Chapter 7 of 8 · 3982 words · ~20 min read

Part 7

Und wieder verstreicht Stunde um Stunde, geht die Fahrt ohne Störung weiter. Mitternacht. Die abgelöste Wache ist eben zur Koje gegangen, als an Backbord voraus ein Licht aufschimmert. Gleich darauf wird ein zweites gemeldet. Sie stehen dicht beisammen. Anscheinend fährt dort einer der holländischen Küstendampfer, die den Verkehr von den kleinen Küstenplätzen Javas und Sumatras nach den großen Ausfuhrhäfen vermitteln. Noch liegt er nicht querab, als plötzlich aus der dunklen Nacht grelles Scheinwerferlicht heranflutet. Wie ein wildes Tier, das sich mit einem Satz auf die Beute stürzt, schießt es jäh auf das Fahrzeug zu und hält es fest. Weiße Signalsterne steigen hoch in das Dunkel, senken sich in weitem Bogen auf das Wasser, erlöschen. Ein Kriegsschiff hält dort den Küstenfahrer, der ihm verdächtig scheint, an. Deutlich tritt in dem hellen Lichtkreis jeder Aufbau des Dampfers einzeln hervor. Ein kaum tausend Tonnen großes Schiff, das die ihm bevorstehende Untersuchung ruhig herankommen läßt. Die Holländer sind an die Anmaßung englischer Seepolizei bereits gewöhnt.

Wie mit einem Schlage leuchten jetzt auf dem Kriegsschiff, das bisher abgeblendet lag, Lichter auf; gleichzeitig aber auch an zwei anderen Stellen unmittelbar voraus. Auch dort stehen Feinde. Schon beim Aufblitzen des Scheinwerfers hat der deutsche Dampfer gestoppt, um sich nicht durch das Aufleuchten der Bugwelle und des Schraubenwassers zu verraten. Kein Lichtschein dringt nach außen, in tiefem Dunkel liegt das Schiff, vom Gegner unbemerkt. Die Lichter voraus ziehen quer über die Straße hinweg nach dem angehaltenen Schiff zu. Dort mögen sie sich stundenlang beschäftigen.

Mit langsamer Fahrt halten die Deutschen auf das an Steuerbord liegende Land zu. Auf hoher See wäre ein Entrinnen unmöglich gewesen. Die überlegene Geschwindigkeit der Kriegsschiffe hätte jeden Versuch schon vereitelt. Hier aber, so nahe am Ziel denkt keiner daran, einem Befehl zum Stoppen Folge zu leisten. Lieber wollten sie ihr Schiff auf Strand setzen. Achtet der Engländer auch die Hoheitsgrenze nicht, ihnen an Land zu folgen, dürfte ihm doch nicht rätlich scheinen.

Es ereignet sich aber nichts. Die drei Kreuzer sind so eifrig an der Arbeit, daß sie für nichts anderes Sinn haben. Mehr und mehr verschwimmen die Lichter, kommen aus Sicht. Die Straße ist frei.

Im Osten dämmert der Tag. Flammendes Rot leuchtet durch die Dunstwolken, die über den Bergen Javas liegen. Die Sonne steigt. Blitzend schießen ihre Strahlen durch den Schleier hindurch über grüne Wälder, auf die blauleuchtende See.

Voraus steigen Rauchwolken in die Luft, Masten, Schornsteine, Schiffskörper heben sich vom dunklen Hintergrunde, Schuppen und Hafenbauten tauchen aus dem Grün.

Im Morgengrauen steigt am Heck die deutsche Flagge hoch. Zwischen den Wellenbrechern hindurch, vorbei an einem holländischen Kriegsfahrzeug gleitet der Blockadebrecher in den Hafen von Tanjonk Priok hinein. Ein großer englischer Frachtdampfer, der sich, mit Zucker voll beladen, eben auszulaufen anschickte, hat schleunigst, als er die schwarzweißroten Streifen am Flaggenstock auswehen sieht, den Anker wieder in Grund geworfen. Hier, nach fast zwei Jahren Krieg, die deutsche Flagge? Das kann nur ein verkappter deutscher Hilfskreuzer sein. Längst schon sind ja die Taten der nach der Heimat zurückgekehrten »Möwe« nach Holländisch-Indien gedrungen. Wer weiß, ob hier nicht ein zweiter Vogel dieser Gattung naht. Da ist Vorsicht der bessere Teil.

