Chapter 15 of 15 · 3845 words · ~19 min read

Part 15

»Mongoleina«, der mächtige Häuptling der Region, in vollem Ornat, hat seinen mit Leopardenfellen ausgelegten Sitz eingenommen. Wie er so majestätisch über den freien Platz dahinschreitet, ist er das Symbol eines starken, unabhängigen Volkes. Er ist in der Tracht seiner Vorväter gekleidet, die er nur bei ganz besonderen Anlässen zu tragen pflegt und die harmonisch wirkt, wenn man nur den rechten Körper dazu hat und sie mit Verstand anzulegen weiß. Um die Lenden in weiten Falten ein Schurzfell, aus bunten Bambusfibern hergestellt, um den Hals eine Schnur mit Leopardenzähnen, zum Zeichen seiner Würde, an den Hand- und Fußgelenken schwere Messingringe, auf dem Kopfe ein dichter Kranz von Adlerfedern, kunstvoll mit einem Leopardenfell zu einem Kopfputz vernäht, in der Hand eine lange schwarze Lanze: so schreitet er siegesbewußt auf den Ehrenplatz unter den Mondenbäumen zu.

Von ferne her ertönt ein Gemisch von dumpfen und hellen Lauten von Gongs, Hörnern und Holztrommeln. Der Fetischmann mit seinem eingeweihten Stab, das große Verhängnis, naht. Gespannt blicken alle Augen in die Richtung, aus der er kommen muß.

Und schon naht er mit seiner Truppe, die mit ihrem wiegenden Tanzschritt und ihrer phantastischen Bemalung einen unheimlichen Eindruck auf die versammelte Menge macht. Ihre Mitglieder sind vom Kopf bis zu den Füßen mit rotem Tukulapulver beschmiert, so daß sie wie in Blut getaucht erscheinen. Um die Hüften tragen sie einen kurzen Rock aus Binsen, der bis zu den Kniegelenken reicht, um die Augen, deren Lider und Brauen mit Ruß pechschwarz gefärbt sind, um den unheimlichen Ausdruck zu erhöhen, laufen mit weißer Kreide gemalte Ringe; Wangen, Brust und Arme sind mit Hieroglyphen bedeckt.

Aus ihrer Mitte löst sich jetzt der Medizinmann, der durch die reiche Ausstattung, die Schellen und schweren Eisenringe an Armen und Füßen, die gräßliche Maske auf dem Kopf sowie eine Schnur von Leopardenzähnen um den Hals als Zeichen seines hohen Ranges, sofort die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Im Kreise herumtanzend, vergewissert er sich zuerst, ob alle Einwohner des Dorfes anwesend sind. Vielleicht sucht er sich auch jetzt schon sein Opfer aus.

Dann beginnt der eigentliche Tanz, der sich nur schwer beschreiben läßt. Unter dem dumpfen Klang des Gongs und den hellen Wirbeln der Trommeln redet der Medizinmann zur Menge, dabei die Missetaten und Menschenopfer aufzählend, die der »Likundu« bereits gefordert hat. Ein vollendeter Bauchredner und Sänger, stößt er unartikulierte Schreie aus, hält Reden, gibt sich selbst Antwort und führt dabei allerhand geheimnisvolle Bewegungen aus. Bald tanzt er mit Händen und Füßen, bald wirbelt er in rasender Ekstase um sich selbst, bald verfällt er in eine Art zuckender Krämpfe, wobei er mit Armen und Füßen um sich schlägt wie im Kampf mit Dämonen, die in seinem Innersten wüten. Dann wieder verschwindet er wie ein Pfeil im Dunkel der Nacht, und gellende, markerschütternde Schreie widerhallen im schaurigen Echo des Waldes. Offenbar ruft er ein unsichtbares Wesen, das ihm antwortet, worauf er plötzlich wieder in der Mitte seiner Leute, die inzwischen Gongs, große Elfenbeinhörner und Trommeln in rasendem Tempo bearbeitet haben, auftaucht und die erschreckte Herde Menschen in seinen Bann zieht.

