Part 5
Der Chor brachte das Gottfried Breuer’sche Requiem zur Aufführung. Das Todtenamt wurde vom Fürst-Erzbischof celebrirt; den Rundgang am Schlusse vollführte der Weihbischof. Um 10 Uhr war das Requiem zu Ende; das gesammte Domcapitel geleitete den Kronprinzen und die Erzherzoge zum Ausgang.
Die grosse, schweigsame Menschenmenge verliess hierauf die Kirche in derselben musterhaften Ordnung, in welcher sie gekommen war. Die tiefe Stille wurde plötzlich durch lautes Gekreische einer Frauenstimme unterbrochen, welches schrill und verletzend vom Thore her durch die Kirche drang und grosse Aufregung hervorrief. Man wusste anfänglich nicht, ob es ein Singen oder ein lautes Wehklagen oder ein gellendes Lachen war. Vor dem Thore erfuhr ich, dass zwei leidtragende Frauen ihren wilden Schmerz auf solche Art geäussert hatten, dass dieselben mit sanfter Gewalt aus der Kirche entfernt, gelabt und mittelst Wagen fortgebracht wurden. Einige erzählten die schreckliche Version, eine dieser Frauen sei in ein Gelächter ausgebrochen, welches den Eindruck beginnenden Wahnsinns machte.
Die Trauerfeier auf dem Central-Friedhofe.
Die grossartige Trauerfeier, welche die Stadt Wien den Opfern des unseligen Brandes veranstaltete, hat Tausende dem weiten Leichenfelde zugeführt, auf dem Wien seine Todten der Erde übergibt. Von allen Eingängen her strömte die Menge dem Raume bei den Arcaden zu, welcher schon zeitig Morgens durch Sicherheitswache und Militär abgesperrt wurde. Der für die Feier bestimmte Raum war vor den Arcaden gewählt worden. Die 93 Särge, welche im Halbkreise längs der Arcadenbogen, und zwar mit den Hauptenden erhaben auf einem mit schwarzem Tuche bedeckten Podium aufgestellt waren, hatte man mit Kränzen bedeckt.
In der Mitte des Platzes hatte man ein prachtvolles Castrum doloris errichtet, an welchem mit Sorgfalt alle Symbole der einzelnen Confessionen vermieden wurden. Ein Zelt aus schwarzem Tuche mit Silberverzierung erhob sich über dem reich mit Blumen und Kränzen geschmückten Castrum doloris, im Hintergrunde flatterte eine riesige Trauerfahne. Neben dem Katafalk brannten auf langen Reihen von silbernen Candelabern unzählige Lichter. Vor dem Castrum doloris hat man ein mit schwarzem Tuche bedecktes Podium errichtet, von welchem die Redner sprechen sollen.
[Illustration: Die Trauerfeier auf dem Central-Friedhofe.]
Eine gleichfalls mit schwarzem Tuche überdeckte riesige Tribüne nimmt die Kränze auf, welche von allen Seiten einlaufen. Allen voran liegt ein colossaler, prachtvoller Kranz aus Theerosen, Veilchen, Camelien, Hyazinthen und Tulpen. Die Schleife trägt die Inschrift: «Erzherzog ~Karl Ludwig~ und Erzherzogin ~Maria Theresia~». Ihn umgibt eine schwere Last von Kränzen; die Schleifen tragen folgende Inschriften:
«Erzherzog Karl Ludwig und Erzherzogin Maria Theresia»; «Das Haus der Abgeordneten»; «Den unglücklichen Opfern — das Ringtheater»; «Den Verunglückten — der Schubertbund»; «Der Kaufmännische Verein seinem treuen Mitgliede»; «Das Infanterie-Regiment Baron Kuhn Nr. 17, gewidmet von den Feldwebeln»; «Ihren Commilitonen — die «Deutsche Lesehalle» an der technischen Hochschule»; «Das Burgtheater den unglücklichen Opfern des Ringtheaters»; Kränze von den Angehörigen auf den einzelnen Särgen in unmittelbarer Entfernung vom Katafalk; ein Kranz mit schwarz-roth-goldenen Schleifen: «Der Deutsch-österreichische Leseverein den verunglückten Commilitonen»; «Der Touristen-Club».
