Chapter 12 of 12 · 2836 words · ~14 min read

Part 12

Was den alten ehrlichen Wächter selbst anlangt, so befand er sich schon seit 30 Jahren hier, und trieb zugleich das Schuhmacherhandwerk. Er hatte diese Stelle anfangs aus Bequemlichkeit gesucht, worauf ihm erst die Arbeit lieb geworden war. Troz seinem geringen Gehalte, der nur 25 Pfund betrug, war er dennoch vollkommen zufrieden, und wünschte sich nie von seinem lieben Thurme hinweg.

Mitunter war es ihm freilich manchmal sehr hart gegangen, besonders im Winter, wo die Verbindung oft Monate lang mit dem Lande abgeschnitten ist. So z. B. als einmal sein Mitwächter gestorben war. Sechs und dreißig Tage mußte er den Leichnam bei sich behalten, und obendrein den beschwerlichen Dienst allein versehen. An diese fünf schicklichen Wochen dachte er noch immer mit Entsetzen zurück. Seitdem sind regelmäßig drei Wächter angestellt. Der dritte war gerade auf einige Tage in Plymouth. So hörten wir dem guten Alten einige Stunden mit Vergnügen zu, bis endlich die Nachmittagsfluth eintrat. Jezt machten wir ihm ein kleines Geschenk an Gelde, und segelten mit dem günstigsten Winde nach Plymouth zurück.

Eine andere sehr angenehme Partie machten wir gestern nach Edgecumbe. Dies ist eine Art hohen Vorgebirges, das am jenseitigen Ufer der Tamor liegt, und von der Cadsand-Bay bespült wird. Wir ließen uns über die Tamor setzen, was durch zwei schmucke, rothbäckige Dirnen geschah, wandelten noch eine halbe Stunde zwischen herrlichen Wiesen hin, und langten endlich am Fuße des pittoresken Berges an. Edgecumbe gehört einer der ältesten Familie von England, und bildet im Grunde einen Park, der über eine Stunde im Umfange hat.

So wie wir allmählig aufstiegen, fanden wir nun die herrlichsten Anlagen aller Art. So sah ich z. B. eine Menge Lorbeer- und Myrthen-, Orangen- und Citronen-Pflanzungen, und glaubte mich plözlich wieder nach St. Helena versezt. Sie überwintern hier, wie ich höre, in freier Luft, woraus sich auf die Milde der Temperatur in diesem Theile von England schließen läßt. Auf dem höchsten Punkte, und in der Mitte des Ganzen, befindet sich das große schöne Wohnhaus, mit einer Aussicht, die einen Horizont von 7 bis 8 Stunden, und die herrlichsten Land- und Seeprospekte umfaßt. Das Innere dieser Villa ist eben so bequem als geschmackvoll eingerichtet, und mit Kunstwerken aller Art angefüllt. Der gegenwärtige Besitzer davon ist der einzige Sohn des Grafen von Edgecumbe, Lord Valleton. Er ist unaufhörlich auf neue Anlagen bedacht, so daß Edgecumbe in kurzem unter die ersten Merkwürdigkeiten von England gerechnet werden wird.

Um auf einem andern Wege nach the Dock zurückzugehen, beschlossen wir einen Berg zu übersteigen, an dessen Fuße das Dorf Cadsand, an der Bay gleiches Namens liegt. Auf dem Gipfel jenes Berges fanden wir eine Kirche, auf deren Thurme ein Telegraph befindlich war. Daneben stand ein kleines Haus, für die beiden Wächter bestimmt. Nachdem wir einen sehr beschwerlichen Abhang herunter gestiegen waren, aßen wir zu Cadsand zu Mittag, und kehrten auf einem sehr angenehmen Fußsteige erst nach the Dock, und dann nach Plymouth zurück.

~Dreizehnter Brief.~

~Portsmouth~, 7. November 1805.

Ich verließ Plymouth, um geradesweges nach London zu gehen. Zuerst nahm ich meinen Weg nach Exeter, das eine gute Tagereise von Plymouth entfernt ist. Ich that dies in der gewöhnlichen Morning-Coach, deswegen so genannt, weil sie immer des Abends liegen bleibt, während die Evening-Coach Tag und Nacht durchfährt. Es war 5 Uhr Morgens; meine Gesellschaft bestand aus zwei Herren und einer Dame; indessen währte es geraume Zeit, ehe es zwischen uns zum Gespräche kam.

