Part 14
Der Jüngling überlegte sich nun, daß er die Höflichkeiten seines Nachbars erwidern müsse; aber er bewohnte nur ein enges und kleines Haus und war nicht vornehm genug eingerichtet, um Chogia Husein auf würdige Weise bewirten zu können. »Es schickt sich wohl, daß ich meinen Nachbar einmal zum Nachtmahl einlade,« sagte er zu seinem Vater. Jener erwiderte: »Mein Sohn, es ist recht, wenn du deinem Freunde vergelten willst, was er dir Gutes erwiesen hat. Morgen ist Freitag, da magst du deinen Laden schließen, wie es alle großen Kaufleute tun; führe Chogia Husein am Nachmittage in der Stadt spazieren und zeige ihm alles, was er zu sehen wünscht; richte es aber so ein, daß du ihn auf dem Rückwege unversehens zu meinem Hause bringst. Bitte ihn dann, bei uns einzutreten, denn ich möchte, daß wir eine förmliche Einladung umgehen. Ich werde Morgiana Befehl geben, ein gutes Abendessen herzurichten und alles bereitzuhalten, was unsern Gast ergötzen kann.« Am kommenden Tage, dem Freitag, unternahmen also Ali Babas Sohn und Chogia Husein einen Spaziergang durch die Stadt und betrachteten alle Paläste und prangenden Gärten; auf dem Rückwege aber gingen sie durch die Straße, wo Ali Baba wohnte, und ab sie vor der Haustüre anlangten, blieb der Jüngling stehen, pochte an und sagte zu seinem Gefährten: »Hier ist das Haus meines Vaters, lieber Freund; ich habe ihm schon viel von deiner Liebenswürdigkeit und Güte erzählen müssen, und er wünscht sehr, deine Bekanntschaft zu machen. Erweise mir nun die Ehre, hier einzutreten und ihm einen Besuch abzustatten; du würdest damit meinem Vater eine große Gefälligkeit erzeigen.« Der Hauptmann freute sich im Innern sehr, daß er endlich zum Ziele seiner Wünsche gelangt war und Zutritt in das Haus seines Feindes erhalten hatte, wo er ihn ohne allzu großes Aufsehen beiseite schaffen konnte; dennoch zögerte er eine Weile, suchte allerlei Entschuldigungen hervor und stellte sich so, als wollte er weitergehen. Da aber öffnete ein Sklave das Tor, der Jüngling ergriff seinen Gast bei der Hand und führte ihn höflich und artig ins Haus, so daß er nicht weiter widerstreben konnte. Ali Baba empfing ihn mit Ehrfurcht und Freundlichkeit, dankte ihm für die Ehre seines Besuches, wünschte ihm Glück und Wohlergehen und sagte dann: »Wir sind dir sehr verpflichtet, weil du meinem Sohne so viel Aufmerksamkeit und Güte erwiesen und ihm aus den Schätzen deiner Erfahrung mitgeteilt hast.« Der Fremde erwiderte Ali Babas Gruß und Höflichkeit und sagte: »Zwar schmückt deinen Sohn noch nicht die Weisheit der Greise, da er noch jung an Jahren ist; aber sein Verstand ist schnell und gesund, so daß ich mein Wohlgefallen an ihm gefunden habe.« So plauderten sie noch eine Weile heiter und ungezwungen über mancherlei Dinge, dann aber erhob sich Chogia Husein, um sich zu verabschieden. Ali Baba hielt ihn jedoch sanft und bittend zurück und ließ ihn nicht gehen; er sagte: »Wohin willst du ziehen, mein Freund? Ich wollte dich bitten, das Nachtmahl bei mir einzunehmen; erweise uns die Gunst und speise an unserer Tafel. Zwar wird das Essen nicht so glänzend und lecker sein, als du es gewohnt bist; aber ich denke, du wirst es dennoch annehmen, da ich es dir mit dankbarem Herzen anbiete.