Immer wilder werden Ausdruck und Gebärden des Tanzes, die Augen üben durch die Maske einen schauerlichen, faszinierenden Eindruck auf die Umgebung aus. Der Tänzer selbst und seine Begleiter geraten in eine Art wilder Ekstase, ihre Augen nehmen ein eigenartiges Feuer, einen starren Blick ins Leere an. Es ist der Blick einer Schlange, der das Opfer vor Schrecken lähmt. Mit heiseren, unartikulierten Lauten, mit seinen schlangenartigen Bewegungen, mit der hypnotischen Wirkung seiner starren Augen zwingt er die unwissende Menge unter seinen Willen.

Stunden vergehen -- in langen Rinnsalen, wie Blut, rieselt der Schweiß an den Körpern der Mitwirkenden hinab. Die Menge ist aufs höchste erregt und antwortet auf die hervorgestoßenen Fragen mit drohendem Gebrüll. Der feierliche Moment naht. Wieder verschwindet der Tänzer, wie von einer unsichtbaren Macht verschlungen, und sein Wehklagegeheul ruft im Walde ein lautes Echo hervor. Im nächsten Augenblick erscheint er mit der gefährlichen Medizin und stürzt sich auf sein Opfer. Dieses, im Bewußtsein seiner Unschuld, trinkt gewöhnlich sofort die dargereichte Medizin. Tut es dies nicht, dann ist die Schuld so gut wie erwiesen, und die durch die nächtlichen Vorgänge und durch das unausgesetzte Rauchen von Hanf zur höchsten Blutgier aufgestachelte Menge stürzt sich mit Messern, Hauen und Spaten auf ihr Opfer, um es an Ort und Stelle zu schlachten und buchstäblich in Stücke zu zerreißen. Jeder sucht ein Stück desselben zu erwischen.

Hat der Betreffende das Gift getrunken, und ist er imstande, es sofort wieder zu erbrechen, so ist dies ein Beweis seiner Unschuld, und das Fest findet seinen Fortgang, indem der Fetischmann ein zweites Opfer, und so weiter, auskundschaftet, bis das Gift endlich seine Wirkung tut.

Zahllos sind die Fälle, bei denen der Giftbecher als Gottesgericht entscheidet, und nachgewiesenermaßen hat ein und dasselbe Gift, von zwei verschiedenen Personen getrunken, ganz verschiedene Wirkung. Auch die Art der Gifte wechselt bei den verschiedenen Negerstämmen, und es ist festgestellt worden, daß z. B. bei allen jenen, die ihr Opfer verzehren, das Gift eine stark berauschende, vorübergehende Wirkung hat, also eigentlich nicht tödlich wirkt, während in anderen Distrikten unbedingt tödliche Gifte zur Verwendung gelangen.

Man erkennt am Geschilderten die ungeheuere Macht der Medizinmänner. Stirbt jemand auf unvorhergesehene Weise oder wird er ermordet, frißt ein Krokodil oder ein Leopard einen Eingeborenen, kommt eine Seuche über das Land, werden die Ernten durch Hagel und Unwetter vernichtet, kurz, bei jedem Unheil, das ein Dorf trifft, hat der Fetischmann Gelegenheit, sich seiner Feinde zu entledigen. Als Opfer wählt er mit Vorliebe mißliebige Gegner, ältere Männer und Frauen, alle jene, die ihm nicht seine Götzen abkaufen, oder auch Frauen, die sich ihm nicht willfährig zeigen. Kein Eingeborener ist vor der Tücke dieser Räuber sicher. Sie waren die gefährlichsten Gegner des Europäers bei der Unterjochung des Landes und haben vielen Expeditionen den Untergang bereitet. Sie bleiben es heute noch in jenen Gegenden im Innern, wo die Erschließung nicht durch die Macht der Gewehre, sondern durch den Handelsverkehr mit den Eingeborenen Schritt für Schritt vor sich geht.

