendungen
Die Sammlung will die in den verschiedenen Wissensgebieten durch rastlose Arbeit gewonnenen Erkenntnisse von umfassenden Gesichtspunkten aus im Zusammenhang miteinander betrachten. Die Wissenschaften werden in dem Bewußtsein ihres festen Besitzes in ihren Voraussetzungen dargestellt, ihr pulsierendes Leben, ihr Haben, Können und Wollen aufgedeckt. Andererseits aber wird in erster Linie auch auf die durch die Schranken der Sinneswahrnehmung und der Erfahrung überhaupt bedingten Hypothesen hingewiesen.
I. +Wissenschaft und Hypothese.+ Von † Henri Poincaré. Deutsch von L. und F. Lindemann. 3. Aufl.
Geb. M. 4.80
II. +Der Wert der Wissenschaft.+ Von † Henri Poincaré. Deutsch von E. u. H. Weber. Mit einem Bildnis. 2. Aufl.
Geb. M. 3.60
III. +Mythenbildung u. Erkenntnis.+ Eine Abhandlung über die Grundlagen der Philosophie. Von G. F. Lipps.
Geb. M. 5.--
IV. +Die nichteuklidische Geometrie.+ Historisch-kritische Darstellung ihrer Entwicklung. Von R. Bonola. Deutsch von H. Liebmann.
Geb. M. 5.--
V. +Ebbe und Flut sowie verwandte Erscheinungen im Sonnensystem.+ Von G. H. Darwin. Deutsch von A. Pockels. 2. Aufl. Mit 52 Abb. Geb.
M. 8.--
VI. +Das Prinzip der Erhaltung der Energie.+ Von M. Planck. 3. Aufl. Geb.
M. 6.--
VII. +Grundlagen der Geometrie.+ Von D. Hilbert. 4. Aufl.
Geb. M. 6.--
VIII. +Geschichte der Psychologie.+ Von O. Klemm.
Geb. M. 8.--
IX. +Erkenntnistheoret. Grundzüge der Naturwissenschaften+ u. ihre Beziehungen zum Geistesleben der Gegenwart. Von P. Volkmann. 2. Aufl.
Geb. M. 6.--
X. +Wissenschaft und Religion in der Philosophie unserer Zeit.+ Von É. Boutroux. Deutsch von E. Weber. Mit Einführungswort v. H. Holtzmann.
Geb. M. 6.--
XI. +Probleme der Wissenschaft.+ Von E. Enriques. Deutsch von K. Grelling. 2 Teile. I. +Wirklichkeit und Logik.+ Geb. M. 4.--. II. +Die Grundbegriffe der Wissenschaft+.
Geb. M. 5.--
XII. +Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaften.+ Von P. Natorp.
Geb. M. 6.60
XIII. +Pflanzengeographische Wandlungen der deutschen Landschaft.+ V. H. Hausrath.
Geb. M. 5.--
XIV. +Das Weltproblem vom Standpunkte des relativistischen Positivismus aus.+ Von J. Petzold. 2. Aufl. Geb.
M. 3.--
XV. +Wissenschaft und Wirklichkeit.+ V. M. Frischeisen-Köhler.
Geb. M. 8.--
XVI. +Das Wissen der Gegenwart in Mathematik u. Naturwissenschaften.+ Von É. Picard. Deutsch von F. und L. Lindemann.
Geb. M. 6.--
XVII. +Wissenschaft u. Methode.+ Von H. Poincaré. Deutsch von F. u. L. Lindemann.
Geb. M. 5.--
XVIII. +Probleme der Sozialphilosophie.+ Von R. Michels.
Geb. M. 4.80
XIX. +Ethik als Kritik der Weltgeschichte.+ Von A. Görland.
Geb. M. 7.50
XX. +Die Grundlagen der Psychologie.+ Von Th. Ziehen. Teil I. Geh. M. 4.40 geb.
M. 5.--
XXI. ---- Teil II. Geh. M. 4.40,
geb. M. 5.--
In Vorbereitung befinden sich:
+Czuber+, Die philosophischen Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung. -- +K. Dove+, Die Erde als Wohnsitz des Menschen. -- +Ph. Frank+, Relativitätstheorie. -- +A. Hettner+, Probleme der Morphologie des Festlandes. -- +W. Johannsen+, Vererbungslehre. -- +R. Lehmann+, Grundlagen der Pädagogik. -- +G. Linck+, Die wichtigsten Probleme der Mineralogie und Petrographie. -- +O. Schlaginhaufen+, Anthropologie und Rassenkunde. -- +O. Schlüter+, Methoden der geographischen Forschung. -- +H. v. Seeliger+, Grundfragen der Astronomie, Mechanik und Physik der Himmelskörper. -- +R. Süring+, Meteorologische Zeit- und Streitfragen. -- +S. Tschulok+, Deszendenzlehre. -- +Wien+, Vorlesungen über neuere Probleme der theoretischen Physik. -- +A. Wocikof+, Grundfragen der Klimatologie.
Ausführlicher Prospekt unentgeltlich und postfrei vom Verlag in Leipzig, Poststr. 3
Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin