Part 14
Während er mehr zu sich selbst, als zu mir sprach, hatte er den schwarzen Schäfermantel auseinandergeschlagen und wischte sich mit dem riesigen Zipfel des Taschentuches verstohlen das Auge. Als er aber meinen freundlich verstehenden Blick auf sein gerötetes Antlitz gerichtet sah, steckte er das Tuch sofort weg, zwinkerte noch ein paar Mal wie prüfend mit dem Augendeckel und erklärte dann ein wenig unsicher im Ton:
„Es muß mir ein Kohlenstäubchen ins Auge gekommen sein.“
Dann schritt er im Gewühl der Passagiere eines eben angekommenen Zuges zwischen einem höheren Offizier und einer Eierfrau durch die Perronsperre ins Freie ...
[Illustration]
[Illustration:
Druck von C. Schulze & Co., G. m. b. H. Gräfenhainichen]
Bücher aus dem Verlage ○ ○ Concordia Deutsche Verlags-Anstalt ○ +Hermann Ehbock+ Berlin W. 50 ○ ○ Geisbergstraße 29
Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, Hermann Ehbock
[Illustration: Berlin W. 50.]
Rudolf Presber:
Von Leutchen, die ich lieb gewann
_=15 Auflagen=_ in kurzer _=Preis=_ geheftet Mk. 3.50, Zeit gbden. Mk. 4.50.
=Berliner Tageblatt.= +Welch ein Buch! Welch ein lustiges Buch durch und durch!+ Der ernsteste, bis aufs äußerste überlastete Minister, ja alle überlasteten Menschen (und wer wäre es nicht?) hätten freudige, fröhliche Stunden, wo sie ab und zu aufsehen müßten vom Lesen, um sich vom Lachen auszuruhen und minutenlang zu stoppen, um sich zu erholen. Ja, welch ein +wundervolles köstliches Buch ist es+! Voller (wenn erlaubt ist, so zu sagen) durchdringenden Humors. Wie scharf hat der Dichter uns Menschen gesehen, „in diesem Fall“ wie scharf unsere großen und kleinen Eigenheiten gekannt! Wie vielen wird dies Buch ein erfrischendes Buch sein, wo sie mal beim Lesen alle und alle Sorgen an den Laternenpfahl hängen können! Und die Kranken, die darin lesen, müssen gesund werden (+Detlev von Liliencron+).
=Leipziger Tageblatt.= Dieses Buch stelle ich +an einen ganz besonderen Platz in meiner Bibliothek+. Ich stelle es dahin, wo die Sorgenbrecher des Lebens stehen, dahin, wo all das traulich zusammensteht, was pessimistische Gedanken und Gefühle verscheucht, was mir die Schatten des Lebens bannt und die Sonne goldiger macht. Ganz in die Nähe der ernsten Philosophen stelle ich es, nicht zu weit weg von Shakespeare, dem genialen Witzbold, und nicht zu weit auch vom (nicht zeitlich, aber wesentlich) älteren Jean Paul ... Der Wert der Presberschen humoristischen Erzählungen, ihr ganz +einzigartiger und außerordentlicher künstlerischer Wert+, besteht in der Fähigkeit des Dichters, sich in die Lebensgewohnheiten und Lebensauffassungen der Personen völlig hineinzudenken, die er uns schildert. Nur der wirkliche Dichter vermag seine Figuren lediglich durch sich selbst humoristisch wirken zu lassen. Da ist nichts gesucht und an den Haaren herbeigezogen, +all diese Personen leben+, leben, so wie sie der Dichter schildert.
=Die Literatur (Hamburger Nachrichten).= In diesen Skizzen zeigt sich der Verfasser, den wir als einen unserer innerlich reichsten und feinsten Lyriker bereits kennen, als treffsicherer Spötter und Satiriker. „Der Mäcen“, „Liardot II.“, „Mein Porträt“ usw. sind +Kabinettstücke humoristischer Lebensepisoden+.
=Dresdener Nachrichten.= Ein Zug von, ich möchte fast sagen +überwältigendem Optimismus+ geht durch jede einzelne dieser feinen Skizzen, aus denen der Humor als der „verschönte Ernst“ zu uns spricht, jene Liebe zu den Menschen, die stets in dem großen Verstehen ihrer Schwächen und Fehler, ihrer Leiden und Freuden ausklingt. Man fühlt es, Rudolf Presber ist das Leben nicht stumm geblieben, er hat es sich selbst gedichtet, zur Poesie umgestaltet in den Sorgen des Alltags, in den Freuden der Feierstunden, in Jahren des Ringens und Leidens, in Augenblicken der Freude und des Glücks. Nur ein solcher Mensch, den das eben zum Dichter gemacht hat, kann Leben so sehen, wie es Presber sieht ... Nur wenige Dichter, die heute mit uns und hinter uns leben, verstehen es, +mit solcher Herzlichkeit zu schreiben, mit so viel echtem Gemüt zu erzählen+, wie dieser Poet, um dessen Lippen immer ein Lächeln zu schweben scheint, aus dessen leuchtenden Augen stets ein warmes Leuchten bricht, mag er auch nicht immer von lachendem Frohsinn sprechen.