Die Leute setzen unbedingtes Vertrauen in die überirdische Macht ihres Fetischmannes und in die Kraft seiner Medizinen. Sie glaubten auch an seine Fähigkeit, die modernen Schußwaffen unwirksam zu machen. Daher zeigten sie auch vielfach eine unglaubliche Unerschrockenheit im Kampf mit den Europäern, und die Fetischmänner konnten trotz des mörderischen Feuers immer und immer wieder neue Scharen von allen Seiten gegen ihren Gegner heranführen, bis dieser schließlich der Übermacht erlag. Gelang es, den Medizinmann zu töten, dann war gewöhnlich der Mut der schwarzen Scharen gebrochen, und in regelloser Flucht verließen sie den Kampfplatz.

Fußnote:

[5] Medizin in allen möglichen Packungen.

Negermärchen.

Meinem Koch war ein kleiner »Yambinga-Boy« als »Tellerlecker« zugeteilt. Dieser war in einer Mission auferzogen, wurde von den Arbeitern »=Moanna na Zambi=«, d. h. Gotteskind, genannt und galt als sehr gottesfürchtig und gelehrig. Eines Abends ließ ich ihn zu mir kommen und befragte ihn: »Auf welche Weise wurde Christ geboren?«

Offenbar war niemals eine derartige Frage an ihn gestellt worden. Sie setzte ihn daher sichtlich in Verwirrung. Als ich keine Antwort erhielt, forschte ich weiter:

»Wurde Christ wie alle Menschen von einer Mutter geboren?«

Antwort: »Nein, Christ ist ein zu großer König, um wie alle gewöhnlichen Menschen geboren zu werden.«

»Nun, wie wurde er denn geboren? Kam er durch den Mund?«

»O nein, der Mund eines Menschen spricht so viel Unreines, daß ein König ohne Sünden nicht daraus hervorkommen konnte.«

»Kam er durch das Auge?«

»Nein, das Auge des Menschen sieht so viel Blut und Grausamkeiten, daß solch ein liebevoller König nicht darin seinen Ursprung finden konnte.«

»Kam er durch die Nase?«

»Diese enthält soviel Unreines, daß Christ nicht daraus hervorkommen konnte.«

»Kam er durch die Ohren?«

»O nein, der Mensch ist schlecht, und durch die Ohren hört er so viel Sünde und Schlechtes, daß solch ein reiner König nicht daraus hervorkommen konnte.«

»Nun endlich, woher kam denn Christ? Aus einem Menschen ist er doch herausgekommen.«

Plötzlich kam es wie eine Offenbarung über den Jungen. In seinem Gedächtnis hatte er endlich die richtige Antwort gefunden: »Ach Mundele, das weißt du doch selbst am besten. Er kam durch den einzig reinen Teil des Menschen -- er kam durch den kleinen Finger der Unschuld.«

»Und auf welche Weise?«

»Nun, der kleine Finger wurde dicker und dicker, bis er platzte und daraus der große König hervorging.«

Man kann aus diesem Beispiel ersehen, welche naive Vorstellung die jungen Christen noch von der Religion haben; alles, was man ihnen nicht auf das genaueste erklärt, veranschaulichen sie sich mit den Mitteln ihrer eigenen, kindlichen Phantasie.

~Bangala-Märchen vom Nilpferd und Krokodil.~

Ursprünglich waren Nilpferd und Krokodil die fürchterlichsten Feinde, die sich einander auf Schritt und Tritt bekriegten. Während das gefräßige Krokodil die arglos im Ufersande spielenden Nilpferdkinder angriff, benützte das Nilpferd das Mittagschläfchen seines gefährlichen Nebenbuhlers, um sich tückisch anzuschleichen und ihm mit seinen tödlichen Hufen den Garaus zu machen, bis endlich das schlaue Krokodil, des ewigen Kampfes müde, dem Nilpferd folgenden Vorschlag machte:

»Raum für uns beide hat diese Erde. Ich erkenne deine Oberhoheit als unumschränkter Herrscher über diese Gewässer an und ziehe mich in mein Reich auf Sandbänken und in die Moräste zurück. Ich will von nun an dir und deinen Kindern, wenn ihr Gras und Schilf meiner Domänen fressen kommt, nichts mehr zuleide tun unter der einen Bedingung, daß du dafür alle Kanus der Eingeborenen, die dein Reich befahren, zum Sinken bringst, so daß auch ich mich an Menschenfleisch sättigen kann. Im Austausch gegen diesen Dienst überlasse ich dir und den Deinen meine Prärien und Sümpfe, in denen du ungestört weiden und schlafen kannst.«

Das Nilpferd war mit dem Vorschlag wohl zufrieden und ist seither der erbittertste Feind des Menschen, dem es im Wasser nachstellt und ihn seinem Freund, dem Krokodil, ausliefert.