« — »Herr,« erwiderte Chogia Husein, »ich bin dir sehr verpflichtet für dein höfliches Anerbieten und bin vollkommen von deiner huldvollen Gesinnung überzeugt; glaube mir, daß ich mit Vergnügen deiner Einladung folgen würde und daß ich sie nicht aus Mißachtung oder Unhöflichkeit ausschlage, aber ein besonderer Umstand zwingt mich dazu, nach Hause zurückzukehren.« Erwiderte Ali Baba: »Sage mir, Herr, was für ein Grund das sein mag?« Der Kaufmann entgegnete: »Ich will es dir mitteilen; ich darf nämlich kein Fleisch und keinerlei Fische essen, die mit Salz bereitet sind; gewiß würde ich dir bei Tisch nur Unannehmlichkeiten bereiten.« — »Wenn dies allein der Grund ist,« sagte Ali Baba und bat noch dringender, »so sollst du uns nicht der Ehre deiner Gesellschaft berauben. An unserm Brote, das du bei uns essen wirst, ist niemals Salz, und was den Fisch und das Fleisch betrifft, so werde ich der Köchin Befehl geben, bei ihrer Zubereitung ebenfalls kein Salz zu gebrauchen. Entschuldige mich einen Augenblick, denn ich will der Köchin selbst Bescheid bringen; ich kehre im Augenblick zu dir zurück.« Sogleich begab sich Ali Baba in die Küche zu Morgiana und gebot ihr, in keine der Schüsseln, die sie heute auftragen würde, Salz zu tun und außerdem noch einige Gerichte zu bereiten, die ebenfalls ungesalzen wären. Morgiana erstaunte höchlich über diesen neuen Befehl und war sehr unzufrieden darüber; mit verdrossenem Gesicht wandte sie sich um und fragte ihren Herrn: »Wer ist denn dieser seltsame Mann, der alle Speisen ungesalzen haben will? Das Essen wird verderben, wenn ich es nicht sogleich auftragen kann.« — »Sei nicht böse, Morgiana,« besänftigte sie Ali Baba, »sondern tu nur nach meinem Geheiß. Ein redlicher, wackerer Mann ist bei uns eingekehrt.« Morgiana befolgte, was Ali Baba gesagt hatte; aber sie war widerwillig und wunderte sich im stillen; auch plagte sie die Neugierde, den Mann zu sehen, der so wunderliche Forderungen stellte. Als das Essen bereitet war, half sie dem Sklaven Abdallah, der soeben den Tisch gedeckt hatte, die Speisen hineinzubringen. Sie betrachtete Chogia Husein mit scharfen und mißtrauischen Blicken und erkannte sofort, wer er war, trotz seiner Verkleidung; zudem bemerkte sie, als sie ihn aufmerksam von der Seite musterte, daß er einen Dolch unter seinem Gewande verborgen hatte. »Nun weiß ich,« sprach sie entrüstet in ihrem Herzen, »warum dieser Gottlose kein Salz mit meinem Herrn essen mag: er ist sein Todfeind und trachtet ihm nach dem Leben, darum verschmäht er das Sinnbild der Treue und Unverletzlichkeit. Aber ich will ihm zuvorkommen und ihn auf immer daran hindern, meinem Herrn ein Böses zuzufügen.«
[Illustration: Als Morgiana die ganze Zeit auf der Hut gewesen war.]
Nachdem Morgiana alle Speisen hineingebracht hatte, ging sie wieder in die Küche zurück und überlegte, während die Herren aßen, wie sie ihren Plan am besten und sichersten ausführen könnte. Während sie noch nachdachte, kam Abdallah herein und meldete, daß Ali Baba befohlen habe, den Nachtisch zu reichen. Der Sklave räumte den Tisch ab, und Morgiana trug frische und getrocknete Früchte auf, stellte sie auf ein kleines Tischchen, zugleich mit einer Flasche Wein und drei Schalen und ging dann mit Abdallah hinaus, um die Schmausenden nicht etwa beim vertraulichen Gespräche zu belästigen; sie stellte sich so, als wollte auch sie nun ihr Nachtmahl einnehmen.