=Breslauer Zeitung=: „+Ich habe lange nicht so gelacht+“, sind die Worte, die jeder ausrufen dürfte, der das entzückende humorvolle Buch „Von Leutchen, die ich lieb gewann“, von Rudolf Presber aus der Hand legt. Es ist reiner, klarer, echter Humor.
Die Diva und Andere
von =Rudolf Presber=
_Sechste_ Auflage
Preis: Geheftet Mk. 3.--, gebunden Mk. 4.--
=Münchener Neueste Nachrichten=: Einen hohen und seltenen Genuß verschafft die Lektüre dieser von sonnigem Humor und sprudelnder Heiterkeit erfüllten Skizzen. Presber, der feinsinnige Lyriker und geistreiche Spötter, ist unstreitig auch einer unserer besten Humoristen. Das neueste Buch ist ein schlagender Beweis dafür. Wie prächtig bearbeitet ist die kleine Skizze „Die Diva“, mit welch bitterer Ironie deckt der Verfasser mit wenigen genial hingeworfenen Strichen die ganze Falschheit und Niederträchtigkeit dieser drei sich gegenseitig umschmeichelnden Gestalten, der Diva, des Kritikers und des Dichters, auf. Nichts darin erscheint übertrieben, sondern alles atmet natürliche Frische. Eine ebenso große Rolle spielt das komische Element in der künstlerisch fein gearbeiteten und ergötzlich geschilderten Skizze „Der rätselhafte Findling“, der durch das Erscheinen Sherlock Holmes als Sohn des Dalai Lama erkannt wird. Der überaus ansprechende Stil, der das ganze Buch durchweht, übt einen unwiderstehlichen Zauber aus. Warmherzig und voll Empfindung ist das Buch so recht dazu geeignet, jedermann von krankhaften Seelenzuständen zu befreien und allen Pessimismus zu verscheuchen. Presber ist ein ganzer Künstler, dessen Phantasie einen Zündstoff bildet, dessen Wirkung niemand sich entziehen kann.
=Internationale Literatur- und Musikberichte=: Ein echter Sorgenbrecher! Man kennt Presbers Humor schon von seinem Buche her: „Von Leutchen, die ich lieb gewann“. Hier ist derselbe Humor, derselbe geistreiche Witz, die gleiche Kunst der kurzen, scharf pointierten Erzählung. Die vierzehn kleinen Erzählungen sind Meisterstücke ihrer Art und werden mit Recht dazu beitragen, Presbers Namen in die Reihe der ersten Humoristen zu stellen. Schon die Tatsache der 5. Auflage ist der beste Beweis für die Güte des Buches. Ich empfehle es auf das allerwärmste.
=Breslauer Zeitung=: Zwanglos intensiv teilt sich wieder die Grundstimmung der Presberschen Prosasatiren mit: Klar erkennt man in der Karikatur den fein durchschauten, festgeformten Typ, im scharfen Angriff die verstehende Entschuldigung, im brillierenden Wortwitz die Treffsicherheit der inneren Pointe, in der schneidigen Ironie noch die warme Herzlichkeit des Optimisten von Geburt. Nicht viele sehen jetzt so wie Rudolf Presber. Am meisten Otto Ernst (der Erzähler natürlich!), wo ihm das Leben ein frohes Farbenspiel ist. Aus einiger Entfernung schon grüßen die Menschen Heinrich Seidels und die Querköpfe Hans Hoffmanns sich mit Presbers Leuten. Und ganz aus der Weite reckten sich dann die Charakterfiguren noch weit Größerer auf. Die Form -- sie ist bei Presber mit dem Geschick des Routiniers dem allerjüngsten Geschmack angepaßt -- wird nicht über den soliden Dauerwert dieser Art Humor hinwegtäuschen, der nicht Presbers persönliches Eigen allein ist, sondern künstlerische Daseinsäußerung eines typischen Temperaments, das zum Glück jeder Epoche immer wieder neu ersteht, nie unverstanden bleiben darf und von seiner Zeit immer nur die Aeußerlichkeiten leiht.
