Part 10
Wir schritten nun gemächlich herab und durch den Laubwald nach einem breiten Gange, der uns zu der Kaiserlichen Menagerie führte. In der Mitte derselben befindet sich ein auf Stufen ruhender, achteckiger Pavillon, der die Arras und Papagaien enthält, die in den gewohnten Beschäftigungen auf ihren Ständern saßen und der zahlreich an den Fenstern stehenden Zuschauer wenig achteten.
Das Vogelhaus wird nun in dem weiten Kreise von einzelnen ummauerten Höfen umgeben, die durchweg von stattlichen Bäumen beschattet und mit hohen eisernen Gittern nach der Vorderseite geschlossen sind. Wir traten in den ersten dieser Höfe. Hier stand im Hintergrund ein sehr geräumiger Käfig mit mehreren Abtheilungen oder Scheidewänden. Wir sahen hier zum ersten Mal einen lebendigen Dachs, einen seltsamen Burschen, der sich von anderen Thieren dadurch unterscheidet, daß der Bauch und die Untertheile dunkle, der Rücken lichte Farben trägt. Er ist ganz besonders rastlos und ämsig in seinen Bewegungen und hält seine Glieder sehr sorgfältig zusammen, etwa wie Menschen, die den Kopf in die Schultern ziehen und, die Hände dicht auf der Brust zusammenreibend, mit kleinen raschen Schritten von einem Ort zum andern rennen. Neben dem Dachse wohnten drei Wölfe aus Ungarn in bester Eintracht. Auch sie waren rastlos, hatten aber freie und ungeschlachte Bewegungen. Die schlechte Taille, die langen Köpfe mit den langgespaltenen krokodilartigen Rachen, die schiefgestellten Augen gaben den Thieren etwas Unheimliches, wie sie denn auch nie ganz zahm werden. Neben ihnen hausten in seltsamen Treiben mehrere ägyptische Füchse, die in der Färbung dunkler sind als die unsrigen.
Der Käfig eines anderen Hofes enthielt mehrere Prachtexemplare von Hyänen, die mit ihren schwarzen, stumpfen Nasen und den wie Pechkohle glänzenden kleinen schwarzen Augen, den hohen Schultern und dem stark abfallenden, in einem armseligen Wedel endenden Hintertheile jene afrikanischen Formen darstellten, welche auch das eingeborne Pferd von Dongola trägt. Es ist etwas in der afrikanischen Fauna, was, im Gegensatz zu der Indiens und des Kaukasus, gemein genannt werden muß. Nilpferd, Nashorn, Gnu, selbst Zebra und Giraffe haben unangenehme Formen.
Wir traten nun in den Hof, der das Affenhaus enthält, in welchem einige zwanzig Meerkatzen von Olivenfarbe ihr tolles Wesen treiben und sich daher auch stets einer zahlreichen Zuschauerschaft erfreuen.
Die Einrichtung des aus Eisendraht geflochtenen Thurmes ist überaus zweckmäßig. In der Mitte erhebt sich ein astreicher Baumstamm, der von anderen umgeben ist, die, durch Hölzer verbunden, hier oben eine Galerie bilden, die den munteren Thieren sehr willkommen ist. Von da hängen an Stricken große Reifen herab. Wir bewunderten die außerordentliche Gewandtheit, mit denen die Thiere an den Baumstämmen hinan rannten, dann oben auf dem Holzkranze, der kaum 3 Zoll breit, hinliefen, sich kopfüber herabstürzten und an einem Strick oder einem Reifen ganz sicher festhingen.