An den Särgen und um den Katafalk sammelte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge an. Herzzerreissend war der Jammer der Hinterbliebenen an den Särgen. Die Feder ist ausser Stande, all die entsetzlichen und jammervollen Scenen zu beschreiben, deren Schauplatz der Raum vor den Arcaden war. Ein Vater, dessen einer Sohn in den Sarg gebettet war, während der andere noch in dem grossen Feuergrabe auf dem Schottenringe ruhte, sank halbohnmächtig auf dem Sarge nieder, der die Leiche barg. Sein Jammer war herzzerreissend, und Tausende weinten und schluchzten mit ihm. Kinder weinten am Sarge der Eltern, Väter und Mütter am Sarge der Kinder, Brüder und Schwestern, Freunde und Bekannte sanken vor den Särgen auf die Knie. Die schrecklichste Scene ereignete sich während der Einsegnung der Leichen durch den griechischen Priester. Eine Frau fand den Sarg eines theuren Todten. Sie begann zu weinen und zu jammern. Ihr Schmerz äusserte sich aber bald in lauten Ausrufen, unter denen nur der Ruf: «Feuer!» verständlich war. Sie begann zu kreischen, zu rasen — sie war wahnsinnig geworden! Sechs Männer waren kaum im Stande, die Unglückliche wegzutragen, welche sofort den Aerzten übergeben wurde.
Es hiesse in dem ungeheuren Schmerze wühlen, der die Stadt Wien zu einem grossen Trauerhause macht, wollte ich all’ den herzzerreissenden Jammer, all’ die Aeusserungen des masslosesten Schmerzes schildern, deren Zeuge ich war.
Gegen 11 Uhr intonirte die hinter dem Katafalk aufgestellte Militär-Capelle den Beethoven’schen Trauermarsch. Düster und feierlich zogen die Klänge durch die Hallen der Arcaden und hallten schaurig an den Wänden der im Hintergrunde gelegenen Friedhofsgebäude wieder.
Der Zug der Priester erschien und nahm seinen Platz vor dem Katafalk ein, wo sich die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, die Generalität, die Spitzen der Behörden und Corporationen, sowie der Bürgermeister mit dem Gemeinderathe der Stadt Wien versammelt hatten.
Der Todten-Choral, unter dessen Klängen die Priester der katholischen, griechischen, protestantischen und israelitischen Kirchengemeinde nahten, wurde von den Mitgliedern des Opernhauses gesungen. Auch die Sänger fanden kaum die Kraft, ihre Stimme zu erheben, und viele derselben weinten laut.
Vor dem Castrum doloris begann Propst Marschall die Einsegnung nach katholischem Ritus. Nach den ersten Gebeten und Absingung der Busspsalmen schritt der Propst im bischöflichen Ornate die lange Reihe der Särge ab, um die Einsegnung vorzunehmen. Er wurde von dem Obmanne der Friedhofs-Commission, Gemeinderath Nikola, welchem eine schwarze Trauerfahne vorgetragen wurde, geleitet.
Das «Dies irae, dies illa», welches der Chor anstimmte, hat wohl niemals eine grossartigere Wirkung auf die Gemüther hervorgebracht, als an diesem Tage, und wie ein Schauer lief es durch die schluchzende Menge, als in einem der folgenden kirchlichen Gesänge die Worte des Propheten erschallten: «Judicavit saeculum per ignem».
Nach dem Propst Marschall trat der griechische Priester an den Katafalk, um nach seinem Ritus die Einsegnung vorzunehmen.
