Chapter 27 of 45 · 2545 words · ~13 min read

I.

Schon längst hatte die Dämmerung begonnen und der Abend war bereits hereingebrochen, als ich aus einem schweren Traum erwachte und mir der ganzen Gegenwart und Wirklichkeit bewußt wurde.

„Nelly,“ sagte ich zu ihr, „du bist krank und niedergeschlagen und ich muß dich in diesem Zustande allein lassen. Doch du wirst mir vergeben, mein Kind, wenn ich dir sage, daß ein unglückliches, verlassenes und von mir geliebtes Wesen mich erwartet ... ja – sie erwartet mich ... und ich habe keine Ruhe, ich kann mich nicht überwinden, ich muß sie sofort sehen ...“

Ich weiß nicht, ob Nelly verstanden hatte, was ich ihr sagte. Meine Nerven waren durch meine Krankheit und durch Nellys Erzählung dermaßen erregt, daß ich sofort, von Sorgen getrieben, und ohne mich weiter um Nelly zu kümmern, zu Natascha eilte. Es war schon spät, gegen neun Uhr abends, als ich bei ihr eintrat.

Noch auf der Straße, am Haustor, hatte ich eine Equipage bemerkt, die mir diejenige des Fürsten zu sein schien. Der Eingang zu Nataschas Wohnung ging vom Hof aus. Kaum als ich die Stiege betreten hatte, hörte ich vor mir, eine Treppe höher, einen Menschen sich vorsichtig hinauftasten, und zwar ganz wie einer, dem die Treppe fremd war. Ich dachte zuerst, es sei der Fürst, doch schien es mir schon bald darauf, daß ich mich getäuscht hatte, denn der Unbekannte vor mir schimpfte und verfluchte seinen Weg mit Worten, die um so gemeiner wurden, je höher er stieg. Freilich war die Treppe eng, schmutzig, steil, kaum erleuchtet, doch mußte ich die Flüche dieses Menschen eher einem Fuhrkerl als einem Fürsten zutrauen. Der dritte Stock war hell erleuchtet: vor Nataschas Tür brannte immer eine kleine Lampe. Ich holte den Unbekannten kurz vor ihrer Tür ein und – wie groß war meine Verwunderung, als ich in ihm doch den Fürsten erkannte. Es schien, daß ihn dieses Zusammentreffen mit mir sehr unangenehm berührte. Im ersten Augenblick erkannte er mich nicht, doch plötzlich veränderte sich sein Gesicht vollkommen. Sein kurzer wütender Blick auf mich wurde heiter und freundlich und mit außerordentlicher Liebenswürdigkeit streckte er mir seine beiden Hände entgegen.

„Ach, das sind Sie! Ich wollte schon Gott um die Errettung meines Lebens anflehen. Haben Sie gehört, wie ich fluchte?“

Und er lachte herzlich, auf die allerungezwungenste Weise. Doch plötzlich verfinsterte sich sein Gesicht wieder und nahm einen besorgten Ausdruck an.

„Aljoscha konnte Natalja Nikolajewna in dieser Wohnung unterbringen!“ sagte er bedenklich den Kopf schüttelnd. „Diese sogenannten Kleinigkeiten kennzeichnen den Menschen. Ich fürchte für ihn ... Er ist gut, er hat ein edles Herz, doch da haben Sie ein Beispiel: diejenige, die er über alles liebt, bringt er in einer Hundehütte unter. Ich hörte sogar, sie hätte oft nichts zu essen gehabt,“ fügte er flüsternd hinzu, mit der Hand nach der Klingel tastend. „Mir brummt der Schädel, wenn ich an seine Zukunft denke und hauptsächlich an die Zukunft Anna Nikolajewnas, wenn sie seine Frau wird ...“

Er hatte sich im Namen geirrt und vor Ärger darüber, daß er die Klingel nicht finden konnte, dies gar nicht bemerkt. Eine Klingel gab es nicht. Ich drückte auf die Türklinke und Mawra öffnete sofort, sich höflich verneigend. In der Küche, die von dem kleinen Vorzimmer durch eine Bretterwand geschieden war, bemerkte man die getroffenen Vorbereitungen; alles in ihr war außergewöhnlich sauber. Im Ofen brannte Feuer, auf dem Tisch stand neues Geschirr. Offenbar hatte man uns erwartet.

„Ist Aljoscha hier?“ fragte sie der Fürst, als sie uns die Mäntel abnahm.

„Er ist nicht hier gewesen,“ flüsterte sie mir auf die Frage geheimnisvoll zu.

Wir betraten Nataschas Zimmer. In ihrem Zimmer war von besonderen Vorbereitungen nichts zu bemerken. Bei ihr war es übrigens immer so sauber und anheimelnd, daß es besonderer Vorbereitungen gar nicht bedurfte. Natascha empfing uns an der Tür. Ich war erschrocken über ihr elendes Aussehen, über ihre krankhafte Blässe, obgleich in diesem Augenblick leichte Röte in ihre Wangen stieg. Ihre Augen glänzten fieberhaft. Sie schwieg und reichte ein wenig verlegen dem Fürsten hastig die Hand. Mich schien sie überhaupt nicht zu bemerken. Ich stand und wartete schweigend.