Während vom Engländer ängstliche Gesichter nach dem so plötzlich aufgetauchten deutschen Schiffe hinüberstarren, ist das ruhig an ihnen vorbeigeglitten. Gleich darauf rasselt polternd die Ankerkette in die Klüse. Einen Augenblick noch wirbelt braunes Wasser durch die rückwärtsschlagende Schraube am Heck hoch, dann liegt die »Marie« zwischen den zwei deutschen Dampfern »Hohenfels« und »Uhlenfels«, an deren Schornstein das schwarze Kreuz der deutschen Hansalinie Bremen sich abhebt, still.

Schienen die beiden Deutschen einen Augenblick vorher noch in tiefem Schlaf befangen, so ändert sich jetzt rasch ihr Aussehen. Erregte Rufe schallen herüber, Leute stürzen aus den Niedergängen an die Reeling: Ein deutscher Dampfer! Fast unmöglich dünkt es ihnen. Und wie sieht er aus! Das Achterschiff zerstört, Decksaufbauten und Schornstein beschädigt, wo mag der wohl herkommen und welch schweres Wetter mag ihm so zugesetzt haben?

Noch sind kaum zehn Minuten vergangen, als von allen Seiten auch schon Boote herannahen. Deutsche, die ihre Landsleute begrüßen und Näheres hören wollen. An Bord darf noch niemand, da das Schiff noch nicht einklariert ist. Die vollbesetzten Ruder- und Segelboote aber umringen die »Marie«, und lebhafte Rufe klingen zu den an der Reeling Stehenden hinauf. Im Januar aus Deutschland abgefahren? Von englischen Kreuzern beschossen? Unglaubliches Staunen malt sich auf allen Gesichtern. Nur zu bald aber weicht es jubelnder Freude und ehrlichem Stolz über die glänzende Leistung, die Kameraden da vollbracht haben. Das erste Schiff liegt hier, dessen Besatzung erzählen kann, wie es wirklich in der Heimat aussieht, die Feldgraue ausziehen sah und die Siege in der Heimat mitfeiern durfte. Vergessen sind die qualvoll langen Monate, während deren man hier auf die Nachrichten angewiesen war, die Reuter in die Welt zu setzen beliebte.

Vom Pier naht in schneller Fahrt die Barkasse des Hafenmeisters. In wenigen Minuten ist sie längsseit und legt an dem inzwischen gefierten Fallrepp an. An Oberdeck empfängt Kapitän Sörensen den holländischen Beamten, dessen Blicke voll Mißtrauen das Fahrzeug mustern. Gott weiß, welche Geheimnisse und fürchterliche Absichten hier lauern, welch schreckliche Gefahr wieder einmal der holländischen Neutralität droht.

Vorsichtig begiebt sich der Hafenmeister nach dem Vorschiff. Stehen dort nicht unter Segeltuch verborgen Geschütze? Nichts Verdächtiges. Sein Mißtrauen erhält aber erst recht Nahrung, als er nach dem Achterdeck geht und dort die noch nicht beseitigten Verwüstungen bemerkt. Von Geschützen aber auch hier keine Spur. Was mag das unheimliche Fahrzeug in seinen Laderäumen bergen? Ob nicht dort die Kanonen und Torpedorohre lauern?

Kaum hat er den Wunsch ausgesprochen, als auch ohne das geringste Zögern die Luks geöffnet sind. Mit seinem Gefolge klettert der Holländer die Steigeisen hinunter. Gähnende Leere überall. Die Sache wird immer rätselhafter.

»Wo kommen Sie her?«

»Aus Deutsch-Ostafrika.« Ratloses Staunen verrät, daß dem Hafenmeister die ganze Angelegenheit immer schleierhafter wird.

»Ihre Ladung?«

»Ladung? Die haben wir längst gelöscht. Geschütze, Munition, Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Aus Deutschland nach Deutsch-Ostafrika.«

Jetzt erst ermannt sich der Hafenmeister: »Aha, also wie die »Möwe« ausgebrochen! Ja, aber wie sind Sie denn durch die Blockadelinien an der afrikanischen Küste gekommen, wie über die Ozeane, die von englischen Kriegsschiffen wimmeln? Ihr Wort in allen Ehren, Herr Kapitän, aber das ist unmöglich!«

Nun endlich lüftet Kapitän Sörensen den Schleier. In wenigen Worten erzählt er von seiner Fahrt, von der zweimaligen Beschießung und vom Durchbruch durch die feindlichen Schiffe. Immer größer werden die Augen des Zuhörers, immer fassungsloser das Staunen, das sich auf seinem Gesicht ausdrückt.