Der erste Ort, wo wir anhielten, war Irybridge, ein vortreffliches Wirthshaus, das nur wenig Schritte von dem Dorfe gleiches Namens, höchst romantisch zwischen baumreichen Hügeln liegt. Wir fanden hier das Frühstück schon bereit, und die ganze Einrichtung äußerst geschmackvoll. Dann fuhren wir durch eine reizende Landschaft bis nach Aschburton, einem Städtchen, wo in einem gleichguten Wirthshause zu Mittag gegessen ward, passirten weiterhin Chudleigh, einen Marktflecken, der seiner Obstgärten wegen berühmt ist, und kamen endlich Abends um 7 Uhr in Exeter an.

Ich trat mit meinen Reisegefährten in einem großen Wirthshause ab, wo auch die Morning-Coach liegen blieb. So einsilbig sie den ganzen Tag über gewesen waren; so redselig wurden sie nach dem Abendessen, als der Portwein zu wirken anfieng. Ich habe dies aber bei allen Engländern bemerkt. Sie pflegen meistens erst bei der Flasche lebendig zu werden, und scheinen dann wirklich ganz andere Menschen zu seyn.

Den andern Morgen gieng ich aus, die Stadt zu besehen. Sie liegt an der schiffbaren Exe, ist im Ganzen nicht übel gebaut, hat mehrere schöne öffentliche Gebäude, und mag ungefähr 2000 Einwohner zählen, deren Hauptnahrung in Wollfabriken und Handlung besteht. An der Nordseite der Stadt befindet sich ein vortrefflicher Spaziergang, Northernhay genannt, der unter die schönsten von England gehört. Sonst sind die Umgebungen von Exeter etwas einförmig, denn sie bestehen blos aus Weideland. Dafür wird aber auch starke Viehzucht getrieben, und sehr viel Butter verführt. Ein artiges Dörfchen ist Drewstington, man kann daselbst mehrere alte Denkmäler sehen. Nicht weit davon fließt der Teign in einer sehr romantischen Gegend, und zwischen hohen Felsen eingepreßt. Ein anderes schönes Dorf ist Exminster an der Exe, deren Ufer mit herrlichen Landhäusern eingefaßt sind.

Am folgenden Abend nahm ich einen Plaz in der großen Londoner Evening-Coach bis Salisbury. Die Gesellschaft war klein, wir schliefen überdem sämmtlich in einem Stücke weg. Um Mitternacht indessen hielten wir an, tranken Thee, und fuhren dann wieder in einem bis Exminster, wo gefrühstückt ward. Dies ist ein Stätdchen, das seiner schönen Teppiche wegen bekannt, und nicht mit obigem Dorfe zu verwechseln ist.

Als der Tag anbrach, befanden wir uns in einer schönen gebirgigen Landschaft, die vortrefflich angebaut zu seyn schien. Wir kamen durch eine Menge Städte, Flecken und Dörfer, deren Namen ich vergessen habe, und erreichten endlich zu Mittag das alte häßliche Dorchester, wo gegessen ward. Meine bisherigen Gesellschafter giengen hier ab, dafür stiegen drei neue ein. Es waren drei junge Leute aus London, von denen besonders der eine mit vieler Selbstgefälligkeit von seiner Vaterstadt spracht: -- »~=Yer in my town!=~« -- hieß es immer, sobald die Rede auf London kam. Abends um 5 Uhr waren wir in Salisbury; ich beschloß hier einen Tag auszuruhen.

Salisbury liegt am Zusammenflusse des Avon, der Nadder, und des Villey, und ist eine finstere, häßliche Stadt. Die Straßen sind eng, winklicht und schlecht gepflastert, die Häuser altväterisch und geschmacklos gebaut. Sehr sehenswerth indessen ist die Kathedralkirche, die mit ihrem herrlichen Thurme für das schönste gothische Gebäude in ganz England gehalten wird. Eine andere Merkwürdigkeit von Salisbury sind die alten Denkmäler aus den Zeiten der Druiden, auf einer ungeheuern wüsten Ebene, Stoneheng genannt.

Ich war jezt willens, ohne weiteren Aufenthalt geradesweges vollends nach London zu gehen. Unvermuthet aber kam in unserem Wirthshause eine Postchaise aus Portsmouth an, und bot mir eine eben so bequeme, als wohlfeile Gelegenheit dahin dar. Ich eilte also davon Gebrauch zu machen, verließ Salisbury noch denselben Abend, und kam am folgenden Morgen über Ramsey in Southampton an. Hier beschloß ich den Tag über zu bleiben, und erst den Abend mit der Evening-Coach weiter zu gehen.