Hierauf trat der evangelische Pfarrer Formey an den Katafalk und sprach:
«Vor wenigen Tagen noch die wandelnden Bilder frischen, frohen Lebens, des fröhlichen Lebensmuthes, und nun verbrannter, verkohlter, zertretener Staub, eine formlose, verwesende Masse; nun der Boden eingebrochen unter ihren Füssen, der so fest und unzerbrechlich hielt, und nun das Grab bereitet, das grosse, düstere Schlafgemach zum grossen ewigen Schlafe, aus dem die Stimme der irdischen Liebe nimmer wiederhallt. «Ach wie so gar nichts sind alle Menschen», sagt der Psalmist. «Aber der feste Grund Gottes besteht», ruft der Apostel Paulus seinem Jünger Timotheus zu, und hat dieses Siegel: «Der Herr kennt die Seinen, Amen.» Der feste Grund Gottes, das ist das ewige Ufer, das ist das Vaterland und der Heimatsstrand, wohin die Feuerwogen des Todes und der Vernichtung nicht mehr reichen, wo kein Leid mehr ist, und kein solches herzzerreissendes Geschrei, sondern wo Friede die Fülle ist. Der feste Grund Gottes, das ist das unverbrennbare Haus da oben, das Vaterhaus, darin die vielen Wohnungen sind für jede nach Gottes Bild geschaffene Menschenseele. Das ewige Vaterherz, das sich auch diesen ernsten Opfern gegenüber so herrlich rechtfertigt, wird seinen soeben und so schrecklich heimgerufenen Kindern dort oben seine Worte erklären: «Ich habe dich doch je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen, darum habe ich dich wie einen Brand aus dem Feuer gerissen, aus lauter Liebe». Ja der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel, wenn er es auch gleichsam mit dem eisernen, glühenden Scepter seiner Allmacht beigedrückt hat, das Siegel: «Der Herr kennt die Seinen!» Er kennt unsere Gedanken von ferne; er kennt eines jeden Herzens Ein- und Ausgang; er kennt und weiss auch am Besten, wie und wann es seinen Kindern gut ist, aus dieser Zeitlichkeit zu scheiden. Ja der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: «Der Herr kennt die Seinen!» Er kennt auch, was wir nicht mehr zu erkennen vermögen; er kennt jedes Einzelnen entstelltes Theil, das wir nun übergeben wollen dem Schosse des Grabes, Staub zu Staub, Erde zu Erde, Asche zu Asche! Er kennt es und wird es behüten durch seine heiligen Engel bis zum Tage der Auferstehung in der Herrlichkeit! Und so wollen wir uns beugen unter seiner allmächtigen Hand! Er hat uns zerrissen die theuersten Bande, er hat uns geschlagen Wunden an Wunden, die lebenslang noch bluten werden, er wird uns auch wieder verbinden, er wird uns auch wieder heilen. Wir wollen uns ergeben und beruhigen in seinen unerforschlichen, aber guten und weisen Willen. Möge er sie Alle, die wir mit kühler Erde zudecken müssen, grüssen und gnädig aufnehmen. Unsere Thränen sind getrocknet, weinet nicht, Ihr Lieben, wir sind im Frieden. Amen!
So lasst uns denn beten: Herr unser Gott! Du Herr über Leben und Tod, du in Christo, unser allbarmherziger Vater! Du hast über deine Kinder entschieden. Wir übergeben ihr unsterbliches wie ihr sterbliches Theil nun in deine treue Hand, wir geben sie dir, du wirst es wohl machen. Herr, segne sie und behüte sie! Herr lasse nun dein Angesicht leuchten über ihnen und sei ihnen gnädig! Herr, erhebe dein Angesicht auf sie und schenke ihnen nun den ewigen Frieden!»
Sodann trat Pfarrer Kanka hervor, um einige Worte zu sprechen.