Es war nun das, was wir hier sahen, eitel Affenwerk, aber man konnte nicht loskommen, denn wie in wohlgerathenen Arabesken und in der musikalischen Fuga entwickelte sich immer eine tolle Scene aus der anderen. Bald saß die eine Partei unten an dem Stamme um einen alten großen Affen von gebrechlichem Ansehen und schien aus seinen ernsthaften Mienen weise Lehren zu saugen. Bald rannte oben in den Aesten ein Paar sich haschend umher. Bald schien ein panischer Schrecken den ganzen Haufen zu packen, so daß Alles, wild durcheinanderstürzend, das _bellum omnium contra omnes_ plastisch darstellte. Ging es in den oberen Regionen zu toll her, so legte der alte Affe seinen Kopf auf den Rücken und sah blinzend mit den Augen nach oben. Er hockte stets, nun aber bewegte er sich auf den Händen, die an den Leib gezogenen Beine nachziehend, vorwärts und kletterte bedachtsam hinauf zum Kriegsschauplatz; er schien indessen keinen nachhaltigen Respect zu haben. Das Affenhaus aber mit seiner rastlosen, fieberhaften Thätigkeit erinnerte unwillkürlich an die christlichen Westeuropäer in den verhängnißvollen Jahren 1848 und 1849, wo auch trotz aller unablässigen Thätigkeit nichts zu Stande kam und fertig wurde.
Wir gingen weiter und traten in den Hof, wo Löwin, Löwe, Panther und Leopard in einem ansehnlichen Käfig gesondert neben einander wohnten. Es waren prächtige, trefflich gehaltene Thiere. Ein älterer Herr trat an die Löwin, sie näherte sich den Stäben des Käfigs und preßte sich an dieselben. Der Herr kraute ihren Hals. Dann begab er sich zum Löwen, der sich noch zutraulicher zeigte und gar auf den Rücken legte, damit die Hand des Freundes weniger Mühe habe. Wir wissen, daß jedes Thier eine Stelle an seinem Körper hat, die es gern den Liebkosungen der Menschen darbietet, die aber dem Thiere selbst nicht erreichbar ist. Es ist dieses unfehlbar eines der Mittel, durch welche die Vorsehung die Thiere an den Menschen gebunden hat. Eine solche Stelle findet sich auch in dem Gemüthe eines jeden Menschen.
In dem Hofe des Löwen fanden sich auch in ganz wohlverwahrten Eisenkäfigen ein Eisbär und ein Landbärenpaar. Innerhalb beider Käfige befand sich ein Wasserbecken und eine tüchtige Hütte. Der Eisbär, ein colossales Geschöpf, blieb ganz gemächlich am Boden liegen und hatte seine spitze Schnauze zwischen den Vordertatzen. Desto munterer waren die Landbären, namentlich das Männlein. Der Bär, durch seine Größe und dunkle Färbung vor der kleineren und helleren Gattin ausgezeichnet, ging von Zeit zu Zeit in das Wasserbecken, um die, trotz des Verbotes, von den Zuschauerinnen hingeworfenen Semmelstücken herauszufischen. Dann trat er an’s Land und sah nach, ob neue Bissen im Wasser angekommen. War dies nicht der Fall, so stellte er sich auf die Hinterbeine und hielt die Vordertatzen wie ein Betender zusammen, mit bedeutsam begehrlicher Miene im Kreise umherschauend. Wollte nun gar Niemand ihn berücksichtigen, so trat er abermals ins Wasser und streckte den einen Arm durch die Stäbe heraus.
Mehrere Höfe, in denen die Giraffen, der Elephant, das Gnu, die Antilopen, die Strauße und der Kasuar, waren verschlossen, da man diese Thiere, des rauhen, feuchten Wetters wegen, in den inneren Räumen behalten mußte.
Jetzt kam die Fütterungsstunde. Wir kehrten zu den Affen zurück. Als der Wärter unter sie trat und die Speise an den Boden setzte, entwickelte sich ein reges Leben. Jeder faßte mit dem Maul und den Händen, was er erwischen konnte, und zog sich zurück. Als der eine sein Souper beendigt, setzte er sich an das Gitter und langte mit seinen Aermchen nach den Grashalmen, die hier dem Boden entsproßen waren, um sich ein Dessert zu verschaffen.