=Der „Rheinische Kurier“=: Presber ist nicht nur in seiner engeren Heimat, sondern im ganzen deutschen Vaterland als einer der geistvollsten Plauderer und Feuilletonisten bekannt, der es versteht, auf der Grundlage einer scharfen Beobachtung und einer feinen psychologischen Zergliederung Grazie und Anmut mit ästhetisch-philosophischem Ernst zu verbinden. Wie immer, so bekundet auch Presber in der vorliegenden Sammlung geistvoll-humoristischer Silhouetten seine großen Vorzüge. Mit kecken Strichen versteht er seine „Helden“ und „Heldinnen“ uns vorzuführen, ihre Tugenden zu preisen und ihre Schwächen unbarmherzig zu geißeln und doch so liebenswürdig dabei zu bleiben, daß keine Bitternis in der Seele des Lesers aufsteigt.
=Deutsche Tageszeitung=: Von Rudolf Presber, dessen bereits in vierzehnter Auflage erschienenes Buch von „Leutchen, die ich lieb gewann“ nach dem Ausweis des Buchhandels zu den meistverlangten Neuerscheinungen dieses Jahres gehört, ist soeben das amüsante Geschichtenbuch „Die Diva und Andere“ in sechster, vermehrter Auflage mit neuem, charakteristischem Buchschmuck von Hanns Anker erschienen. Alle Vorzüge einer humor- und gemütvollen Erzählungskunst, die dem Verfasser des „Von Leutchen, die ich lieb gewann“ nach dem einstimmigen Urteil der Kritik unter die ersten Humoristen einreiht, findet sich in diesem Buche in bunter Fülle wieder.
=Berliner Tageblatt=: Rudolf Presber hat viel Begabungen: er kann sehr schöne zartflimmernde Verse machen; er kann mit ganz aktuellem Witz sich zum Herrn einer momentan interessanten Situation machen; er kann sich träumend über die platte Wirklichkeit erheben und kann auch als rechtes Weltkind harmlos fröhlich irgendeine Schnurre erzählen. Von +alldem+ findet sich etwas in diesem Satirenband.
=Die Post=: Presber liebt es, Satire und Humor und Grazie ineinander zu flechten. Seine Satire wird nie bösartig und gallig, der wundervolle süddeutsche Humor streicht mit einer weichen, warmen Hand über die Spitzen und Widerhaken der Satire und kulminiert zumeist die temperamentvoll losfahrende Vehemenz der Satire in einem befreienden und herzerquickenden Gelächter. So etwas bringt ein Norddeutscher nicht gut zuwege, dazu muß man schon Süddeutscher sein von dem leichten und doch empfindungsvollen fränkischen Geblüt.
Die Bilder-Stürmer
Eine Tragödie in fünf Akten
von =Cléon Rangabé=
Übersetzt und für die Deutsche Bühne bearbeitet von
Rudolf Presber
Mit Buchschmuck von +Hanns Anker+
Ihrer Kgl. Hoheit der Kronprinzessin von Griechenland gewidmet
Geheftet Mk. 4.--, gebunden Mk. 5.-- Numerierte Luxus-Ausgabe Mk. 25.--.
„=Nord und Süd.=“ Nicht nur der Diplomat, auch der Dichter Cléon Rangabé ist in Deutschland wohlbekannt und geschätzt. Das vorliegende Buch, das Drama „Die Bilderstürmer“, ist geeignet, den Namen des Dichters noch weiter hinauszutragen. Das behandelte Thema steht an und für sich uns Deutschen recht fern und abseits; jedoch ist Rangabé vollkommen gelungen, unser Interesse wachzurufen und wach zu halten, uns zu erwärmen und tiefinnerlich zu erschüttern! Gleich am Anfang empfinden wir bewundernd, mit wie kurzer kraftvoll gestalteter Exposition uns der Dichter in die das Stück bedingenden Verhältnisse hineinversetzt, daß die Zeit, die Umgebung mit all ihren Kämpfen und Gegensätzen sofort klar vor uns liegt. Es ist die Zeit der dogmatischen Kirchenkämpfe, die Zeit der „Bilderstürmer“; es ist die Umgebung des byzantinischen Kaiserhofes, wo eben jene Frage des Bilderdienstes die Kaiserin Irene, Leos IV. Witwe, zu ihrem Sohne und Mitregenten Konstantin VI. in schärfsten Konflikt brachte.
Im Theater zu Athen haben die „Bilderstürmer“ großen Erfolg erzielt, und wir sind überzeugt, daß auch ihre Aufführung in deutscher Sprache auf deutschen Bühnen bei angemessener Inszenierung und guter Besetzung der Hauptrollen reichen Beifall finden und Zugkraft ausüben wird.