Es sprachen noch der protestantische Prediger Schack und Dr. Witz; sodann wurden Trauerchöre vorgetragen und hielten der israelitische Seelsorger Dr. Jellinek und Dr. Güdemann Reden. Die Rede des Predigers Jellinek lautet:
«Kein Feuer, und loderte es noch so gewaltig, vermag die Nacht aufzuhellen, welche diese Särge einhüllt. Wie hiess der Todte, dessen Asche oder Leichnam jeder einzelne Sarg in sich birgt? Wir wissen es nicht! Welcher Familie ist er entsprossen? Wir kennen sie nicht! In welcher Confession ward er geboren? Niemand antwortet uns darauf. Und doch, welche innige Theilnahme und welche tiefe Trauer verbreiten diese namenlosen Särge, nicht blos in unserer Residenz, sondern überall, wohin die Botschaft gedrungen ist, dass eine Stätte der Lust und Freude in einen rauchenden Altar sich verwandelte, auf welchem Hunderte von Menschen den Tod gefunden haben, den gemeinsamen Tod, einen grauenhaften Tod. Niemand fragt nach ihrem Namen und Rang, nach ihrer Herkunft und Religion; es waren Gatten, Gattinnen, Väter, Mütter, Söhne, Töchter, Jünglinge, Jungfrauen, denen Licht, Luft und Leben plötzlich qual- und angstvoll genommen wurden. Und dieser gemeinsame Tod ist es, der diesen Brandopfern ein gemeinsames Grab bereitet. Das Leben trennte sie von einander, der Tod vereinigte sie, und verbunden im Tode soll die Erde zum ewigen Frieden sie aufnehmen. O, möge nicht vergebens ein gemeinsamer Tod sie ereilt, ein gemeinsames Grab sie aufgenommen haben! Möge derselbe Allen, welche von ihm Kunde erhielten, eine ernste Mahnung sein, pünktlich, streng und gewissenhaft das zu thun, was übernommene Pflichten und gewählter Beruf ihnen auferlegen; denn jede, auch die geringste Pflicht in der untergeordnetsten Lebensstellung ist heilig, jede auch die geringste Vernachlässigung derselben kann Verheerung und Vernichtung anrichten; möge aus dem thränenfeuchten Staube, den diese Särge in sich bergen, und aus der gemeinsamen Erde, in welcher sie ruhen werden, der Baum des religiösen Friedens und der confessionellen Eintracht nicht blos im Tode, sondern auch im bewegten Leben emporspriessen; möge unserer Stadt, wie sie musterhaft durch ihre Wohlthätigkeit ohne Unterschied der Confession ist, auch allen Städten und Staaten vom heutigen Tage an voranleuchten durch edle Brüderlichkeit, welcher keine Sprache fremd ist, keine Confession fernsteht; dann wird der Feuerschein in der Nacht des 8. December nicht blos zerstört und getödtet, sondern auch in einer Zeit der Racenkämpfe und der confessionellen Zwietracht Frieden gestiftet und den Brudersinn belebt haben.
Friede den Nahen, Friede den Fernen, spricht Gott, ich heile den Schmerz, lindere die Trauer, tröste die Betrübten, richte auf die Gebeugten.»
Nach Dr. Jellinek trat Bürgermeister Dr. v. Newald vor, um folgende Worte zu sprechen:
«Von tiefem Schmerze durchdrungen, vom Gram gebeugt, erfüllen wir in diesem feierlichen Augenblicke eine heilige Liebespflicht und vertrauen die irdischen Ueberreste der Opfer eines entsetzlichen Unglücks der Erde an. So wie sie gleichzeitig und gemeinsam von dem schrecklichen Tode ereilt wurden, so werden sie gemeinsam in Ein Grab zur ewigen Ruhe, zum ewigen Schlafe gebettet. An dem gemeinsamen Grabe werden Kinder ihre verlorenen Eltern, Eltern ihre Kinder, der Gatte den Gatten beweinen, und jede Thräne, die dort fliesst, jede Liebesgabe, welche der Einzelne dem Einzelnen weiht, sie werden Allen gemeinsam, die darin im Todesschlafe ruhen. An diesem Grabe trauert die Bevölkerung Wiens, trauert Oesterreich, trauert die ganze Welt. So mächtig und allgewaltig sich der Schmerz erweist, so unvergänglich wird die Trauer sein. Nimmer werden Die vergessen werden, welche dort ruhen; sorgsam soll ihr Grab gepflegt und an jedem wiederkehrenden Todestage geschmückt werden. Ein Denkmal soll sich über ihnen erheben zum Troste für die Hinterbliebenen, zur mahnenden Erinnerung für ewige Zeiten. Amen.»