~Märchen vom Tanganika-See.~

Vor unzähligen Jahren befand sich an der Stelle des heutigen Tanganika-Sees ein reichbevölkertes Gebiet, das von einem mächtigen Volksstamm bewohnt wurde.

Die ungeheure fruchtbare Ebene nährte große Rinder- und Schafherden, welche den Hauptreichtum des Stammes ausmachten. Inmitten eines großen Dorfes residierte in seinem von hohen Palisaden umgebenen Palast ein angesehener Häuptling mit seiner Frau, Besitzer einer tiefen Quelle, welche von einem unterirdischen Fluß gespeist wurde.

Diese Quelle war seit Jahrhunderten vom Vater auf den Sohn übergegangen und besaß die merkwürdige Eigenschaft, ihrem jeweiligen Besitzer eine besonders wohlschmeckende Art von Fischen, wie sie nirgends in der Umgebung zu finden war, zu spenden. Der Besitz dieses Schatzes war von seiner absoluten Geheimhaltung abhängig, und die Tradition prophezeite fürchterliches Unheil für das ganze Land in dem Augenblicke, wo ihre wunderwirkende Eigenschaft einem Fremden verraten würde.

Das Schicksal wollte, daß die Frau des Häuptlings eines Tages hinter dem Rücken ihres Gatten in leidenschaftlicher Liebe zu einem jungen Mann entbrannte und ihm heimlich einige zubereitete Fische der wunderbaren Quelle zukommen ließ.

Das Fleisch dieser Fische war so vorzüglich und so ganz anders im Geschmack als alle Fische, die ihr Liebhaber bisher gegessen, daß er unbedingt wissen wollte, woher diese Fische stammten. Die Frau sträubte sich aus Furcht vor den Folgen anfangs energisch, das Geheimnis zu verraten. Als jedoch der Geliebte weiter in sie drang und drohte, er werde ihren Gatten über deren Herkunft befragen, da sah die Ungetreue ein, welch fürchterliches Unheil sie angerichtet hatte, und versprach dem Geliebten, ihm bei ihrer nächsten Zusammenkunft alles zu verraten.

Gelegentlich einer längeren Abwesenheit ihres Gatten rief sie ihren Liebhaber zu sich, bereitete ihm ein lukullisches Mahl von den Fischen aus der Quelle und kredenzte ihm Palmwein. Mit aufopfernder Liebe und mit süßen Schmeicheleien suchte sie ihn zu befriedigen und von seinem Vorhaben abzubringen. Ihr Inneres warnte sie vor kommendem Unheil. Sie bat und beschwor ihren Freund nochmals, nicht weiter in sie zu dringen und nicht etwas von ihr zu verlangen, was sicheres Unglück im Gefolge hätte. Doch vergeblich. Ihr Freund bestand darauf, das Geheimnis kennenzulernen, und gelobte, es niemand anzuvertrauen. Da führte sie ihn in das Allerheiligste, das durch eine besondere Palisadenwand vom Rest des Hofes abgetrennt war, um es vor den Augen der Dienerschaft zu verbergen.

Inmitten des kleinen Raumes quoll aus einem kreisrunden Becken aus der Erde eine klare Quelle hervor, an deren Oberfläche eine Menge kleiner und großer Fische aus den Tiefen zum hellen Sonnenlicht emportauchten, um gleich wieder zu verschwinden.