»Unmöglich, Herr Hafenmeister? Nein, gehen Sie ruhig an Land und erzählen Sie dort, was Sie hier gesehen und gehört haben, und dann mögen Sie gleich noch eines hinzufügen: das Wort »unmöglich« kennt der deutsche Seemann nicht!«

Meldung der Manila Weekly Times

vom 3. April 1917.

Wir können unseren Lesern heute von einem unerhörten Wagestück deutscher Seeleute berichten. Kapitän Sörensen und die beiden Matrosen Iversen und Toft von dem in Batavia internierten deutschen Dampfer »Marie« beschlossen zu fliehen und zu versuchen, auf dem Wege über die Philippinen die Heimat zu erreichen. Mit den beiden Seeleuten Wells und Willer unternahmen sie es, die 1500 Seemeilen lange Fahrt nach Mindanao in einem nur sieben Meter langen offenen Segelboot anzutreten. Sechzig Tage lang kämpften die tapferen Männer mit Sturm und schwerem Seegang, der ihr gebrechliches Fahrzeug jeden Augenblick zu vernichten drohte, und während der ganzen sechzig Tage stand das Wasser stets knietief in dem Boote. In den beiden letzten Wochen gingen die Lebensmittelvorräte aus, so daß die Deutschen, als sie endlich in Celebes ankamen, dem Hungertode nahe waren. Trotzdem hielt es sie nicht. Nach einigen Wochen Erholung in Celebes wagten sie im gleichen kleinen seeuntüchtigen Boote die Weiterfahrt nach den Philippinen, und das Unglaubliche gelang. Nach unendlichen Mühseligkeiten glückte auch dieses Wagestück, und unversehrt liefen die wackeren Seeleute gestern in Manila ein.

[Illustration: Uebersichtskarte der Fahrt des Dampfers »Marie«]

[Illustration: Deutsch-Ostafrika mit der Sudi-Bucht, dem Landungsplatz des Dampfers »Marie«]

Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin

Deutsche Taten zur See

Kapitänleutnant v. Möllers letzte Fahrt.

Von =K. E. Selow-Serman=. Deutsche Helden zur See! Zu siebent in einem winzigen Segelschiffchen von Java bis Arabien! Eine neunzig Tage währende Fahrt voller Mühen und Gefahren. Dann, auf dem Marsch der bedrohten Heimat entgegen, in der Wüste hingemordet, von Beduinen, die mit englischem Gelde bestochen waren. Eine schmucklose Erzählung, aber ein unvergängliches Denkmal für die Braven, die ihre heilige Vaterlandsliebe mit dem Tode besiegelt haben. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Emden.

Von =Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke=. Selbsterlebtes von den sagenhaften Fahrten des ruhmreichen Schiffes, das monatelang der Schrecken des seegewaltigen England und seiner Verbündeten war. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Ayesha.

Von =Kapitänleutnant Hellmuth v. Mücke=. Packend schildert der Verfasser seine abenteuerliche Fahrt über den Indischen Ozean und den gefahrvollen Zug von Hodeida durch die arabische Wüste. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Emden-Ayesha.

Beide Bücher des =Kapitänleutnants Hellmuth v. Mücke= als Geschenkwerk in einem geschmackvoll gebundenen Bande vereinigt. Preis 3 Mark.

Oberheizer Zenne.

=Der letzte Mann der »Wiesbaden«. Nach Mitteilungen des Oberheizers Zenne von Kapitänleutnant Freiherrn von Spiegel.= Der einzig Ueberlebende des Kleinen Kreuzers »Wiesbaden« berichtet durch die Feder des Verfassers seine Erlebnisse während der Seeschlacht am Skagerrak bis zum Untergang des Schiffes und seine Errettung nach 40stündigem Treiben auf den tosenden Wogen. Eine Heldenerzählung von deutschem Todesmut. – Mit vier Abbildungen. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Kriegstagebuch »U 202.«

=Kommandant: Kapitänleutnant Freiherr von Spiegel.= Wahrheitsgetreue, glänzende Schilderung unserer geheimnisvollen Unterseebootswaffe in ihrer gefahrvollen Tätigkeit vor dem Feinde. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

U-Boote im Eismeer.