Nach den Trauerreden, welche einen tiefen Eindruck machten, folgte die Uebertragung der Särge in die Gruft, und zwar versenkte man zunächst drei derselben, auf welche der Bürgermeister Schollen Erde warf, womit er symbolisch sämmtlichen Opfern die letzte Ehre erwies. Andere Trauergäste folgten diesem Beispiele, und damit war die imposante Trauerfeier zu Ende; erschüttert verliessen die Theilnehmer das öde Feld des Todes.
Streuen auch wir Blumen auf das Grab der December-Gefallenen, errichten wir ihnen in unserem Herzen ein dauerndes Monument. Es war so viel Jugend, so viel Lebenshoffnung darunter. Gewiss, mancher von den Todten wäre, hätte das Geschick ihm längeres Leben vergönnt, vielleicht auf Irrwege gerathen, hätte die Hoffnung der Seinen getäuscht. Aber weitaus die Meisten wären gewiss brav und wacker geblieben, wie sie es waren, wären gute Bürger, tapfere Soldaten, ehrliche Kaufleute, wackere Handwerker, brave Gattinnen und Mütter geworden, sie hätten sich sicherlich bewährt, jeder in seinem Stande und auf seinem Platze. Aber das Schicksal hat es anders gewollt. Die Parze hat einen Bündel Lebensfäden auf einmal durchschnitten. Wien war an diesem Tage eine einzige Familie, die Stadt ein einziges grosses Trauerhaus, aus dem man an einem Tage 673 Todte trug!
Der Wohlthätigkeitssinn Wien’s manifestirte sich wieder auf das Glänzendste. Die grossen Blätter unserer Stadt eröffneten Sammlungen, und Wien, Oesterreich, ja Europa hörten und befolgten ihren Ruf. Bedeutende Summen wurden von Hoch und Nieder, von Arm und Reich gespendet, und nur eine Spende sei hier erwähnt, nämlich die eines schlichten Bürgers, der 135.000 fl. allein für die Hinterbliebenen der Opfer des Ring-Theaterbrandes spendete. Ehre, Dank und Anerkennung allen Spendern! Doch Oesterreichs Bürger hätten nicht für Hinterlassene von plötzlich dahingeschiedenen Familienvätern zu sammeln gebraucht, wenn die Segnungen der Lebensversicherung bereits in Fleisch und Blut des Volkes übergegangen wären. Möge das grässliche Drama vom Schottenringe nicht ohne Nutzanwendung für die Bevölkerung sein. Die moralischen Folgen der Ringtheater-Katastrophe brauche ich wohl nicht nochmals an’s Licht zu stellen, sie sind leicht erklärlich, wenn man die Bilder der Trauer und des Schmerzes an seinem geistigen Auge vorüberziehen lässt. Die Schattenseiten der Civilisation hatten sich mit einem Male den Blicken geoffenbart, die Wahrnehmung drängte sich dem Bewusstsein auf, dass das Gefühl unserer Sicherheit nur ein trügerischer Traum sei, dass unser Glück, unsere Arbeit, unser Besitz und unser Leben fortwährend von den schrecklichsten Gefahren umlagert sind, und wir gleich Strohhalmen vom Winde erfasst, hinweggefegt werden können. Streuen wir Blumen auf das Grab Derjenigen, die für unser zukünftiges Wohl ihr Leben einbüssten.
~F. Brandt.~
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