Southampton liegt eben so vortheilhaft als angenehm zwischen den Flüssen Test und Itchin, die beide tief in das Land hinein vollkommen schiffbar sind. Die Stadt ist im Ganzen sehr gut gebaut, und verräth überall Wohlstand und Lebhaftigkeit. Unter den vielen Kirchen und Kapellen, befindet sich auch eine französische, zum Dienst der Einwohner von Jersey und Guernesey, von denen hier immer eine gewisse Anzahl vorhanden ist. Eine andere Merkwürdigkeit von Southampton ist der schöne Spaziergang the Beach genannt. Man findet hier mehrere Reihen herrlicher, schattenreicher Bäume, und hat die Aussicht über die spiegelnde Bay bis auf die gegenüberliegende Insel Wight. Noch größere und mannichfaltigere Aussichten aber hat man auf dem in der Nähe der Stadt befindlichen Bewis-Mount. Hier kann man noch den ganzen Hafen von Portsmouth, und selbst einen Theil des Kanals übersehen.

Abends gieng ich nun, wie gesagt, mit der Evening-Coach nach ~Portsmouth~ ab, und kam daselbst am andern Morgen an. Diese Stadt liegt auf einer Halbinsel, Portsey genannt, und kommt fast in allen Stücken Plymouth bei. Bei hohem Wasser, d. h. zur Fluthzeit wird die Halbinsel ganz vom Meere umringt; sie ist daher durch eine eigene Brücke (Portbridge) mit dem festen Lande verknüpft. Der Hafen von Portsmouth kann gegen 1000 Linienschiffe fassen, und ist in jeder Hinsicht einer der ersten in der Welt. Die hiesigen Decken u. s. w. zeichnen sich daher durch Umfang und erstaunenswürdige Thätigkeit aus. Portsmouth ist nämlich als der Centralpunkt der englischen Marine zu betrachten, von wo aus immer die ansehnlichsten Escadern abgehen. Auf dem Hafen hat man übrigens eine herrliche Aussicht auf das gegenüberliegende Gesport, das prächtige Seehospital, Spithead, und die Insel Wight.

~Vierzehnter Brief.~

~London~, December 1805.

Ich verließ Portsmouth mit der Evening-Coach, und kam am andern Abend glücklich hier an. Wir fuhren wohl noch eine Stunde lang durch die Stadt. Endlich kamen wir an der St. Paulskirche vorbei, und hielten bei dem Wirthshause zum Doppel-Schwane in Ladlane still. Hier nahm ich ein Zimmer, aß, und schlief vollkommen wohl. Am andern Morgen suchte ich den Prediger an der holländischen Kirche, Herrn Wernink auf, fand ihn, und überzeugte mich in wenig Minuten, daß ich bei einem Freunde, Collegen und Landsmann war.

Jezt gieng es nun an die Erzählung meiner Abentheuer von meiner Abreise von Embden an, bis auf den heutigen Tag. Darauf sprachen wir von meinem Vorhaben, einige Zeit in London zu bleiben, und von der besten Art meiner Einrichtung. In dieser Absicht führte mich Herr Wernink zu einer braven Frau in seiner Nachbarschaft, und miethete ein artiges Zimmer zu einer Guinee monatlich für mich. Von hier giengen wir auf die Börse, wo ich noch mehrere Landsleute kennen lernte, und aßen dann ganz auf vaterländische Art bei einem Herrn Backhuis, der unser erster Kirchenvorsteher ist. Nach Tische, d. h. ungefähr um 7 Uhr Abends, nahmen wir eine Miethkutsche, fuhren nach meinem Wirthshause, berichtigten meine Zeche, und holte meine Sachen ab. Ich mußte hierauf die Nacht bei Herrn Wernink zubringen, und bezog mein neues Logis erst den andern Tag. Was meine Oekonomie anlangt, so aß ich, gegen eine billige Vergütung Mittags mit Herrn Wernink, und finde das übrige, wie Frühstück u. s. w. zu Hause selbst.