Von ***. Vom Kreuzerkrieg unserer U-Boote im hohen Norden mit seinen übermenschlichen Anstrengungen und herrlichen Erfolgen. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

U-Boot gegen U-Boot.

Von =Oberleutnant z. S. Heino von Heimburg.= Temperamentvolle Berichte vom Kriegspfad im Mittelmeer und in den türkischen Gewässern. Das deutsche U-Boot befreit sich aus dem englischen Netz. Das englische U-Boot bleibt hängen. Fang eines französischen U-Boots. Stelldichein mit einem englischen U-Boot. Deutscher Torpedogruß. Kampf mit einem Russen. Die Explosion der »Ziegelsteine«. Silvesterfeier der Ententebrüder an Bord des deutschen U-Boots. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

»V 188«.

=Meine Torpedoboot-Kriegsfahrten.= Der Verfasser, Kapitänleutnant =Callisen=, Kommandant eines Torpedobootes, schildert seine gefährlichen Erlebnisse auf den wechselvollen Fahrten in Nord- und Ostsee. – Mit 16 photographischen Aufnahmen. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Im Torpedoboot gegen England.

=Kriegserlebnisse= von =Fritz Graf=. Durchbruch durch feindliche Kreuzer – Rückkehr von New York – In französischer Gefangenschaft – Flucht und Ankunft in Kiel – Torpedoboot im Vorpostendienst – Beschießung der Ostküste Englands – Eine Fahrt durch Minenfelder – Fliegerangriff auf Cuxhaven – Die Kreuzerschlacht am 24. Januar. – Preis 1 Mark.

Unser Seeheld Weddigen.

Eine lebendige Schilderung der kurzen Heldenlaufbahn des unvergeßlichen Führers von »U 9« und »U 29« nebst Gedichten auf den Seehelden, einem faksimilierten Schreiben von der Hand Otto Weddigens sowie mit mehreren Bildnissen und Abbildungen. Von Dr. =Otto Weddigen=. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Die Aushungerung Englands.

=Eine volkswirtschaftliche Untersuchung=. Von =Dr. Gustav Seibt=, Geh. Regierungsrat. – Die Broschüre stellt auf Grund der englischen Handels-Statistiken die Niederzwingung Englands durch den U-Boot-Krieg in sichere Aussicht. Preis 50 Pfennig.

Der Kampf um den Orient

Breslau-Midilli.

=Ein Jahr unter türkischer Flagge. Selbsterlebtes nach Tagebuchblättern von W. Wath.= Das Buch behandelt die Schicksale unseres Kleinen Kreuzers »Breslau«, der bei Kriegsbeginn in türkischen Besitz überging. – Mit vier Abbildungen. – Preis 1 Mark.

Gallipoli.

=Der Kampf um den Orient.= Von einem hohen Offizier aus dem Stabe des Marschalls Liman von Sanders. Ein vollständiges Bild vom schweren Ringen um die Dardanellen. – Mit einer Karte. – Preis 1 Mark.

Mit den Türken an der Front.

=E. Serman=, der Kriegsberichterstatter des »Berliner Lokal-Anzeigers«, schildert seine abenteuerlichen Erlebnisse auf den türkischen Kriegsschauplätzen. Der ägyptische Feldzug. Im Kaukasus. Um die Dardanellen. – Preis 1 Mark.

Der Siegeszug durch Serbien.

=Von Wilhelm Hegeler.= Die erste zusammenhängende Darstellung des serbischen Feldzuges vom Falle Belgrads bis zur weltgeschichtlichen Zusammenkunft des Deutschen Kaisers mit dem Zaren der Bulgaren. Aus eigenem Erleben. – Preis 1 Mark.

Deutsche Helden der Luft

Immelmann †. Meine Kampfflüge.

Selbsterlebt und selbsterzählt von Oberleutnant =Max Immelmann=. – Das mit 28 Originalaufnahmen und Skizzen versehene Buch enthält die gesammelten Briefe, die unser volkstümlichster Kampfflieger während des Weltkrieges an seine Mutter geschrieben hat. Alles, was Immelmann während seiner Ausbildung und im Felde erlebt hat, seine ersten Flüge, seine abenteuerlichen Fahrten und aufregenden Luftkämpfe, hat er in seltener Klarheit und packender Anschaulichkeit geschildert. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Doppeldecker »C 666«.