Da freute sich Chogia Husein, oder vielmehr der Räuberhauptmann, denn er glaubte, daß endlich der günstige Augenblick nahe sei, und sprach bei sich selbst: »Jetzt ist die Luft frei, und ich kann Rache nehmen! Ich will die beiden betrunken machen und dem Dieb mein Messer in die Brust stoßen; seinen Sohn will ich gern verschonen, wenn er sich nicht widersetzt oder Lärm schlägt. Ich muß aber warten, bis die Köchin und der Sklave ihr Abendbrot gegessen und sich zur Ruhe begeben haben. Ich werde wie das erstemal über die Mauer steigen und in den Nachbargarten entfliehen.«
Morgiana, welche die Absicht des falschen Kaufmanns mit klugem Sinne durchschaut hatte, war darauf bedacht, ihm keinen Vorteil zu gewähren und ihn sobald wie möglich an der Ausführung seines arglistigen Planes zu hindern. Sie legte rasch ein reizendes Kleid an, wie es die Tänzerinnen zu tragen pflegen, schmückte sich mit einem schillernden Kopfputze und umgürtete sich mit einem golddurchwirkten Gürtel, in welchem sie einen Dolch befestigte, dessen Scheide mit herrlichen Edelsteinen geschmückt war; ihr Gesicht verhüllte sie mit einem fließenden Schleier. Als sie sich so verkleidet hatte, sprach sie zu dem Sklaven Abdallah: »Geh und hole deine Schellentrommel, und laß uns vor unseren Gästen tanzen und ein fröhliches Spiel aufführen, damit wir sie nach Gebühr erheitern.« Der Sklave tat, wie sie befohlen hatte, spielte die Schellentrommel und ging so vor Morgiana her in den Saal hinein. Morgiana verneigte sich tief und mit Anmut und erbat sich die Erlaubnis, zu tanzen und zu singen. »Unterhaltet nur unsern werten Gast,« sagte Ali Baba lächelnd, und zu dem Kaufmanne gewandt, fuhr er fort: »Glaube nicht, mein Freund, daß dieses Vergnügen mir große Unkosten bereitet; du siehst, es ist niemand anders als meine Köchin und der Sklave, die uns oft ihre Tänze zum besten geben. Ich hoffe, auch du wirst dich ein wenig durch die beiden belustigen lassen.« Chogia Husein war über diesen Zwischenfall sehr verstimmt, denn er glaubte, daß ihm der günstige Augenblick nun entglitten sei; er verwünschte die beiden Tänzer, stellte sich aber so, als wäre er sehr erfreut über diese unerwartete Unterhaltung und sagte: »Ich bin dir sehr dankbar für deine Überraschung; was dir Vergnügen bereitet, lieber Gastgeber, das will ich nicht verschmähen, denn auch ich werde gewiß viel Vergnügen daran finden.«
Sofort begann Abdallah aufs neue die Schellentrommel zu schlagen und ein frisches Lied zu singen. Morgiana erhob sich und fing an zu tanzen; sie wiegte sich und beugte sich, hüpfte vorwärts und zurück in zierlichsten Schritten, bewegte sich heiter und ungezwungen und erntete bei allen Anwesenden besondern Beifall. Nur der falsche Kaufmann beachtete ihre Kunst sehr wenig und blickte oft verdrossen und enttäuscht vor sich hin. Nachdem Morgiana verschiedene schwierige Stellungen ausgeführt hatte, zog sie plötzlich den Dolch aus dem Gürtel, schwang ihn in der Hand und begann einen neuen Tanz, der den drei Zuschauern am meisten gefiel. Sie bildete die verschiedensten und kühnsten Figuren, streckte bald den Dolch wie zum Stoße empor, richtete ihn bald auf ihren eigenen Busen und ließ ihn in der Luft blitzen und funkeln. Dann riß sie dem Sklaven Abdallah die Schellentrommel aus der Hand, während sie in der Rechten noch den Dolch hielt und bot den Zuschauern die hohle Seite der Trommel dar, um Geld einzusammeln, wie es die gewerbsmäßigen Tänzer und Tänzerinnen zu tun pflegen. Ali Baba warf ihr ein Goldstück in die Trommel; dann trat sie vor seinen Sohn hin, der ihr auch eine hohe Münze gab, und schließlich vor Chogia Husein, der schon seinen Beutel hervorzog, als er sie auf sich zukommen sah. Eben wollte er eine Gabe in die Trommel werfen, als Morgiana mit Mut und Entschlossenheit ihm den blitzenden Dolch mitten durch das Herz stieß, so daß der Räuber tot wie ein Stein zurücksank.
Ali Baba und sein Sohn sprangen entsetzt empor und erhoben ein lautes Geschrei. »Unselige!« rief Ali Baba und packte Morgiana heftig bei der Hand, »was hast du getan! Du hast mich und meine ganze Familie in das Unglück gestürzt!« Morgiana blieb sehr ruhig und sagte: »Du irrst dich, Herr, ich habe dich vielmehr vor einem Unglück errettet; merk auf, was ich dir zeige.« Damit löste sie Chogia Huseins Kleider und zeigte Ali Baba den Dolch, den der falsche Kaufmann in seinem Gewande verborgen hatte. »Blick ihn dir genau an,« fuhr Morgiana fort, als Ali Baba voll Staunen und Erschrecken zurückwich; »du siehst, daß du deinen Todfeind vor dir hattest. Erkennst du nicht den Ölhändler wieder und den Hauptmann der vierzig Räuber? Nun weißt du, warum der Schändliche kein Salz mit dir zu essen wünschte; ich schöpfte Argwohn wider ihn und blickte ihm prüfend ins Angesicht, denn ich war davon überzeugt, daß er dich verderben wollte. Mein Verdacht war nicht grundlos, wie du dich soeben überzeugt hast; dem Himmel sei Preis und Lob, daß er dich aus der Gefahr befreit hat!« Ali Baba war tief gerührt über ihre Wachsamkeit und Treue und überschüttete Morgiana mit Dankesbezeigungen, weil sie ihm zum zweiten Male das Leben gerettet hatte. »Ich habe dir die Freiheit geschenkt; nun möchte ich dich auch fest an unsere Familie binden, denn ich will dich mit meinem Sohne vermählen.« Dann wandte er sich zu seinem Sohne und sprach: »Ich glaube, du wirst meinen Wunsch gutheißen und dich nicht widersetzen, wenn ich dir Morgiana zur Frau gebe. Denn auch du bist ihr zu Dank verpflichtet; Chogia Husein hat ja deine Freundschaft nur darum gesucht, damit er desto leichter Gelegenheit fände, mich meuchlings zu ermorden. Aber Morgiana hat uns durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit gerettet, und du wirst erkennen, daß ihre Pflichttreue und ihre Klugheit unserer Familie zur Zierde gereichen werden bis ans Ende unserer Tage.« Der Jüngling zeigte nicht das geringste Widerstreben, sondern erklärte sich ohne Umschweife bereit, Morgiana zu heiraten, nicht nur aus Gehorsam gegen den Vater, sondern auch aus inniger Zuneigung zu dem wackern Mädchen. Dann nahmen alle drei die Leiche des Räuberhauptmanns, trugen sie hinaus in den Garten und vergruben sie in aller Stille und mit Eile neben den übrigen Banditen, so daß erst nach langen Jahren, als niemand von den Beteiligten mehr am Leben war, die Geschichte dieses wunderlichen Abenteuers bekannt wurde.
Kurze Zeit darauf feierte Ali Baba die Hochzeit seines Sohnes mit seiner ehemaligen Sklavin; er richtete ein glanzvolles Fest her und verschönte es durch Tänze und mancherlei Lustbarkeiten. Er freute sich aber besonders, daß alle Nachbarn, die er geladen hatte, die Vorzüge Morgianas priesen, ohne die wahren Beweggründe zu ihrer Vermählung zu kennen.
Seitdem Ali Baba zum letzten Male in der Höhle gewesen war und dort die Leiche seines Bruders gefunden hatte, war er nie wieder an den Felsen zurückgekehrt, da er sich vor den Räubern fürchtete und beständig in der Gefahr lebte, er könnte vielleicht von ihnen überrascht werden. Noch lange Zeit nach dem Tode des Hauptmanns hütete er sein Geheimnis, weil er besorgte, daß noch die beiden übrigen Banditen am Leben sein könnten. Erst nach einem Jahre, als ihm keine Unannehmlichkeiten wieder begegnet waren, bestieg er eines Morgens sein Pferd und ritt vorsichtig hinaus in den Wald nach der Grotte; er fand weder Spuren von Menschen, noch von Tieren und freute sich über dieses gute Vorzeichen; sein Roß band er an einem Baume fest, näherte sich dann der Türe und sprach die Worte, die er nicht aus dem Gedächtnis verloren hatte: »Sesam, öffne dich!« Sofort tat sich die Türe auf, er trat ein und sah die Waren und den Schatz noch unberührt; daraus konnte er erkennen, daß niemand mehr in dem Felsen gewesen und daß keiner von den Räubern mehr am Leben war. Dies überzeugte ihn, daß er allein um das Geheimnis der Höhle wußte; er war Herr all der Schätze, die in unermeßlichen Mengen vor ihm ausgebreitet lagen. Er nahm einen Sack, füllte ihn mit soviel Gold, wie sein Tier zu tragen vermochte, und kehrte dann vergnügt und zufrieden in die Stadt zurück. Er lebte noch lange in Glanz und Reichtum; und als er sein Ende nahen fühlte, weihte er seinen Sohn in das Geheimnis ein, so daß durch den Segen des Schatzes von Kind zu Kindeskindern Glück und Wohlstand blühten, weil sie ihren Reichtum mit Mäßigung und durch Wohltun genossen.
AUSGANG
Also erzählte Schehersad dem Könige Scheherban viele wundersame Märchen in den tausendundein Nächten; als sie das letzte beendet hatte, kniete sie vor dem Sultan nieder und sprach: »Hoher Gemahl, König der Zeit, darf ich dich nun um eine Belohnung bitten und mir eine Gnade erwirken?« Der Sultan erwiderte: »Du hast mich mit deinen Erzählungen aufs höchste beglückt, Schehersad; darum will ich dir deine Wünsche gern gewähren.« Da rief sie die Ammen herein und befahl ihnen, ihre drei Söhne zu bringen, die sie während der Zeit geboren hatte; der eine konnte noch nicht laufen, der andere kroch noch am Boden, und der dritte lag noch an der Brust seiner Wärterin. Sprach Schehersad: »O Herr deines Jahrhunderts, sieh hier unsere Kinder: schenke mir um ihretwillen das Leben, damit sie nicht mutterlos werden!« Der König weinte vor Rührung, umarmte sie und sprach: »Ich habe deinen edlen und klugen Sinn erkannt und hatte schon längst beschlossen, dich vor dem Tode zu bewahren. Allah sei mit dir und unseren Kindern!« Schehersad kniete nieder vor dem König, küßte ihm die Hand und wünschte ihm Glück und ein langes ruhmvolles Leben.
Als die freudige Nachricht in der Stadt bekannt wurde, herrschte überall Jubel und Frohlocken. Am nächsten Morgen rief der König seine Truppen zusammen und schenkte dem Wesir, seinem Schwiegervater, ein Prunkgewand und stattete ihm seinen Dank dafür ab, daß er ihm seine gute und weise Tochter zur Gemahlin gegeben habe. Er verteilte viele Almosen, beschenkte auch alle übrigen Emire und Hofleute und ließ in der Stadt Spiele und Lustbarkeiten veranstalten. Noch lange Jahre herrschte er voll Güte und Weisheit, bis ihn der Tod hinwegnahm, der alle irdischen Bande unerbittlich löst.
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Preis und Ehre sei dem, der über aller Zeit herrscht; gelobt sei er mit seinem Gesandten Muhammed, der Zierde aller Sterblichen!
Anmerkungen des Bearbeiters
Das Inhaltsverzeichnis und das Bilderverzeichnis wurden an den Anfang des Textes verschoben.
Die Bilder wurden passend zum Text neu positioniert.
Unterschiedliche Schreibweisen desselben Wortes wurden vereinheitlicht.
Geringfügige Zeichensetzungsfehler wurden stillschweigend korrigiert.
Seite 141: Ein abschließendes Anführungszeichen wurde hinzugefügt zu: und deinem Rat unterstützt.«
Seite 162: "uud" geändert zu "und" in: Offiziere und ich selber
Seite 162: Ein einleitendes Zitat wurde hinzugefügt zu: erwiderte er endlich, »ich bin Gemahl der Fee
Seite 166: "irdendwie" geändert zu "irgendwie" in: ohne daß man dabei irgendwie Hand«
Seite 195: "ihm" geändert zu "ihr" in: befahl ihr, den Schatz schleunigst zu
Seite 205: "selbt" geändert zu "selbst" in: Was bedeutet das?« fragte sie sich selbst.
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