Und zum Schluß die höchst vornehme Ausstattung des Buches, die nicht nur prächtig ist -- das kann auch von manchen anderen Erzeugnissen des modernen Buchschmuckes gesagt werden -- sondern, was weit schwerer wiegt und größere Anerkennung verdient, in ihrem Stile bis ins Detail hinein einheitlich und dem Inhalte des Buches angepaßt ist. So ist ein Kunstwerk entstanden, das in jeder Beziehung zu erfreuen und befriedigen vermag.
Im Lande der Jugend
Roman von Traugott Tamm
_6. Auflage._ Geheftet Mk. 4.--, geb. Mk. 5.--.
Die „=Preußischen Jahrbücher=“: Traugott Tamm ist einer der Auserwählten, dem das Können gegeben ist. Er ist eine starke, dichterische Persönlichkeit mit so viel Eignem, daß er sich an kein berühmtes Muster anlehnt, sondern ganz selbständig dasteht ... Der Abschied der Eingezogenen des Kirchspiels im Jahre 1870 und die Ansprache ihres hochbetagten Geistlichen ist eine der vielen meisterhaften Szenen, die das Buch enthält und der nur wenige in den Romanen der letzten Jahrzehnte an die Seite zu stellen sind. Dieser Roman kann zu einem wesentlichen sozialen Faktor werden, wenn er so viel gelesen wird wie er gelesen zu werden verdient!
=Das Blaubuch=: „Ein wunderbares Buch, wie es selten auf den Markt kommt.“
=Altonaer Tageblatt=: Das Thema dieses großangelegten Romans erinnert an das in Freytags „Soll und Haben“, ist aber durchaus selbständig verarbeitet und übertrifft Freytag an Vertiefung und Charaktere bei weitem. +Man hat das Bedürfnis, dieses Buch zweimal zu lesen.+
=Königsberger Neueste Nachrichten=: +Dieser Roman ist wie eine schöne reife Frucht, von sorgsamer Hand gepflückt. Seltene Schönheit und Tiefe der Empfindung und Sprache hebt dieses Buch weit über derartige Erscheinungen heraus.+
Rinnender Sand
Ostseegeschichten von Karl Rosner.
Geheftet Mk. 2.--, gebunden Mk. 3.--.
=Das kleine Journal=: ... +Ein Werk voll wunderbarer stiller Schönheit, die eindringlich und tief ergreift und lange nachklingt und ein Bleibendes im Leser hinterläßt.+
=Neues Wiener Tageblatt=: +Ein prächtiges Buch!+ Voll schöner, stimmungsreicher Naturschilderungen, voll Wärme und Empfindung bei Beurteilung der Menschen, liebenswürdig im Detail und großzügig im Ganzen.
Was ihm das Leben gab
Roman von =Rudolf Pinner=.
Geheftet Mk. 3.--, gebunden Mk. 4.--.
=Wiesbadener Generalanzeiger=: Einer von denen, die es fertig brachten, wirkliche, echte Menschen zu schildern, wie sie uns das Leben wahrhaft zeigt, einer von diesen wenigen, die zugleich feine Beobachter und echte Dichter sind, ist Rudolf Pinner. Viel von dem, was dem „Helden“ seiner Dichtung, dem Hans Erik Wendlandt das Leben gab, hat sicherlich auch der junge Autor aus der Heimat Gerhart Hauptmanns wirklich erlebt, vieles auch mag der feinsinnige Dichter an anderen Menschen erschaut und dann in sich aufgenommen haben. R. Pinner geht seine eigenen Wege. Einzelne besonders schöne Stellen dieses Romanes hervorzuheben, wäre nicht recht. Man darf nichts herausreißen und absondern von dem, was ein festes, harmonisches Ganzes ist. Dies ist ein Buch vom Leben und fürs Leben, das wirklich verdient, gelesen zu werden.
Die Invasion von 1910
Der Einfall der Deutschen in England
von =William Le Queux=
=Die Seeschlachtkapitel= von =Admiral H. W. Wilson=
Übersetzt von =Traugott Tamm=
Preis: Geheftet Mk. 3.--, gebunden Mk. 4.--.
=Breslauer Zeitung=: Was den literarischen Wert des Buches angeht, so ist er nicht gering. Es ist geschickt geschrieben, +erregt durch die Natürlichkeit des Tones die Illusion des wirklichen Geschehens+ und hält sich sorgfältig von krassen Effekten fern. Nur ein Beispiel, das zeigen wird, wie der Stil nach frappierender Treue ringt: „Die Zahl der elektrischen Scheinwerfer war bis auf sechs gestiegen; einige steckten lange, steife Finger in die leeren Räume der Nacht aus, andere wanderten rastlos auf und ab, hierhin und dorthin.“ +Das könnte ebensogut bei Maupassant, wie bei Le Queux stehen.+ -- Das Buch wirkt vornehm durch die maßvolle Behandlung des Stoffes.