=Als Flieger im Westen.= Von =Oberleutnant Heydemarck=. Der Verfasser gibt aus seinem unmittelbaren, täglichen Erleben uns in der Heimat und den feldgrauen Kameraden ein Bild von der aufopfernden Tätigkeit unserer Aufklärungsflieger. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

»Z 181«. Im Zeppelin gegen Bukarest.

=Von dem Ersten Offizier eines »Z«-Luftschiffes.= Einer unserer jungen Zeppelin-Offiziere hat als erster die Erlaubnis erhalten, seine Erlebnisse bei einem erfolgreichen Luftangriff gegen Bukarest zu erzählen. Er gibt keine Phantasieschilderungen, er schreibt als Fachmann mit der Lebendigkeit und Anschaulichkeit eines Schriftstellers. Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Als Kampfflieger am Suezkanal.

=Von Leutnant Hans Henkelburg.= Frische, humorgewürzte Schilderung der Erlebnisse einer Jagdstaffel in Palästina und der Wüste. – Mit 16 Abbildungen. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Aus neutraler Feder

Frontberichte eines Neutralen.

=3 Bände. 1. Polen und Karpathen. 2. Galizien und Bukowina. 3. Ostwärts.= Vom schweizerischen Major Tanner. Das Werk stellt der deutschen und österreichisch-ungarischen Kriegführung ein glänzendes Zeugnis aus, das besonders wertvoll ist, weil es ein Neutraler völlig unparteiisch ablegt. Ueber dreihundertfünfzig prächtige photographische Eigenaufnahmen ergänzen das fesselnde Wort des Verfassers zu einem packenden Ganzen. – Jeder Band einzeln 3 Mark, gebunden 4 Mark.

»Barbaren«.

=Eindrücke eines Schweden in Deutschland und an der Front im Osten.= Von =Arvid Knöppel=. In dem Buche des schwedischen Berichterstatters schreit jede Seite unsern Gegnern, die uns unaufhörlich in Wort und Schrift mit Schmutz bewerfen, entgegen: »Ihr seid Verleumder!« Denn immer wieder offenbart sich dem Landsmann Sven Hedins die dem deutschen Wesen angeborene durch Erziehung vertiefte Menschenliebe. – Aus dem Schwedischen. – Preis 1 Mark.

Deutschlands Führer

Feldmarschall von Hindenburg.

Ein Lebensbild von =Bernhard von Hindenburg=. Aus der berufenen Feder des jüngeren Bruders des Generalfeldmarschalls. =Inhalt=: Einleitung – Vorgeschichte des Namens Beneckendorff – Die Familie in der Mark – Die Familie in Preußen; der Name Hindenburg – Die Heimat; Großeltern und Vater – Die Eltern; Posen, die Geburtsstadt – Das Kind in Pinne – Das Kind in Glogau – Der Kadett in Wahlstatt – Das Heimatgut Neudeck – Der Kadett in Berlin – Kriege – Heimat und Leben – Hannover. Stammtafel I-X. – Mit 44 Bildern. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Feldmarschall von Mackensen.

Ein Lebens- und Charakterbild von =Wilhelm Renner=. =Inhalt=: Das Kindheitsparadies – Auf der hohen Schule – Ideal und Wirklichkeit – Dennoch ein Leibhusar und sogar auf Kriegspfaden – Auf der Universität – In raschem Aufstieg – Der Leibhusaren-Kommandeur – Des Kaisers Flügel-Adjutant – Im Kreise der Familie – Der Kommandierende General – Im Weltkrieg – Schluß. – Mit 32 Bildern. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

General Ludendorff.

Der =Generalstabschef Hindenburgs=. Von Dr. =Otto Krack=. Nach zuverlässigen Quellen bearbeitet. =Inhalt=: Feldmarschall und Generalstabschef – Die Vorfahren – Eltern und Geschwister – Kindheit und Jugend – Die militärische Laufbahn – Der Krieg (Ludendorff als Stratege; Lüttich; Die Lage im Osten; Tannenberg; Der Feldzug in Polen; Die Kämpfe östlich der Weichsel und die Winterschlacht in Masuren; Die Sommeroffensive) – Ehre, wem Ehre gebührt – Das dankbare Vaterland – Schlußwort. – Mit 15 Abbildungen. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Generalfeldmarschall von Bülow.

