Part 13
ragt der schwarze Kirchthurm mit seinem spitzigen Schindeldache wie ein Zahnstocher für Giganten. Er ist in die Ruinen eines alten Schlosses gebaut, von dem nur noch ein mit Birken bewachsener Thurm erübrigt. Weniger konnte ich den einstigen Namen, (_Weiher_, _Wieher_, oder _Wildschloß_ wie man es verschiedentlich angab,) als eine Volkssage darüber erfahren: Einst sollte hier ein gar arger Raubritter hausen, dem nebst Wildjagd, Menschenpein seine angenehmste Erlustigung gewesen. Die Bauern, welche dazumal im Walde zerstreut ihre Hütten besassen, konnten ihm nie genug arbeiten, und dennoch war er niemals zufrieden; er schwur endlich, sie statt der bereits ziemlich ausgerotteten Bären und Wölfe hetzlustig zu erlegen. Zu diesem himmelschreienden Vorhaben lud er einige seiner Zechbrüder und Lastergenossen.
Es fügte sich vorher, daß, wie er eines frommen Burschen Braut verführen wollte, dieser und ihr Bruder ihm zu hart auf den Leib gingen, und den Ritter zur Flucht zwangen, deßhalb befahl er nun das Mädchen und die beiden Bursche in den Burgzwinger zu bringen, selbe in Häute von Bären zu nähen, und dazu zwei wirkliche Bären, welche im Forste einst jung gefunden, und zur Kurzweil des Ritters auf dem Schlosse ernährt wurden, einige Tage abgehungert, dann gegen die Unglücklichen auszulassen.
Das Schreckensfest begann mit der Ankunft der gräßlichen Zuseher. Wüthend fielen die zwei großgezogenen Schloßbären über die drei Fremdlinge her; der Kampf blieb eine Zeitlang zum Erstaunen der Anwesenden unentschieden. Endlich stürzte einer, und dann der zweite der genährten Raubzöglinge mit fürchterlichem Gebrülle an die Einfriedung des Burgzwingers, daß ihre Rippen brachen und Mauerschutt die todten Riesenkämpfer überdeckte. Rachentflammt über das unglaubliche Glück und Kraftzeichen der vermeinten drei Delinquenten, eilte der wohlbewaffnete Satansritter, unerhörte Flüche wider sein Daseyn und den Schöpfer ausstossend, wenn er nicht diese Masken erlege, mit zweien seiner verdorbensten Spießgesellen in den Kampfplatz. Wuth und Blutgier schwang höher ihren blitzenden Stahl, jeder Streich hätte eine Eiche überwunden, und doch drang er nicht durch bei den blutenden Vierfüßlern; sie rangen und schwiegen, wenn auch schon die Stimme der Ritter erstarb! Jetzt aber hoben sie sich, fürchterlich brüllend wie der Nordsturm, wenn er die Bäume ihren Wurzeln entreißt, und die Felsen sammt deren Lavinen hinabschleudert, in die tiefen Gräber der Alpen, um über die Menschheit Gräber zu bauen!
Mit Zettergeschrei flohen die barbarischen Zuseher von ihren gefälligen Plätzen. Die Ritter wollten auch das Weite suchen; Todesangst hatte ihnen bereits das Mark zerronnen und die Haare steif empor gestreift: jedoch näher drangen die zottigen Ungeheuer auf die um Hülfe rufenden Schlachtbolden. Einer um den Andern wurde besiegt; man sah die Panzer zersprungen, das Eingeweide aus dem Leibe gerissen, den Kopf vom Genick gedreht, und die Gliedmassen einzeln auf dem Kampfplatz zerstreut. Hierauf erbrachen sich die Waldheroen den Ausgang, und blutige Spuren bewiesen noch mondenlang ihr jüngst schreckliches Daseyn. Aus der vernachlässigten Schloßkapelle aber traten bleichen Antlitzes, Hand in Hand die zwei Freunde mit dem ehrbaren Mädchen; unbewußt des Herganges, benützten sie den Augenblick als das Pförtchen sich aufthat, zu ihrer Rettung. Nun erkannten sie die gräßlichen Spuren des Mordes, sahen die zwei Bären erlegt, gegen die sie hätten kämpfen sollen, und vor welch sicherem Verderben sie eine verschleierte Jungfrau entzog. Das Mädchen aber wiederholte knieend ihr früheres Gelobniß: »wenn sie von diesem schrecklichen Untergange die heil. Jungfrau bewahre, in einem Kloster ihre Tage zuzubringen.« Traurig, aber ehrend diesen Entschluß, knieten die Jünglinge neben ihr, und versprachen, im gelobten Lande in den Reihen der Knappen, für die Ehre des Heilandes zu bluten.