Die Zeit war sehr vorgerückt, und wir trennten uns von diesem interessanten Punkte des Gartens. Wir schritten durch die Laubgänge über das Parterre, um noch die Ruine und den Obelisken in Augenschein zu nehmen, die an demselben Hügel, der die Gloriette trägt, angebracht sind. Sie nehmen sich in der herrlich grünen Umgebung gar wohl aus, zumal da sie nicht so kleinlich dastehen, wie ähnliche derartige Baulichkeiten in den gewöhnlichen Parks. Bei Weitem ansprechender war jedoch in einer dichten Baumpartie ein kleiner Tempel aus weißem Marmor, hinter welchem auf breitem Postament die liebliche Marmorstatue einer Nymphe über einer Urne ruhte, aus deren Oeffnung ein klarer Brunnen in ein Becken rann.
Wir wandten uns durch die Laubgänge nach dem Schlosse zurück, sahen nochmals nach der Gloriette hinauf und begaben uns in den Vorhof, wo uns ein, eben aus Hietzing herankommender Omnibus aufnahm.
Das Lustschloß Schönbrunn und seine Umgebung ist ein Werk von Maria Theresia und ihrem Sohne Joseph II. Es ist Alles so großartig, so edel gehalten, daß man es begreift, wie eben Napoleon hier seinen Aufenthalt wählen konnte.
Wir fuhren nun im Abendscheine nach der Vorstadt, deren lärmender Verkehr seltsam von der feierlichen Ruhe des Kaiserlichen Lustschlosses abstach. Am Michaelisplatz verließen wir den Wagen, schlenderten gemächlich durch die Straßen nach dem Graben und dem Stephansdom und begaben uns nach der Gaststube des Lammes, wo ein vortreffliches Rostbratel uns auf die Mühen des Tages labte.
Man speiset in den Wiener Gasthöfen nie _Table d’hôte_. In dem Saale steht eine Anzahl größerer und kleinerer runder und viereckiger Tische, auf deren jedem ein großer Bogen, der Speisezettel, vorliegt. Der Gast muß nun aus diesen langen Reihen das ihm Zusagende auswählen. Dies ist nun für den Norddeutschen, der die reiche Nomenclatur der österreichischen und besonders der Wiener Küche nicht kennt, keine kleine Aufgabe. Ich hielt es daher stets für das Beste und Sicherste, zu wählen, was ich für vortrefflich bereits erkannt hatte, und so kam es denn, daß ich bei derartigen Wahlhandlungen mich immer an das Rostbratel hielt, das, in’s Nordeuropäische übersetzt, Beefsteak heißt. Hier reichte man uns Sardellenbutter dazu, was ich den norddeutschen Landsleuten angelegentlich empfehlen kann.
An unserem Tisch nahm noch ein norddeutscher Kaufmann Platz, den wir bald als einen gebildeten und wohlwollenden Mann erkannten. Auch er war nicht minder, wie wir, von Wien erfreut. Auch er hatte die schönen und gesegneten österreichischen Lande mit den heiteren, liebenswürdigen Menschen liebgewonnen und theilte uns endlich mit, daß er sich entschlossen habe, ganz nach Oesterreich überzusiedeln und Grundbesitz daselbst zu erwerben. Er hatte seinen Entschluß auf eine längere Zeit fortgesetzte, sorgsame Betrachtung der österreichischen Zustände gegründet. Er versicherte uns, daß die öffentlichen Lasten durchaus nicht drückend seien, daß der Verkehr nirgend freier und ungehemmter sich entwickeln könne, ja daß man kaum irgendwo ungestörter und behaglicher lebe als in Oesterreich, wenn man nur die Gesetze der Gerechtigkeit und Wohlanständigkeit beobachte.
Indessen war es spät geworden, und wir suchten unsere Ruhestätten.
Freitag, den 19. September, waren wir gar früh bereits in dem Kaffeehause, diesmal in Capot und Paletot, denn der Himmel hatte sich umzogen, und der Regen begann herabzusprühen. Wir gingen durch die Stadt nach der Karlskirche, deren Inneres wir nochmals in Augenschein nahmen. Dann begaben wir uns nach dem Belvedere, um die Ambraser Sammlung kennen zu lernen. Die Bildergalerie gab ich auf -- wer wird für 2500 Gemälde weniger Zeit als mindestens acht Tage verwenden wollen.