Von Dr. =Otto Krack=. =Inhalt=: Draußen und Daheim – Ein altes Geschlecht – Die Eltern – Jugenderinnerungen – Das Kriegstagebuch von 1866 – Erlebnisse im Deutsch-Französischen Krieg – Altona und Bromberg – Im Generalstab – Vom Regimentskommandeur bis zum Generalquartiermeister – Der Kommandierende General – Der Weltkrieg (Mobilmachung; Von Lüttich bis Namur; Der Vormarsch auf Paris; =Die Schlacht an der Marne=; Die Stellungskämpfe an der Somme) – Schlußwort. – Mit 31 Bildern und einer Karte. Preis 1 Mark.

Unser Emmich.

Ein Lebensbild. Von =Wilhelm Georg=. =Inhalt=: Vom Kriegsfreiwilligen bis zum General – Lüttich im Sturm genommen – Der Ehrentag des Feldartillerie-Regiments Prinz-Regent Luitpold von Bayern (Magdeburgisches) Nr. 4 – General von Emmich und der Belgierkönig – Im Schützengrabenkrieg in Frankreich – Das Korps Emmich in Galizien und Rußland – Der Dank des Generalfeldmarschalls von Mackensen an den General Emmich – Gedichte. – Mit zehn Bildern, darunter die letzten Aufnahmen des Generals im Felde und kurz vor seinem Ableben. – Preis 1 Mark.

Bücher von den Fronten

Panzer-Automobile gegen die Walachen.

=Von Lt. d. R. Wilhelm Siemer.= Zum erstenmal hören wir von den Leistungen unserer neuen Aufklärungs- und Kampfwaffe, von der hohen Bedeutung ihrer Aufgabe. – Preis 1 Mark.

Mit der Armee v. Falkenhayn gegen die Rumänen.

Von =Karl Rosner=. Die heißen Kämpfe um Siebenbürgen, die schneidige Bezwingung der Grenzpässe, das unaufhaltsame Vorwärtsdrängen unserer herrlichen Truppen in der Walachei bis zum Sereth – ein Vorwurf, geschaffen für Rosners Erzählerkunst. – Preis 1 M.

Vor dem Drahtverhau.

=Bilder aus dem Grabenkriege im Westen.= Von =Karl Rosner=. Der Meistererzähler gibt die überwältigenden Eindrücke wieder, die er an unserer Westfront gewonnen hat. Voll strenger Wahrheitsliebe und dichterisch tief empfunden. In die wildbewegten Kampfszenen hat er Stimmungsbilder von wunderbarem Reiz eingefügt. – Preis 1 Mark.

Der graue Ritter.

=Bilder vom Kriege in Frankreich und Flandern.= Von =Karl Rosner=. Als Kriegsberichterstatter führt uns Rosner an die Aisne und vor Ypern; er schildert die große Herbstschlacht in der Champagne, das Leben unserer tapferen Feldgrauen in Unterständen und Erdhöhlen, in Etappen und Quartieren; er gibt uns Kunde von dem unbeugsamen Siegeswillen unserer grauen Ritter. – Preis 1 Mark.

Sachsen im Felde (Ostfront).

Von =Georg Freiherrn v. Ompteda=, Rittmeister. Der bekannte Romanschriftsteller stellt seine Landsleute in allen Kriegslagen dar. Die Skizzen erwecken unsere Freude an dem Lebenshumor der sächsischen Truppen und an der Erzählerkunst des Dichter-Rittmeisters. – Preis 1 Mark.

Bei unseren Blaujacken und Feldgrauen.

Flandrische Erlebnisse. Von =Wilhelm Hegeler=. Die Erfahrungen, die der Verfasser als Pfleger unserer verwundeten Blaujacken und Feldgrauen gesammelt hat. Ergreifende und erhebende Szenen, von sonnigem Humor bestrahlte Bilder deutschen Heldenmutes. – Preis 1 Mark.

Kameraden vom Isonzo.