So geschah es; das Schloß blieb geschieen von menschlicher Welt, nur der willkommne Sammlungsort wilder Raubvögel, Eulen und Nattern, die sich hier im bunten Vereine Feste gaben. Wagte auch bisweilen ein kühnerer Wanderer, durch Ungewitter oder Hoffnung zum Gewinn geleitet, in den öden Hallen eine Nacht zuzubringen; so wurde er bei fürchterlichem Lärm, mit Gold und Silbergefässen, herrlichen Speisen u. d. gl. schadenfroh gefoppt, und wenn er von etwas Gebrauch machen wollte, mit tüchtigen Schlägen zum Schlosse hinausgejagt. Nach vielen Jahren kam der einstige Bräutigam zurück; der Nonne Bruder hatte den Heldentod unter den Säbeln der Sarazenen empfangen. Dem Ankömmling war der gleiche Wunsch nicht vergönnt; er stürzte sich in der Schlachten blutigste Reihen, eroberte Trophäen, rettete seine mit Gefahren umdrohten Anführer, ward nie gefangen und that Wunder der Tapferkeit! Auf dem Schlachtfelde wurde er von dem fürstlichen Heeresführer zum Ritter geschlagen, besiegelte diese Auszeichnung durch spätere Kampfwunder, und kehrte endlich zurück, um im heimischen Pinzgau die asiatischen Wunden zu heilen. Doch auch hier bluteten sie, und zwar im Herzen -- durch Erinnerung! Die Veste, welche ihm von Kaiser und Reich zugesprochen wurde, gab ihm keinen Ersatz für sein verlorenes Glück, er bezog sie nicht, schenkte aber die Umgebung armen Ansiedlern, mit dem Wunsche: wenn sie oder ihre Nachkommen einst zu Vermögen kommen sollten, in die Nähe des Schlosses eine Kirche zu bauen; er selbst zog sich in die Wildniß und lebte als Einsiedler, von Jedermann verehrt. Kurze Zeit nach seinem Tode stürzte die Veste, welche wie vor und eh unbewohnt, aber noch im ziemlich guten Zustande sich befand, in einer Gewitternacht zusammen. Weniges Gemäuer und der Thurm erübrigten; in den Schutt theilten sich die Umbewohner, und sieh -- es fand sich ein Kästchen mit Gold- und Silbermünzen, zum herrlichsten Baue einer Kirche hinreichend. Man baute und baute, aber das Werk wollte nicht von der Stelle gehen; endlich strebte er, wölbte sich und stand da voll Ansehen und Pracht der Gott geweihte Tempel, von dem Volke angestaunt! Auf Maria Geburt sollte darin das erste Hochamt gefeiert werden; schon war alles vorbereitet! aber Tags vorher, den 7. September lag die Kirche durch unergründliche Macht -- im Schutt. »Der Herr läßt nicht durch Sündengeld sich Tempel bauen,« sprach ein frommer Greis, »erworbene Baarschaft durch unserer Hände wackern Fleiß, sollen Ihm die Kirche gründen!« und mit der Jahre späten Frist stand durch der Kreuzer karg erworbne Zahl, das Kirchlein zu Weiherhof.
Häufiger dringen sich bei
Neunkirchen
dem Wanderer die lästigen Spuren der vertilgenden Gießbäche auf. In diesem Dörfchen befindet sich ein Zoll- und Aufsichtsamt, als beinahiger Schlußwächter des salzburgischen Pinzgaues nach Tirol; ich mußte also meinen Paß daselbst _vidimiren_ lassen. Das Merkwürdigste nebst jener Kleinigkeit schien mir die grelle Malerei der Kirche, welche nur hier, aber schwerlich anderwärts, vor Lächeln wahrt. Würde das treffliche Trinkwasser, welches am Platze einem hölzernen Springbrunnen entquillt, in Wien rieseln, so hätte man es längst mit Granit überbaut, und um hohen Preis zur Abnahme gebracht.