Die Ambraser Sammlung gehört nächst denen in Dresden zu den ältesten in Deutschland; sie ward von Erzherzog Ferdinand von Oesterreich, zweitem Sohne des Kaisers Ferdinand I., der im Jahre 1595 starb, gegründet. Der Erzherzog sammelte ganz im Sinne seiner Zeit, Alles, was ihm interessant und merkwürdig, kostbar und der Aufbewahrung werth schien. Die Sammlung befand sich bis zum Jahre 1805, wo Tirol an Baiern abgetreten wurde, auf dem Schlosse Ambras. Dann wurde sie nach Wien gebracht und in dem vom Herzog Eugen von Savoyen erbauten unteren Gebäude des Belvedere aufgestellt.
Wir traten zunächst in den Saal, der gegenwärtig eine Anzahl antiker Denkmale enthält, die früher in der Kaiserlichen Burg standen. Darunter zeichnet sich die Bronzestatue des Germanicus aus, welche aus der Abbildung zu Vierthaler’s Reisen in Salzburg bekannt ist. Sie ward in Steiermark gefunden. Von den übrigen Sachen ist namentlich der Sarkophag mit der Amazonenschlacht bemerkenswerth, dann mehrere Büsten römischer Imperatoren.
Von hier tritt man in die Säle, welche die Rüstungen berühmter Personen des 15. und 16. Jahrhunderts enthalten. Darunter zieht vor allem die Gestalt des riesenhaften Bauers aus Trient, der dem Erzherzog Ferdinand als Trabant diente, unsere Augen auf sich. Im Sommer 1851 zeigte sich auf der Dresdener Vogelwiese ein Neapolitaner, der 7 Fuß 7 Zoll hoch war. Der Trientiner Bauer muß den Waffenstücken zufolge jedoch noch größer gewesen seyn. Unter den Rüstungen der Fürsten und Feldherren bemerkten wir namentlich die zierlich gearbeiteten Eisenharnische mit den fußlangen Schnabelschuhen, welche in der sonst so sehr reichen Dresdener Sammlung fehlen. Besonders merkwürdig war mir eine Kettelrüstung für Roß und Mann. Dieser Theil der Sammlung wurde eben durch Baron von Sacken neu aufgestellt, die Rüstungen sind in zwei Reihen übereinander in hölzernen Nischen angebracht und werden von trefflich geschnitzten, hölzernen Statuen getragen. Diese werden, wenn die Aufstellung beendigt ist, drei Säle und ein Cabinet anfüllen.
Der vierte Saal enthält eine höchst werthvolle Sammlung von Bildnissen der europäischen Fürsten des 16. Jahrhunderts, vornehmlich der dem Erzhause Oesterreich näherstehenden. Die eine Wand bedeckt ein Stammbaum desselben Hauses. Dieser Theil der Sammlung bietet zugleich eine Uebersicht der Geschichte der Portraitmalerei. Die ältesten Bildnisse reichen bis in die Zeit des Kaisers Maximilian I., so unter anderen das des Kaisers Rudolph von Habsburg, das nach dem, im Dome zu Speier befindlichen Grabmale, auf Maximilians Befehl gefertigt ist. Von diesem Kaiser, seinen Gemahlinnen und Kindern, von dem Erzherzog Ferdinand, seiner Gemahlin, der geistvollen und schönen Philippine Welser, sowie seinen Söhnen, dem Markgrafen Karl von Burgau und dem Cardinal Andreas, dann von Kaiser Karl V. und Philipp II. und deren Zeitgenossen, ist eine reiche Portraitsammlung an den Wänden des großen Saales vertheilt. Daneben finden sich mehrere Bronzebüsten des 17. Jahrhunderts.
Der fünfte Saal enthält die sogenannte Kunst- und Wunderkammer, in welcher Hirschgeweihe, die in Baumstämme eingewachsen, Erzstufen, Straußeneier, Nüsse und Wurzeln, kleinere Kunstwerke in Elfenbein, Marmor, Metall, Korallen, Perlmutter, Kunstschränke, seltene musikalische Instrumente, Kleidungsstücke, einige afrikanische und indische Waffen und Geräthe, Büsten und Reliquien der Kaiserlichen Familie aufbewahrt werden.