»Sieh, hier ist die wunderbare Quelle mit ihren vorzüglichen Fischen.«

Der Liebhaber, der nie zuvor Ähnliches gesehen hatte, stand sprachlos vor dem Wunder. Da näherte sich ihm eines der Fischchen -- -- er wollte es mit der Hand erfassen -- -- das prophezeite Unglück trat ein -- --

Aus der Quelle stieg, flammend vor Zorn, »Muzimu«, der unterirdische Geist, empor. Sein Gesicht war wutverzerrt, seine Augen sprühten Blitze. Mit furchtbarer Gebärde schleuderte er einen Höllenfluch auf die beiden Schuldigen. Die Erde zu ihren Füßen barst, und eine hohe Wassersäule an Stelle des Muzimu überflutete Land und Auen, soweit das Auge reicht, alles Lebende vernichtend.

Seitdem bedeckt der tiefe Tanganika-See das Land, und alle Jahre kann man an einem bestimmten Tage das Stampfen der Mehlmörser und das verzweifelte Schreien und Rufen der unschuldigen Menschen und Kinder hören, die das Opfer der Katastrophe geworden waren.

Nachwort.

In den vorstehenden Kapiteln habe ich meinen Lesern die Erlebnisse während meines ersten dreijährigen Aufenthalts in Innerafrika geschildert.

Nach kurzem Verweilen in der Heimat zog es mich mit unwiderstehlicher Gewalt wieder nach diesem geheimnisvollen Land zurück, wo ich dann noch weitere neun Jahre verbrachte. Vom Faktoreichef zum Abteilungs-, dann zum Revierchef und schließlich zum =Chef de Secteur= befördert, leitete ich im Kasai-Gebiete große Faktoreien. Während dieser Zeit habe ich in dem mir unterstellten Gebiet viele Forschungsreisen gemacht und mich monatelang bei den Patoas (Zwergvölkern) und Kannibalenstämmen aufgehalten.

Über diesen letzteren größeren Zeitabschnitt beabsichtige ich einen zweiten Band herauszugeben, der etwa folgenden Inhalt haben wird:

Stationsleben im Kasai-Gebiet, Bei den Patoas-Zwergen, Nilpferdjagden, Jagden mit den Bena Luluas mittels Präriebränden, König Zappo Zapp und seine 120 Frauen, Elefantenjagden am Kwilu, Innenorganisation eines Distrikts usw. usw.

Auch von diesen Schilderungen hoffe ich, daß sie nicht nur bei Liebhabern von Reiseschilderungen, sondern speziell auch bei den jugendlichen Lesern einem Interesse begegnen und bei den letzteren den Wunsch erwecken werden, die weite Welt aus eigener Anschauung kennenzulernen, um für ihr späteres Leben reiches Wissen und Erfahren zu sammeln.

~Der Verfasser.~

[Illustration: Der KONGO]

Bilderverzeichnis.

Seite

Bildnis des Verfassers 4

Las Palmas 19

Freetown 23

Rückentätowierung einer Frau 29

Palmenstraße in Boma 37

Arbeiterdorf Boma 39

Landungsbrücke und Eisenbahn von Matadi 41

Bangala-Mädchen im Tanzkostüm 43

Fuca Fuca 47

Baobab-Baum bei Boma 49

Erlegtes Nilpferd 55

Produktenhandel 59

Eine Kurve der Kongobahn 67

Faktoreigebäude Kinschassa 69

Kongodampfer 71

Häuptling mit Familie im Festschmuck 73

Holzposten am Kongo 81

Eingeborene bringen Lebensmittel 83

Der Kongo bei Upoto 91

Mustapha mit Familie 93

Budjas-Frau 98

Bambala-Mann 99

Wabongo-Mann 100

Wabongo-Frau 101

Baluba-Frau 104

Upoto-Mann 105

Arbeitsappell 111

Trägerkolonne 113

Faktoreigebäude Stanleyville 115

Errichtung eines Dachfirstes 119

Beim Hausbau 123

Wohnhaus im Urwalde 127

Fischereianlagen im Kongo 129

Häuptling mit Gefolge 133

Ankauf von Kautschuk 139

Marktbild 147

Stampfen von Maniokmehl 153

Dorfbild 159

Arbeiterfrauen vor einer Hütte 163

Eingeborene bringen Kautschuk 175

Verarbeiten von Kautschuk 177

Anfertigung von Kautschukkörben 181

Ablieferung von Kautschukkörben 183

Werke zur Zeitgeschichte

+»A«.+ Zwischen Staatsmännern, Reichstagsabgeordneten und Vorbestraften.