London ist so oft beschrieben worden, daß ich Ihnen in topographischer Hinsicht lieber gar nichts sagen will. Dafür mögen einige Bemerkungen über Clima und Lebensart hier stehen. Das Clima ist feucht und veränderlich. Man rechnet 50 bis 60 Tage, wo die Sonne gar nicht, und 120 bis 130, wo sie nur wenig zum Vorschein kommt. Die Winde wechseln, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wohl zwanzigmal des Tags ab; die herrschendsten scheinen indessen die Nordwest und Südwest zu seyn. Die Winter sind gewöhnlich ziemlich mild, die Felder und Wiesen bleiben fast immer grün. Der Frühling zeigt sich meistens schon im Februar, die Temperatur ist dann sehr angenehm. Die Sommer sind verhältnißmäßig heiß; doch wird die Luft oft nur zu merklich abgekühlt. Der Herbst ist in der ersten Hälfte, sobald die Stürme vorüber sind, fast immer von großer Lieblichkeit.

Was die Lebensmittel anlangt, so finde ich, daß sie im Ganzen zwar vortrefflich, aber auch äußerst theuer sind. In diesem Augenblicke z. B. kostet das Pfund Rindfleisch 30 kr. rhein., das Pfund Kalbfleisch 42 kr. und so fort. Ein guter Kabeljau wird mit 5 Gulden, ein Pfund Lachs mit 54 kr. bezahlt. Ein Pfund Weißbrod kostet 16 kr., ein Pf. Butter 54 kr., eine Kanne Milch 24 kr., ein Pf. Käse 36 kr. und so alles in gleichem Verhältniß. Der theuerste Artikel ist das Geflügel (ein Huhn 3-6 Gulden). Der wohlfeilste dürfte das gewöhnliche Gemüse (Erdäpfel, süße Pasteten und Braunkohl) seyn. Für eine Flasche Bordeauxwein werden 5 Gulden, für eine Flasche alten Rheinwein 10-12 gezahlt.

Von den Preisen anderer Artikel führe ich folgende an. Ein Paar Stiefeln 24 Gulden, ein Paar Schuhe 7-9, ein guter Hut 12-15 Gulden, ein halbes Dutzend feine Hemder 70-80 Gulden u. dgl. mehr. Ein Fremder, der in London nur einigermaßen anständig leben will, braucht zwischen 4 bis 5 Pfund die Woche, und muß dabei doch noch haushälterisch seyn. Für ein meublirtes Zimmer in den besten Theilen der Stadt, wie Chearside, Falbern u. s. w. zahlt man nebst Aufwartung 24 Gulden den Monat, in andern Theilen kommt man mit 12-16 Gulden ab.

Der gewöhnliche Thee zum Frühstück ist sehr mittelmäßig, ob er gleich mit 4-5 Gulden bezahlt wird. Ich wette, daß man bei uns dieselbe Sorte für 2-3 Gulden haben kann. Das Brod ist gut, kommt aber dem Fremden anfangs etwas bitter vor, was von den Hefen herrühren soll. Die Butter ist frisch vortrefflich, nimmt aber schon nach einigen Tagen einen ranzigen Geschmack an. Das Wasser ist schlecht, bleifarbig und immer trüb. Es wird entweder aus der Themse, oder aus dem New River in die Stadt geleitet, wobei man freilich nicht an die ekelhafte Nachbarschaft der Schiffsabtritte, der Schlachthäuser u. s. w. denken muß.

Vorige Woche machte ich auf besondere Veranlassung eine kleine Reise nach Chislehurst. Dieses ist ein artiges, höchst pittoresk gelegenes Dorf, nur ungefähr 6 Stunden von hier. Es befindet sich ein großes Erziehungsinstitut daselbst, das von einem Herrn ~Mace~, einem sehr würdigen Mann, geleitet wird. Ein Fremder, der die Sprache aus dem Grunde kennen lernen will, thut sehr wohl, wenn er auf einige Monate in eine solche Kostschule (Boardings-Schoal) geht. Man nimmt nämlich in allen solchen Instituten auch erwachsene Pensionäre auf. Diese zahlen in Chislehurst für alles 6 Guineen monatlich. In den Boardings-Schoals näher bei London, wie Islington, Chelsea u. s. w. ist man freilich weniger wohlfeil. Die Luft von dem hochliegenden Chislehurst ist sehr gesund, auch scheint das Wasser vortrefflich zu seyn. Nach London giebt es täglich bequeme Postgelegenheiten. -- Ich erwarte nur noch einen Brief aus Amsterdam, um sofort nach Holland überzugehen.

~Fünfzehnter Brief.~

~In See~, 27. Januar 1806.

Es ist Abends 5 Uhr, der günstigste Wind treibt uns den vaterländischen Küsten zu. Gestern Abend begab ich mich nach Gravesand; diesen Morgen um 11 Uhr segelten wir die Themse hinab. Welche paradiesische Ufer bis hinter Chatham! Dann aber wird der Strom so breit, daß er fast einer Rhede gleicht. Man kann in der nämlichen Ferne nur wenig mehr sehen. Um 3 Uhr kamen wir mit 60 andern Schiffen glücklich in See. -- Bald umarme ich Sie.