Die letzte Abtheilung ist eine reiche Sammlung ägyptischer Alterthümer, Mumien, Särge, Grabsteine, Papyrus, Statuetten in Bronze, Stein und gebranntem Thon, Holz und anderen Stoffen, die, wenn sie aufgestellt seyn wird, mindestens den Umfang der Florentiner einnehmen dürfte.
Mein Begleiter eilte in die Mineraliensammlung voraus, ich aber betrachtete mit Herrn von Sacken die Einzelnheiten der mittelalterlichen und außereuropäischen Abtheilungen, von denen bei Weitem nicht Alles aufgestellt ist. Die zu der Ambraser Sammlung gehörigen Manuscripte sind an die Kaiserliche Bibliothek abgegeben.
Ich begab mich sodann ebenfalls in das Mineralienkabinet, um die technische Abtheilung desselben genauer zu betrachten und mir eine Zeichnung des prachtvollen Etiki zu fertigen. Wir betrachteten dann noch die gewaltigen Bergkrystalle, den Abguß des im Ural gefundenen ungeheuren Goldklumpens, die überaus zahlreiche Sammlung der Meteorsteine und schieden sodann mit dem herzlichsten Danke gegen die so gelehrten, als zuvorkommenden Vorsteher der Sammlung.
Wir kehrten nun in unseren Gasthof zurück und verrichteten das so nothwendige Geschäft des Packens. Dann aber gingen wir, nachdem wir in dem Salon gespeist, nochmals in die Stadt und nahmen Abschied von dem Stephansdom und allen Gebäuden und Denkmalen, die uns so lieb geworden. Als wir nun eben unser Gepäck nach dem Bahnhof schaffen wollten, fuhr ein Wagen in’s Haus, aus welchem uns die Dresdener Damen anriefen, die wir in St. Gilgen und Ischl zu treffen die Freude gehabt hatten.
Wir schieden von ihnen und folgten dem, das Gepäck fahrenden Hausknecht nach dem Bahnhof. Punkt sieben Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und rasete durch die in der Dunkelheit liegenden Gegenden. Eine Nachtfahrt mit dem Dampfwagen gewährt nun freilich wenig Erheiterndes. Trotz des Lärmens, des Anrufens auf den Stationen, bemächtigte sich gegen Mitternacht dennoch der Schlaf aller Insassen. In Brünn wurden halb ein Uhr die Wagen gewechselt. Greller Fackelschein beleuchtete die schlaftrunkenen Passagiere. Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter. Der Schlaf stellte sich auf’s Neue ein. Als nach vier Uhr der Tag grauete, waren wir bereits im Königreiche Böhmen. Der Morgenhimmel glühte im schönsten Roth, aber schon gegen 7 Uhr begann der Regen, der uns den Anblick des Landes verkümmerte. Gegen 10 Uhr fuhren wir in den prächtigen Bahnhof von Prag ein und gegen 11 Uhr wieder hinaus. Der Regen dauerte auch in dem Elbthale fort. In Bodenbach war die Gepäckschau bald abgethan, und wir nahmen in den sächsischen Wagen Platz.
Rasch ging es weiter durch die im Regenkleide verhüllten Sandsteinfelsen der sächsischen Schweiz. Halb 6 Uhr fuhren wir in den Bahnhof und dann in einer Droschke durch die stillen Straßen Dresdens nach unserem Hause, wo wir Alles in bestem Wohlseyn antrafen.
Druck von E. H. R. Roempler in Dresden.
Anmerkungen zur Transkription
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Seite 135: das Komma nach »abfällt« wurde durch einen Punkt ersetzt - ...der Berg hier überaus steil abfällt. Es ist diese...
Seite 147: »Kerms« geändert zu: »Krems« - ...Stein, Krems und der Wiener Gegend...
Seite 179: »uamentlich« geändert zu: »namentlich« - ...waren die Landbären, namentlich das Männlein...
Seite 185: »Kal« geändert zu: »Karl« - ...dann von Kaiser Karl V. und Philipp II....
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