Halbleinen geb. 3.50 M.

In Gestalt von kurzen Skizzen, in denen der Verfasser Reichstagssitzungen beschreibt und kritisiert, wirft er grelle, eindrucksvolle Schlaglichter auf den Unsinn des Parlamentarismus .... Dem Buch ist wegen seiner Eindringlichkeit, Klarheit und Objektivität weiteste Verbreitung zu wünschen.

(Der Deutsche Führer, Berlin.)

+von Eppstein+, Prof. =Dr.= Freih. Fürst Bismarcks Entlassung. Nach den hinterlassenen Aufzeichnungen des Staatsministers v. Boetticher nebst 19 Faksimilebriefen von Kaiser Wilhelm II., Großherzog Friedrich von Baden, Fürst Bismarck usw.

Geh. 4 M., geb. 5.50 M., Halbleder geb. 9 M.

+Niemann+, Alfred, Oberstleutnant a. D. Kaiser und Revolution. Die entscheidenden Ereignisse im Großen Hauptquartier.

Halbleinen geb. 3.50 M., Halbleder geb. 8 M.

Die Schrift Niemanns gehört zu den Geschichtsquellen, die man studieren muß, wenn man über die Tage des 9. November sich ein Urteil bilden will.

(Bremer Zeitung, Bremen.)

+=Dr.= Reichert+, M. d. R. Rathenaus Reparationspolitik. Eine kritische Studie.

Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.

Das Buch enthält eine glänzende Kritik des Gedankens, Reparationen durch Sachlieferungen zu leisten, aber auch eine Menge wertvoller treffender Bemerkungen zur Erfüllungspolitik.

(Hannoverscher Kurier, Hannover.)

+Rotheit+, Rudolf. Das Berliner Schloß im Zeichen der Novemberrevolution. Mit 8 ganzseitigen Textillustrationen.

Pappband 2 M.

Das Buch ist eine Episode, die in 15 feuilletonistischen Kapiteln aus dem großen Passionsweg Deutschlands herausgenommen wird. Ihre Darstellung ist von hohem bleibenden Wert.

(Vossische Zeitung, Berlin.)

+Wermuth+, Adolf, Reichsschatzsekretär, dann Oberbürgermeister von Berlin. Ein Beamtenleben. Mit dem Bildnis des Verfassers. Geh. 5 M., Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.

Eine große, glänzende Beamtenkarriere läßt der Autor dieser Erinnerungen am Leser vorüberziehen. Der sie durchlaufen, verdiente ohne allen Zweifel seinen Erfolg, denn er erscheint uns als der Mann, dem fast alle Tugenden des rechten Beamten anhaften, der aber auch ein charaktervoller und warm empfindender Mensch, dem man die Sympathie nicht versagen kann, war.

(Neue Zürcher Zeitung, Zürich.)

_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen._

Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW

Kolonial-Literatur

+Behrmann+, Prof. =Dr.= Walter. Im Stromgebiet des Sepik. Eine deutsche Forschungsreise in Neuguinea. Mit 100 Textabbildungen und einer vom Verfasser aufgenommenen Karte. Geh. 5 M., Halbleinen geb. 6.75 M., Halbleder geb. 10 M.

Die humorvolle Schilderung der vielseitigen Forschungstätigkeit und des lebhaften Verkehrs mit den Eingeborenen, die Beschreibung und Abbildung der wundervollen Urwaldlandschaften lassen ein vollkommen plastisches Bild dieser bisher wenig bekannten Welt vor uns entstehen.

(Bremer Nachrichten vom Büchermarkt, Bremen.)

+Deppe+, Ludwig. Mit Lettow-Vorbeck durch Afrika. Mit 143 Textabbildungen und 4 Karten. Halbleinen geb. 5 M.

Namentlich die Aufzeichnungen der letzten vier Monate wirken erschütternd und offenbaren in ihrer Unmittelbarkeit den Heldenmut, das zähe Durchhalten viel stärker, als es noch so schöne Schilderung tun könnte.