~Helvoetsluis~, 28. Jan. Mittag.

Wir gehen vor Anker, ich gebe diesen Brief einem Fischerboote mit, damit er noch um 2 Uhr in Rotterdam abgehen kann. Alles ist wohl und fröhlich an Bord, ich selbst bin höchstvergnügt. Heute vor einem Jahre und nun! O Freunde! o Vaterland! o Geliebte! Morgen bin ich bei Ihnen, und dann keine Trennung mehr!

Fußnoten:

[1] Oeffentliches Wirthshaus.

[2] Flöße, die man mit Ruder und Segel zugleich fortbringt.

[3] Hafendorf von Jaffanapatnam.

[4] So hieß der Freund des Verfassers.

[5] Alle indische Töpfer pflegen zu gleicher Zeit auch Wundärzte zu seyn.

[6] ~Kampaak~ genannt. Die Betelblätter sind wie ein ~Herz~ geformt, und außer der Areka noch mit Cardamom und Catchu gefüllt. Ein solcher Kampaak ist ein verblümtes Liebesgeständniß.

[7] Pipal, =Fiscus indica=. Nach der Behauptung der Hindus braucht dieser Baum zu seinem vollen Wachsthum ~fünfhundert~ Jahre.

[8] Sie gaben damit den Takt an, um gleichen Schritt zu halten, wie oben gesagt worden ist.

[9] Die herumziehenden Tänzerinnen werden in der Regel wenig geachtet. Ganz anders ist es mit den ~Devodaschis~, die bei den Pagoden angestellt sind.

[10] Getrocknetes Feigenblatt. Man braucht diese Olas als Papier.

[11] Ein Paar hundert Tausend Pfund Sterlings.

[12] Durch die ~Fußpost~, der einzigen, die in Ostindien gebräuchlich ist. Die Postboten heißen ~Toppals~ oder ~Dhaabs~. Es gehen immer zwei zusammen, wovon der eine den Briefsack trägt, während der andere eine kleine gellende Trommel schlägt. Die Stationen sind nur zwei Stunden lang, und eigene Hütten dazu erbaut. In Calcutta, Madras, Pondichery, Negapatnam u. s. w. gehen diese Fußposten alle Abende nach allen Gegenden Indiens ab.

[13] Dieser Fluß durchschneidet Batavia.

[14] Wie z. B. Kampfer, Eisen, Opium u. s. w.

[15] Aus Isle de France.

[16] Fahrzeug zur Aufnahme von Personen eingerichtet, das von einem Pferde gezogen wird.

[17] Die hintere Cajüte, die sehr nett eingerichtet ist.

[18] Gerade so, wie an den Donau-, an den Elb-, Main- und Rheinschiffen hinten Kähne angehängt sind, nur daß der Zwischenraum größer ist.

[19] Holländischer ~Käse~ von vorzüglicher Güte, mit ~rother~ Rinde.

[20] Rum mit Wasser vermischt.

[21] Ein holländischer Gulden ist fl. 1, 4 kr. rhein.

[22] Ostindische Goldmünze, ~vier~ holländische Gulden an Werth.

[23] Ungefähr anderthalb Kreuzer rheinisch.

[24] Bekanntlich befindet sich jezt der General ~Bounaparte~ als Gefangener daselbst. D. H.

[25] Ungefähr eine Stunde.

[26] Schlafstelle in der Wand, mit Schiebbrettern versehen.

[27] Vordertheil des Schiffs.

[28] Französische Hunde, was der gewöhnliche englische Schimpfname ist.

[29] Neun Gulden Rheinisch.

[30] Ein Stüver ist ungefähr vier Kreuzer Rhein. werth.

[31] Nelson ist todt! Nelson ist todt!

Anmerkungen zur Transkription:

Die erste Zeile entspricht dem Original, die zweite Zeile enthält die Korrektur.

S. 64

Das Comtoir befestigt nur wenige Leute Das Comtoir beschäftigt nur wenige Leute

S. 121

Ich folgte dem Manesenstrom Ich folgte dem Menschenstrom

S. 263

Vierter Brief. Sechster Brief.

S. 297

9 Uhr morgens tagten in großer Entfernung 9 Uhr morgens tauchten in großer Entfernung

S. 334

27. Januar 1805 27. Januar 1806