Ausser Neunkirchen gewinnt die Gegend an romantischen Ansehen. Ein junger Laub- und Nadelwald nimmt den Fremdling auf von der erschöpfenden Tageshitze in freundlichen Abendschatten, wie den müden Lebenspilger die endliche Ruhe. Man hört erfreut wieder den melodischen Fink und zarteren Hänfling ihr vielstimmiges Dankliedchen wiederholen; sieht, wie das besorgte Rothkelchen sein leichtsinniges Weibchen zur Ruhe treibt, und die näschige Meise noch für den Nachtimbiß besorgt, von einem Zweige zum andern die Fliegen sich sammelt. Ich glaubte die lieben Luftbewohner zu erkennen, welche vor wenig Tagen noch vielleicht das Gärtchen meiner lieben Eltern belebten, die mir Willkomme brachten von ihnen und von meinen Freunden, welche im Geiste so gerne mit mir gewandert wären!
Ja gewiß, man mag Empfindler seyn oder nicht, ein schöner Abend nach stark durchschwitztem Tage leitet doch so natürlich zur sanften Schwärmerei!
Mitten im Bereiche der Najaden und Hamadriaden befindet sich die kleine Gemeinde
Rosenthal,
sie mag den schönen Namen als Trost führen, weil sie an dessen Realisirung so Mangel leidet. Rechts dabei auf der felsigen Waldanhöhe stehen die Ruinen des alten Schlosses
Hierburg.
Ich beschloß, ein halbes Stündchen zu dessen Besichtigung zu verwenden. Mit Befremden sah ich oben die öden Ringmauern von Kadavern aufgehangener Fledermäuse, Nachteulen und Falken besudelt. Auf einem der häufig herumwuchernden Bäume war ein todter Marder angebunden; übrigens fand ich ausser sehr häufiger Mauerraute (ruta murrana) an den Schloßwänden, nichts, was meine Aufmerksamkeit hätte anziehen oder fesseln können.
Enger und finsterer wird nun das Thal, kühner arbeiten darin die Bergbäche; die hohen Schneealpen blicken wohlgefällig auf diese -- ihre munteren Kinder herab, und sichern deren fortwährende Thätigkeit. Das winzig kleine
Trattenbach
mit seiner Branntweinbrennerei, könnte als herrliche Staffage zu einer amerikanischen Wildniß-Ansiedelung dienen. Nahe dabei erscheint eben so schön, als jenes abschreckend war, das aus 16 Häuschen bestehende Dörfchen
Wald.
Sein Kirchlein, welches den Trost spendet über die sich von hier theilenden Alpenpfade ins Ziller- und Pusterthal, rief eben zum Abendgebeth. Rein und silbern, wie das Alpenland, verklang die Glocke im Thale; und inner den Thüren der hölzernen Häuschen, neben der bemoosten Ringmauer der Kirche, tönte der fromme Spruch, welchen die dankbaren Eltern den Kindern gelehrt, um ihn auch auf die Nachwelt zu bringen.
Glücklich, wem sich sein Leben so schließt, wie der Abend den heutigen Tag! sein Wirkungskreis muß heiter gewesen seyn, und in den trüben Tagen des Schicksals muß nie Ungewitter Platz gegriffen, und den Nutzen der frohen Periode zerschmettert haben. -- Im unansehnlichen Wirthshause wollte ich meine heutige achtmeilige Wanderung beschliessen; allein trotz dem guten Willen, mußte weiter gewandert werden. Wirth, Weib und Dienstleute waren vor einigen Stunden zu den morgigen gebirgsberühmten Zeller-Kirchweihfeste (im Ziller-Thale) abmarschirt. Sie machten sich schon heute auf den Weg, um dort zu übernachten, und ja nichts von diesem Feste zu versäumen. Drei kleine Kinder und eine alte Wärterin übten dagegen zu Hause ihr Mordio, daß die Ohren gellten, und ich nach einem Schlucke sauren Weins lieber fortwanderte, als auf dem Bund Stroh bei solchem Konzerte die Nacht zu verwünschen. »Zu Ranach,« kreischte die Hekuba, bekäme ich gute Unterkunft und Nachtessen; auf der Karte fand ich diesen Namen als Dorf angeführt, und so konnte auch die Prophezeiung erfüllt werden. Die herrliche Lage von _Wald_ will den Wanderer nicht von sich lassen; begrüßt sie mit allem Zauber den Ankömmling, so ist’s magnetische Kraft, die den Abreisenden zurückhält. Ich stand geraume Zeit auf dem Endpunkte einer Bergwiese ober dem Dörfchen, und zählte die Hütten, und maß die Wälder und Felsen, welche hoch sie umgeben, und beneidete die Salza, welche herumhüpfend zwischen grünen Voralpen von ewigem Schnee überglänzt, den schönsten Gebirgstheil ihren Geburtsort nennt. Und des Himmels Sternenaugen erwachten itzt häufiger und schneller zur Sorge für die schlummernde Welt; sie überblitzten das schwindende Roth der spätesten Abendgluth auf den Gipfeln der Schneealpen, und bis an die Flüsse hinab reichte ihr forschender Blick, und schwamm darauf wie der Nachen der Hoffnung als diamantener Schimmer. Nun brach sich der Mond zwischen Wäldern die Bahn, höher schwang er sich als König der Nacht über seine Huldiger zu dem grossen Erzeuger. Die Erde schmückt also wieder festlicher Glanz; neue Gefühle entstehen, das Silberhaupt muntert zum Frohsinn. Muthvoller eilet der Pilger zum Ziel, lieblicher wird dem Müden die Rast, sanfter schlägt das Herz in der spröden Schönen, beseligender finden die Geliebten ihre zarte Umarmung.
Mich umfaßte bald die Waldhöhe; links ins Thal stürzte sich
der Salza Urquelle
im weiten Bogen von schroffer Felsenwand, rechts aus finsterer Schlucht eilte eine andere _Cascade_ der ersteren nach; sie waren die einzigen, welche fortwährend die heilige Stille zu stören wagten. Eine verfallene Sägemühle, welche vom Unglücke oder Nachlässigkeit des Eigenthümers sprach, kämpfte zu meinen Füssen mit der gewaltig sie bekriegenden Fluth. Das durch die Zweige ungewiß eindringende Mondlicht, das schäumende Getöse, welches jeden Ruf übertönte, die zerfallene Mühle mit 100 Winkeln und Fallen, endlich der nahe Forst und die zerklüftete Umgebung, dürften so ein treues Bild eines Räuberschlupfwinkels liefern. Des Nadelwaldes harzige Wurzeln, welche schlangenförmig über dem Boden fortzogen, erschwerten mir die Wanderung, je dichter die Stämme sich reihten.
Ich hatte den Trost auf diesem Wege nicht fehlen zu können, und stolperte also geduldig fort, bis der Pfad sich theilte; da wählte ich aber natürlich den bequemeren rechts. Jedoch was besser scheint, ist nicht immer das wahre, _probatum_; ich kam statt nach _Ranach_, auf eine Bergwiese, die mit vogelhausähnlicher Heuschupfe ausgestattet war. Verdrießlich über meinen Irrthum hielt ich es nicht der Mühe werth, denselben durch Rückweg zu verbessern, und fühlte mich überhaupt zu ermüdet, weitere Pläne zu ergrübeln. Oft schon hatte ich auf diese Art eine Nacht herrlich verschlafen; »der Morgen wird schon zeigen, wo hinaus,« dachte ich und kletterte zum Luftthürchen hinein; _Duna_ folgte nach paarmaligem Fehlsprunge. Das Bergsteigen hatte mich erhitzet; ich wollte mir diese Wärme erhalten, und kroch so tief als möglich ins duftende Heu. Aber nach geraumer Zeit fühlte ich zu sehr eindringende Nässe durch meine Kleidung. Das Gras mußte entweder nicht gehörig ausgetrocknet erst hier zur Auslüftung aufbewahrt werden, oder der vorgestrige Regen hatte durch das schlechte Dach zu viel Einfluß auf meine Lagerstätte; kurz, ich fand das Heu nur auf der Oberfläche seinem Namen entsprechend, und in dem nassen Grase konnte kein Mensch bei der nächtlichen Gebirgskälte übernachten. Demohngeachtet entsprang ich diesem unfreundlichen Asyle erst, bis mich Fieberfrost mahnte; ich wußte nicht wohin, oder was zu beginnen? Vergebens suchte ich in der Nähe ein ähnliches Hüttchen, vielleicht mit gehaltvollerem Vorrath; Wald und Wiesen zeigte der karge Mond, und mit diesen mußte ich mich begnügen. Den Rückweg und eigentlichen Pfad fand ich leicht, und bald auch das auf der Karte großthuende
Ranach,
welches aber zu meinem Erstaunen, nichts mehr, als eine elende Holzkneipe mit zwei halbzerfallenen Scheunen enthielt. Dieß also die Trostherberge, welche den Gebirgskundigen nach wenigstens zweistündiger Anstrengung von _Wald_ lächelt? Mein Vorgefühl von Labung ward ganz kleinlaut, besonders, da mir die Uhr die eilfte Stunde zeigte, welche nicht die gewöhnliche für hierortige Besuche seyn mag; jedoch wollte ich ja nichts als ein Strohlager, und dieß dürfte immer bereit seyn.