(Weser-Zeitung, Bremen.)

+de Haas+, Rudolf. Unter australischen Goldgräbern.

Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.

Lebendige und farbenprächtige Bilder aus seinem Leben unter den Farmern und Goldgräbern zeigt der Verfasser, so daß der Leser einen überaus fesselnden und wertvollen Einblick in diesen abseits allen Verkehrs liegenden australischen Landstrich mit seinen aus aller Herren Ländern zusammengewürfelten Bewohnern erhält.

(Deutsches Lehrerblatt, Berlin.)

+de Haas+, Rudolf. Im Schatten afrikanischer Jäger. Bilder aus den Steppen am Kilimandscharo. Geh. 2 M., geb. 3.25 M.

Hier kommt ein alter Deutsch-Ostafrikaner zu Wort, der mit Herz und Seele an dem Lande hängt, das ihm zur neuen Heimat geworden, in der er schwer gearbeitet, gelitten, aber auch genossen hat.

(Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande, Amsterdam.)

+Poeschel+, =Dr.= Hans. Die Stimme Deutsch-Ostafrikas. Die Engländer im Urteil unserer ostafrikanischen Neger. Mit Geleitworten von Gouverneur Dr. Schnee und Generalmajor v. Lettow-Vorbeck.

Geh. 0.50 M.

Verfasser zeigt, wie das Verhalten der Neger während des Weltkrieges, schon allein die Ruhe, die sie im Gegensatz zu den Untertanen des britischen Weltreiches bewahrten, mehr noch die von allen Bevölkerungsschichten geleistete schwierige Kriegshilfe ein über jeden Zweifel erhabenes Zeugnis zugunsten der deutschen Herrschaft darstellt.

(Die katholischen Missionen, Freiburg i. Br.)

+Wenig+, Richard, Oberleutnant z. S. Kriegs-Safari. Erlebnisse und Eindrücke auf den Zügen Lettow-Vorbecks durch das östliche Afrika. Mit zahlreichen Originalphotographien und einer Kartenbeilage.

Geh. 2 M., geb. 3.25 M.

Wenig bietet hier in impressionistisch hingeschriebenen Aufzeichnungen ein berückendes Bild des freien Kriegslebens in den unendlichen sonnedurchflimmerten Steppen Afrikas.

(Österreich. Wehrzeitung, Wien.)

_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_

Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW

Weltkriegs-Literatur

+von Bülow+, Generalfeldmarschall. Mein Bericht zur Marneschlacht. Mit 7 Kartenbeilagen.

Geb. 1.50 M.

Die vorliegende Schrift bringt in großen Umrissen eine aktenmäßige Darstellung der Vorgänge, die sich im Rahmen der zweiten Armee abgespielt haben, und überläßt es dem Leser, sich selbst ein Urteil darüber zu bilden.

(Artilleristische Monatshefte, Berlin.)

+von François+, Herrmann, General der Infanterie z. D. Marneschlacht und Tannenberg. Betrachtungen zur deutschen Kriegführung der ersten sechs Kriegswochen. Mit zahlreichen Kartenskizzen im Text und 14 Kartenanlagen.

Geh. 5 M., Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.

Der Verfasser beleuchtet in kritischer Weise die Marneschlacht klar und fesselnd, so daß auch die nichtmilitärischen Kreise seine Darlegungen und Schilderungen mit tiefstem Interesse lesen werden. Das Werk bildet eine sehr wichtige Bereicherung unserer Literatur über den Weltkrieg und wird späteren Geschichtschreibern von großem Nutzen sein.

(Allg. Zeitung, Königsberg i. Pr.)

+von Gleich+, Gerold, Generalmajor z. D. Vom Balkan nach Bagdad. Militärisch-politische Erinnerungen an den Orient. Geh. 2.50 M., Halbleinen geb. 4 M. Halbleder geb. 8 M.

Schonungslos zieht hier ein alter Generalstabsoffizier alle Schleier hinweg, die bisher geheimnisvoll die deutsche Expedition ins Perser Land umwoben, und zeigt, wie Unzulänglichkeit des Planes, Zersplitterung der Kräfte, Eifersüchteleien zwischen deutschen und türkischen Befehlshabern, persische Indolenz und Gerissenheit über deutschen Willen triumphieren.