Von =Otto König=. Der Autor erzählt in schlichter, fesselnder Art vom eisernen Feststehen der österreichischen Front gegen den treubrüchigen Bundesgenossen, von den trefflichen Führern und Truppen, der herzlichen Kameradschaft und dem stillen Heldentum unserer Treuverbündeten. – Preis 1 Mark.

Als Adjutant durch Frankreich und Belgien.

Der bekannte Schriftsteller =Otto von Gottberg= erzählt als Mitkämpfer in packender Darstellung seine Erlebnisse und Abenteuer in Feindesland. – Preis 1 Mark.

Kriegs-Abenteuer

Rund um die Erde zur Front.

=Dem Flüchtling nacherzählt von Otto Anthes.= Die fesselnde Geschichte eines Deutschen, dem es nach zwei mißlungenen Fluchtversuchen endlich glückte, unter schrecklichen Gefahren und Entbehrungen aus russischer Gefangenschaft durch Sibirien in die Mongolei nach Peking, und von da über Japan, Amerika, England und Norwegen in die Heimat zu entkommen. – Mit acht Bildern. – Preis 2 Mark. Gebunden 3 Mark.

Dem Reiche der Knute entflohen.

Dem Flüchtling nacherzählt von =Alexander Geymann=. Voll frischer Anschaulichkeit, mit keckem Humor berichtet der junge deutsche Kaufmann über seine waghalsige Flucht aus dem Gefangenenlager Wijatka, seine mühselige Wanderung nach Archangelsk und seine Fahrt als blinder Passagier eines norwegischen Dampfers in die Freiheit. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Aus der Hölle empor.

Erlebnisse eines aus russischer Kriegsgefangenschaft Ausgetauschten.

Von =Hans Zuchhold=. Ein in seiner Schlichtheit ergreifender Bericht über die unsäglichen Leiden, denen unsere verwundeten Kriegsgefangenen in Rußland preisgegeben sind. – Preis 1 Mark.

Seine Hoheit – der Kohlentrimmer.

Die Kriegsheimfahrt des Herzogs Heinrich Borwin zu Mecklenburg. Von =Johann zur Plassow=. Der Herzog wird in Amerika vom Ausbruch des Krieges überrascht. Die Engländer erschweren ihm die Rückkehr durch Aussetzen eines Fanggeldes von zweitausend Pfund. Mit stählerner Willenskraft kämpft sich der Herzog durch alle Schwierigkeiten und Gefahren hindurch und gelangt von New York aus als Kohlentrimmer über Kirkwall und Kristiania glücklich in die Heimat. – Mit vier Aufnahmen. – Preis 1 Mark. – Vorzugs-Ausgabe: geheftet 3 Mark, gebunden 4 Mark.

Kriegsgefangen

– =über England entflohen=! Von Lt. d. R. =Robert Neubau=. Der Verfasser, der in französische Gefangenschaft geraten war, erzählt seine Schicksale in Feindesland und die ihm mit geradezu indianerhafter List gelungene Flucht. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

Fremdenlegionär Kirsch.

=Von Kamerun in den deutschen Schützengraben.= Von =Hans Paasche=. Der farbenreichen Erzählung der abenteuerlichen Erlebnisse des tapferen jungen Deutschen in Afrika und Frankreich sind authentische Photographien und Dokumente beigegeben. Ein fesselndes Buch, wert, dem heranwachsenden Geschlecht statt der Robinsonade in die Hand gegeben zu werden. – Preis 1 Mark. Gebunden 2 Mark.

In Friedens- und Kriegszeiten in Kamerun.

Von =Grete Kühnhold=, Schwester des deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien. Die Schwester hat den ganzen Krieg in Kamerun miterlebt. Sie gibt einen anschaulichen Bericht über Leben und Leiden der Deutschen, über die Stimmung der Eingeborenen und den Verlauf der kriegerischen Ereignisse. Die Schrift ist ein wertvolles Zeit- und Kulturdokument. – Preis 50 Pfg.

Bücher aus großer Zeit

500 Jahre Hohenzollern.

=Ein Gedenkbuch zur Regierungsfeier unseres Kaiserhauses.= Prachtwerk, verfaßt vom Geheimen Archivrat Dr. =Georg Schuster=, Königlichem Hausarchivar. Kurzgefaßte, in großen Zügen erschöpfende Darstellung des Lebens und Wirkens der Hohenzollernfürsten. Quartformat. Mit 121 Abbildungen. Einband von Professor =E. Doepler d. J.= – Preis 3 Mark. Die Prachtausgabe 6 Mark. – Zum Besten unserer Verwundeten überweist der Verlag von jedem verkauften Buch dem Roten Kreuz 60 Pfennig bzw. 1 Mark 20 Pfennig.

Kaiser Wilhelm II. und die Marine.

Prachtwerk, herausgegeben und glänzend illustriert von Professor =W. Stöwer=, mit fesselndem Text von Admiralitätsrat =G. Wislicenus=. Historischer Ueberblick über das Entstehen unserer stolzen Flotte, des ureigenen Werkes unseres Kaisers. Mit 10 farbigen Vollbildern und 120 Textzeichnungen. – In Leinen gebunden 5 Mark. Vorzugs-Ausgabe 10 Mark.

Singendes Schwert.

Lieder aus großer Zeit von =Joseph v. Lauff=. Sammlung der Kriegslieder des vaterländischen Dichters, der in glühender Begeisterung unsere Helden feiert. – In künstlerischem Einband 1 Mark 25 Pf.

Singendes Schwert.

Neue Lieder aus großer Zeit von =Joseph v. Lauff=. Zweiter Teil. – In künstlerischem Einband 1 Mark 50 Pfennig.

Landsturm.

Kriegsgesänge von =Hans Breunert=. Ein köstliches Sammelbuch frischer, volkstümlicher Gedichte und Soldatenlieder, teilweise mit Melodie und Begleitung. – Preis 1 Mark.

Kriegsalbum der »Woche«

Enthält aus der Fülle der photographischen Berichterstattung mehrere hundert Bilder der heldenhaften Kämpfe unserer verbündeten Armeen und die amtlichen Meldungen der Heeresleitungen.

=Erster Band= (22. Sonderheft der »Woche«): umfaßt die Zeit vom Beginn des Krieges bis Ende November 1914. – In künstlerischem Einband 3 Mark.

=Zweiter Band= (23. Sonderheft der »Woche«): umfaßt die Zeit von Anfang Dezember 1914 bis Ende April 1915. – In künstlerischem Einband 3 Mark.

=Dritter Band= (24. Sonderheft der »Woche«): umfaßt die Zeit von Anfang Mai bis Ende Oktober 1915. – In künstlerischem Einband 3 Mark.

=Vierter Band= (25. Sonderheft der »Woche«): umfaßt die Zeit von Anfang November 1915 bis Ende April 1916. – In künstlerischem Einband 3 Mark.

=Fünfter Band= (26. Sonderheft der »Woche«): umfaßt die Zeit von Anfang Mai 1916 bis Ende Januar 1917. – In künstlerischem Einband 4 Mark.

Romane

Die Opferschale.

Roman von =Ida Boy-Ed=. Ein überzeugendes Zeitbild aus der rauhen Gegenwart, das uns die vom Weltkriege geleiteten Schicksale eines sympathischen Familien- und Freundeskreises meisterlich vor Augen führt. Die großzügige Dichtung setzt der Opferbereitschaft der deutschen Frau ein bleibendes Denkmal. – Preis 4 Mark. Gebunden 5 Mark.

König und Kärrner.

Roman von =Rudolph Stratz=. Ein Preislied auf den sonnigen Humor der fröhlichen Pfalz und die quellende Riesenkraft der deutschen Friedensarbeit. – Preis 4 Mark. Gebunden 5 Mark.

Der große Rachen.

Roman von =Olga Wohlbrück=. Ein moderner Roman, der mit packender Anschaulichkeit, bezwingender Darstellungskraft und fesselndem Humor die Spielwut schildert, die Lust und Leidenschaft zum Totalisator, die Existenzen verschlingt, Familien zugrunde richtet. – Preis 4 Mark. Gebunden 5 Mark.

Die werdende Macht.

Roman von =Otto von Gottberg=. Die Geschichte der Liebe und jungen Ehe eines Seeoffiziers. Aus der lebendigen Wirklichkeit vor Ausbruch des Krieges. Wir lernen alle Typen unserer Kriegsschiffe kennen, den schweren Dienst an Bord, die Stählung zu den kommenden Heldentaten. – Preis 3 Mark. Gebunden 4 Mark.

Die das Leben zwingen.