Zwei wilde Bestien von Hunden sprangen auf mich Nahenden; kaum daß ich ihrer mich erwehren konnte, kam ein schwerer Bullenbeisser der Avantgarde zum Succurs. _Duna_, welcher meine Gefahr ersah, befreite mich durch seinen muthigen Anfall auf den geübten Fänger; doch er konnte diesem nichts abgewinnen. Beide balgten sich jämmerlich, indeß ich den Kampf mit denen vom frischen Muthe begünstigten Bastard-Pudeln aufs Neue beginnen mußte. Mein Rufen half nichts; das Lärmen der Hunde hatte die Berge zum Leben erweckt; dennoch schien das Echo zu schwach für die tauben Ohren der hiesigen Bewohner. Die Geduld riß endlich, als mich einer der bissigen Stänkerer seine Zähne im Waden fühlen ließ; ich erstach ihn mit meinem Stockdegen ungern aber nothgedrungen. Nun war Ruhe, aber nur von den Hunden, welche mit fürchterlichem Gebelle forteilten, indeß der Bauer ein Fenster öffnend, diesen Moment abzuwarten schien, um sein Sprachrohr ertönen zu lassen: »Hanschl, Dommel (Thomas), Kosper etc. gebts d’ Büchs, daß i zomschois den sacker Sch--« noch einige Titeln folgten; ich wußte, daß es hier nunmehr Obdach zu erhalten unmöglich wäre, und wenn ja diese genannten Namen verkörpert sich dort befänden, für gegenwärtigen Augenblick nichts anders als Mißhandlung zu besorgen wäre. Ich wanderte fort, und konnte nur nicht begreifen, warum der Wirth, welcher, wie es gewiß schien, lange den Lärmen vernommen, nicht früher ins Mittel trat, und dadurch sich meinen Dank erwarb, und seine Hauswache vollzählig erhielt? In Gerlos eröffnete man mir deßhalb, daß dieser Alpler, bei dem nichts als Branntwein und Brot zu bekommen wäre, trotz seines sonst leutseligen und guten Gemüths, wegen mässigen Besitzes, bei Nacht äusserst mißtrauisch sey, und um solche Zeit am wenigsten Fremde bewillkomme.
Ende des ersten Theiles.
Inhalt.
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Seite. Vorbericht III Abreise, Steinfeld, Bergfeste Klam, komischer Auftritt 1 Uebern Semmering nach Steiermark 8 Mirza-Thal 11 Burgruine Hohenwang 12 Burgruine Lichteneck 13 Markt Kindberg 14 Markt und Veste Kapfenberg 15 St. Maria Loretto (Rehkogel) 21 Bruck an der Mur 23 Murfahrt 24 Schloßruine Pfannberg 27 Schloß Rabenstein 29 Schloßruine Peckau 30 Grätz 33 Schloßruine Gösting 44 Schloßruine Thal oder St. Jakob 48 Eggenberg 51 Doppelbad 52 Stainz 53 Lasselsdorf 54 Kleinstätten (St. Michael) 56 Radelberg 57 Mährenberg 59 Drauthal 59 Kärnthen 60 Unterdrauburg 61 Lavamünd 63 Ernegg 64 Völkermarkt 64 Steinbier 66 Klagenfurt 67 Ebenthal 69 Veste Gurnitz 69 Veste Osterwitz 70 Wörder- oder Klagenfurter-See 77 Ruinen von Leostein 78 Velten 79 Landskron, merkwürdigste Ruine 80 Villach 89 Einöderthal und Mühlstädter-See 90 Liseregg 95 Möllthal 97 Ruine Falkenstein 99 Obervellach 101 Dorf Malnitz 102 Malnitzer-Tauern 105 Kreuz-Spitze 111 Naßfelder-Tauern 113 Gasteiner-Ache 115 Pöckstein 117 Wildbad Gastein 117 Badbrucken 121 Hofgastein 121 Clam 123 Salzathal 125 Werfen Markt und Veste 128 Lueg 130 Gölling 133 Gulinger-Fall 134 Hallein 137 Dürenberg 138 