(Mitteilungen des Bundes der Asienkämpfer, Berlin.)

+Liman von Sanders+, General der Kavallerie. Fünf Jahre Türkei. Mit zahlreichen Textskizzen und 3 Kartenbeilagen. Geh. 5 M., Halbleinen geb. 6.50 M., Halbleder geb. 10 M.

Es ist das Verdienst des Generals Liman von Sanders, des Dardanellensiegers, daß er seine in diesem Buche festgelegten Erinnerungen mit ungeschminkter Wahrheit sagt. Seine unerhörten Kämpfe an den türkischen Fronten gegen die Feinde des Vierbundes werden in diesem Buch trefflich geschildert.

(Altonaer Nachrichten, Altona.)

+Scheer+, Admiral. Deutschlands Hochseeflotte im Weltkriege. Persönliche Erinnerungen. Mit zahlreichen Bildern und Kartenbeilagen. Geh. 7 M., Halbln. gb. 9 M., Halbld. gb. 12 M.

Admiral Scheer hat die Skagerrakschlacht eingehend geschildert. Durch zahlreiche Skizzen und Karten wird auch dem Laien ein klares Bild von jenem denkwürdigen Geschehnis vermittelt.

(Münchener Zeitung, München.)

+Spindler+, Karl, Kapitän. Das geheimnisvolle Schiff. Die Fahrt der»Libau«zur irischen Revolution.

Geh. 2 M., Halbleinen geb. 3.50 M.

Das Wirken Sir Roger Casements für den irischen Freiheitskampf, seine Unterstützung durch Deutschland und die englandfreundliche Haltung des damals noch»neutralen«Präsidenten Wilson werden hier zum ersten Male in ihren Zusammenhängen dargestellt.

(Sport im Bild, Berlin.)

_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_

Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW

Bücher für die männliche Jugend

+Geucke+, Kurt. Der Steiger vom David-Richtschacht. Mit Bildern von Willibald Weingaertner.

Halbleinen geb. 2 M.

+Helling+, Viktor. Das Geheimnis der Kazikengräber. Mit vier Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck von Albert Schaefer.

Halbleinen geb. 3 M.

+Helling+, Viktor. Unter Indiens Sonne. Abenteuer zweier deutscher Knaben. Mit fünf Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck von Albert Schaefer.

Halbleinen geb. 3 M.

+Helling+, Viktor. Der Jäger von Los Angeles. Abenteuer in den Urwäldern Südkaliforniens. Reich illustriert.

Halbleinen geb. 3 M.

+Helling+, Viktor. Exotische See- und Reiseerlebnisse. Mit fünf Vollbildern, Streubildern und Buchschmuck von Prof. Ludwig Fahrenkrog.

Halbleinen geb. 2.50 M.

+von Mücke+, Helmuth, Kapitänleutnant. Emden-Ayesha. Selbsterlebtes von den sagenhaften Fahrten der ruhmreichen deutschen Schiffe»Emden«und»Ayesha«auf hoher See. Band 1 Ayesha. Geh. 1 M., geb. 2 M. Band 2 Emden. Geh. 1 M., geb. 2 M. Beide Bücher in einem Band geb. 3 M.

+Otto+, Friedrich. Abenteuer aus aller Welt. Mit Bildern und Buchschmuck von Albert Schaefer.

Halbleinen geb. 3 M.

+Poeck+, Wilhelm. Heino der Klabautermann. Eine Schiffsjungengeschichte. Mit zahlreichen Bildern und Buchschmuck von Edmund Erpf.

Halbleinen geb. etwa 4 M.

+Hersen+, E. Die Wikinger von Jomsburg. Zeitbild aus dem 10. Jahrhundert, nordischen Sagen nacherzählt. Mit Bildern und Buchschmuck von Franz Staffen.

Halbleinen geb. 4 M.

_Die angegebenen Grundpreise sind mit der jeweiligen Schlüsselzahl des Buchhändler-Börsenvereins zu vervielfachen_

Verlag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW