VII.
(Pjotr Iwanowitsch an Iwan Petrowitsch.)
15. November.
Iwan Petrowitsch!
Nach Empfang Ihres bäuerischen und zugleich mehr als seltsamen Sendschreibens, wollte ich dasselbe im ersten Augenblick einfach zerreißen und fortwerfen – habe es aber einstweilen doch als Rarität aufbewahrt. Im übrigen tun mir unsere Mißverständnisse und Unannehmlichkeiten von Herzen leid. Eigentlich war es meine Absicht, Ihnen überhaupt nicht zu antworten. Aber die Notwendigkeit zwingt mich dazu – eben die Notwendigkeit, Ihnen hierdurch mitzuteilen, daß es mir ganz entschieden nichts weniger als angenehm sein würde, Sie jemals wieder in meinem Hause zu sehen; das gleiche gilt von meiner Frau: ihre Gesundheit ist nicht ganz auf der Höhe und der Geruch von Schmierstiefeln ist ihr schädlich. Anbei retourniert sie Ihrer Frau Gemahlin mit bestem Dank ein Buch, den „Don Quijote“, der bei uns liegengeblieben war. Was aber Ihre Galoschen betrifft, die Sie angeblich bei Ihrer letzten Anwesenheit in unserem Hause vergessen haben wollen, so muß ich Ihnen zu meinem Bedauern mitteilen, daß man sie bisher nirgends gefunden hat. Inzwischen werden sie noch gesucht. Sollten sie jedoch nicht zu finden sein, so werde ich Ihnen neue kaufen.
Im übrigen habe ich die Ehre usw.