Ein Wettreiten 144 Wettlauf 146 Schöpfruh 146 Zill 147 Berchtesgaden 147 Hochzeit 149 Salzberg zu Bischofswiesen 151 Friedhof zu Berchtesgaden 152 St. Bartholomäus oder Königssee 156 Obersee 164 Windhöhle 166 Steingerölle drohet Gefahr 171 Fundersee 174 Alpenwirthschaft 176 Fundertauern 181 Steinernes Meer 187 Hoher Hundskopftod 187 Alpengewitter 194 Hohe Weisbach- oder Tauernwand 196 Schloß Lichtenberg 205 Saalfelden 205 Zellersee 207 Heroen des Salzburger Alpenlandes 209 Walchen 211 Mittersill 211 Bauern-Oekonomie 212 Braunberger Wasserfall 213 Weiherhof und seine Volkssage 215 Neunkirchen 219 Rosenthal 221 Hierburg 221 Trattenbach 221 Wald 222 Der Salza Urquelle 224 Ranach 225
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Druckfehler.
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Seite 7 Zeile 6 v. o. _statt_ Feste, _lese man_, Veste ── 30 ── 11 ── ── deren ── dessen ── 30 ── 6 v. u. ── Jahren ── Jahre ── 53 ── 6 v. o. ── fortwährend ── fortwähren ── 94 ── 9 ── ── schleuderte ── schlenderte ── 173 ── 10 v. u. ── den ── denn ── 212 ── 13 ── ── de ── den
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[Seite 012]: ... eine herrliche Uibersicht schenken. ... ... eine herrliche Uebersicht schenken. ...
[Seite 014]: ... Uiberdieß gibt es noch durchaus ... ... Ueberdieß gibt es noch durchaus ...
[Seite 049]: ... opferte, von eine armen Familie bewohnt. ... ... opferte, von einer armen Familie bewohnt. ...
[Seite 081]: ... daß dieser geachte _Chevalier_ ... ... daß dieser geachtete _Chevalier_ ...
[Seite 089]: ... Abgerechnet den _sanitäten_ Nutzen oder Schaden, ... ... Abgerechnet den _sanitären_ Nutzen oder Schaden, ...
[Seite 104]: ... dem Bocksfleische, daß zwar nicht wohlschmeckend, ... ... dem Bocksfleische, das zwar nicht wohlschmeckend, ...
[Seite 124]: ... Meissel und Pulper von ihrem Punkte verbannt. ... ... Meissel und Pulver von ihrem Punkte verbannt. ...
[Seite 139]: ... denn je lockerer die Lehm oder Erdmasse ist, ... ... denn je lockerer die Lehm- oder Erdmasse ist, ...
[Seite 141]: ... grau und lettenartigen - bisweilen Schieferthon ... ... grau und lettenartigen -- bisweilen Schieferthon ...
[Seite 147]: ... Besorgnisse um köngl. bair. Paß. ... ... Besorgnisse um königl. bair. Paß. ...
[Seite 183]: ... Schafobsorge beträgt. ... ... Schafobsorge beträgt.« ...
[Seite 186]: ... Aber nördlich überhöhnen sie des hohen Hundskopftods ... ... Aber nördlich überhöhen sie des hohen Hundskopftods ...
[Seite 187]: ... ihrer Oberfläche schuh oder klafterweit geschieden, ... ... ihrer Oberfläche schuh- oder klafterweit geschieden, ...
[Seite 191]: ... den Eisfelsen ertfernt zu seyn. ... ... den Eisfelsen entfernt zu seyn. ...
[Seite 194]: ... nach Saalfelden komen,« prophezeihete er, ... ... nach Saalfelden kommen,« prophezeihete er, ...
[Seite 196]: ... er fiel der Hohe, ... ... es fiel der Hohe, ...
[Seite 208]: ... schien älter uud gebrechlicher noch als ... ... schien älter und gebrechlicher noch als ...
[Seite 229]: ... Padbrucken ... ... Badbrucken ...