„Da bin ich!“ begann der Fürst freundschaftlich und heiter. „Vor ein paar Stunden bin ich zurückgekehrt, und die ganze Zeit über habe ich an Sie gedacht (er küßte zärtlich ihre Hand). Viel, sehr viel habe ich Ihnen zu sagen ... Doch davon später! Mein Taugenichts ist noch nicht hier, wie ich sehe ...“

„Erlauben Sie, Fürst,“ unterbrach ihn Natascha etwas verwirrt, „ich habe Iwan Petrowitsch ein paar Worte zu sagen. Wanjä komm ... einen Augenblick.“

Sie nahm mich an der Hand und führte mich hinter den Vorhang.

„Wanjä,“ sagte sie halblaut, und sie führte mich in den allerdunkelsten Winkel, „wirst du mir verzeihen, oder nicht?“

„Was hast du, Natascha?“

„Nein, nein, Wanjä, du hast mir zu oft, zu viel vergeben, auch deine Geduld muß einmal ein Ende nehmen. Du wirst mich niemals aufhören zu lieben, doch du wirst mich undankbar nennen, denn gestern und vorgestern bin ich dir gegenüber undankbar, egoistisch und schlecht gewesen ...“

Sie brach plötzlich in Tränen aus und preßte ihr Gesicht an meine Schulter.

„Laß gut sein, Natascha,“ beeilte ich mich, sie zu beruhigen. „Ich war gestern, die ganze Nacht hindurch, sehr krank und kann mich auch jetzt kaum auf den Füßen halten, daher bin ich gestern abend und heute den Tag über nicht bei dir gewesen, und du glaubtest vielleicht, daß ich dir etwas nachtrüge ... Meine liebe Natascha, weiß ich denn nicht, was jetzt in deiner Seele vorgeht?“

„Nun, dann ist ja alles gut ... Also hast du mir wieder verziehen, wie immer,“ sie lächelte unter Tränen und drückte mir schmerzhaft die Hand. „Alles übrige später. Ich habe dir viel zu sagen, Wanjä, doch jetzt zu ihm.“

„Schnell, Natascha, wir haben ihn so plötzlich verlassen ...“

„Du wirst sehen, du wirst sehen, was geschehen wird,“ flüsterte sie mir noch schnell zu. „Ich weiß jetzt alles; ich habe alles erraten. An allem ist nur _er_ schuld. Dieser Abend wird alles entscheiden. Gehen wir!“

Ich begriff nichts, doch fragen konnte ich sie nicht mehr. Natascha ging mit heiterem Lächeln auf den Fürsten zu, der noch immer mit dem Hut in der Hand dastand. Sie entschuldigte sich, nahm ihm den Hut ab und wies ihm einen Stuhl an. Wir setzten uns alle drei rund um ihren Tisch.

„Ich erwähnte vorhin meinen Sohn,“ fuhr der Fürst fort, „ich sah ihn nur einen Augenblick auf der Straße, als er sich anschickte, zur Gräfin Zinaida Fedorowna zu fahren. Er hatte es furchtbar eilig, stellen Sie sich vor, er wollte nicht einmal ins Haus kommen, um mich nach vier Tagen Trennung zu begrüßen. Übrigens bin auch ich schuld daran, Natalja Nikolajewna, wenn er jetzt noch nicht hier ist, ich benutzte die Gelegenheit, um ihm an die Gräfin einen Auftrag zu übergeben, da ich sie heute selbst nicht mehr aufsuchen konnte. Er muß sicher jeden Augenblick erscheinen.“

„Er hat Ihnen also versprochen, heute bestimmt zu kommen?“ fragte Natascha den Fürsten in der allerungezwungensten Weise.

„Ach, mein Gott, wie sollte er denn heute nicht kommen ... wie eigentümlich Sie fragen!“ rief er erstaunt aus. „Übrigens, ich begreife, Sie sind ihm böse. Es ist in der Tat nicht schön von ihm, später als alle anderen zu kommen. Doch ich wiederhole es: ich bin schuld daran. Seien Sie ihm nicht böse. Er ist leichtsinnig und unbeständig; ich will ihn nicht entschuldigen, doch einige besondere Umstände verlangen es, daß er das Haus der Gräfin nicht meidet, und verschiedene Verbindungen nicht aufgibt, sondern im Gegenteil, so oft als möglich überall erscheint. Er, der jetzt, aller Wahrscheinlichkeit nach, nur bei Ihnen sich aufhält und alle Welt vergißt, muß mit Ihrer Erlaubnis, hin und wieder auch seinen Verpflichtungen nachkommen. Ich bin überzeugt, daß er seit dem Abend nicht ein einziges Mal bei der Gräfin A. gewesen ist, es tut mir leid, daß ich ihn vorhin nicht darnach habe fragen können! ...“

Ich blickte auf Natascha, die dem Fürsten mit halbironischem Lächeln zuhörte. Er aber sprach davon so selbstverständlich, so natürlich, es war scheinbar nicht möglich, ihn irgend einer besonderen und falschen Absicht zu verdächtigen.

„Und Sie wissen es wirklich nicht, daß er in all diesen Tagen kein einziges Mal bei mir gewesen ist?“ fragte ihn Natascha mit leiser, ruhiger Stimme, als hätte sie von einer ihr allergleichgültigsten Angelegenheit gesprochen.

„Wie! Kein einziges Mal bei Ihnen gewesen? Erlauben Sie, was sagen Sie?“ rief der Fürst in scheinbar außergewöhnlicher Verwunderung.

„Sie waren Dienstag, spät abends, bei mir. Am nächsten Morgen war er eine halbe Stunde hier, seit der Zeit habe ich ihn nicht wiedergesehen.“

„Das ist doch unmöglich!“ (Sein Erstaunen wuchs immer mehr und mehr.) „Ich dachte, er hat Sie in diesen Tagen überhaupt nicht verlassen. Entschuldigen Sie, das ist zu sonderbar ... das ist einfach unmöglich.“

„Indessen, ist es so ... leider; ich habe Sie deshalb erwartet, und glaubte von Ihnen zu erfahren, wo er sich befindet?“

„Mein Gott! Er muß sofort kommen! Was Sie mir soeben sagen, setzt mich dermaßen in Erstaunen, daß ich ... ich gestehe es, alles andere von ihm erwartet hätte als dieses ... dieses! ...“

„Wie erstaunt Sie sind! Und ich dachte, es würde Sie gar nicht verwundern, sondern Sie hätten im voraus wissen müssen, daß es so sein würde.“

„Wissen müssen! Ich? Ich versichere Ihnen, Natalja Nikolajewna, daß ich ihn heute nur einen Augenblick gesehen habe, ich weiß nichts von ihm; und sonderbarerweise, scheinen Sie es mir nicht zu glauben,“ fügte er hinzu, uns beide ansehend.

„Gott bewahre,“ griff Natascha auf, „ich bin durchaus überzeugt, daß Sie die Wahrheit sagen.“

Und sie lachte ihm gerade ins Gesicht, so daß er etwas verwirrt und gekränkt bemerkte:

„Bitte, erklären Sie sich ...“

„Ich habe nichts zu erklären. Ich bemerke nur, daß Sie wissen mußten, wie leichtsinnig und vergeßlich Ihr Sohn ist. Ihm ist jetzt volle Freiheit gegeben und er läßt sich von ihr hinreißen.“

„Sich so gehen zu lassen, ist aber doch unmöglich, da muß noch etwas anderes dahinter stecken; wenn er kommt, werde ich ihn sofort darüber ausfragen. Doch mich wundert nur, daß Sie mich ... irgendwie anzuklagen scheinen, während ich doch in der Zeit überhaupt nicht hier gewesen bin. Im Grunde, Natalja Nikolajewna, scheinen Sie sehr böse auf ihn zu sein ... und das ist nur zu verständlich! Sie haben das Recht dazu ... und ... und ... versteht sich, ich muß als Erster daran schuld sein, vielleicht auch nur deshalb, weil ich als Erster zurückgekehrt bin; nicht wahr, so verhält es sich doch?“ fügte er hinzu und wandte sich dabei mit gereiztem Lächeln an mich.

Natascha fuhr auf.

„Erlauben Sie, Natalja Nikolajewna,“ hub der Fürst mit besonderer Würde an, „ich gebe zu, daß mich die Schuld trifft, gleich am nächsten Tage unserer Bekanntschaft abgereist zu sein, so daß Sie bei dem Mißtrauen, der Ihrem Charakter eigen zu sein scheint, in der kurzen Zeit Ihre Meinung über mich ändern konnten, wozu die Umstände vielleicht viel beigetragen haben. Wäre ich nicht fortgereist, so hätten Sie mich besser kennen gelernt, und Aljoscha wäre unter meiner Aufsicht geblieben. Sie werden sehen, was ich ihm jetzt zu sagen habe.“

„Das heißt, Sie wollen es dazu bringen, daß er mich als Last zu empfinden anfängt. Es ist nicht anzunehmen, daß Sie bei Ihrer Klugheit in der Tat glauben können, mir damit einen Dienst zu erweisen.“

„Sie wollen damit wohl andeuten, daß ich bereits dahin gewirkt habe, daß er Ihrer überdrüssig geworden? Oh, Sie beleidigen mich, Natalja Nikolajewna.“

„Ich bemühe mich, mich stets klar und deutlich auszudrücken, wem gegenüber es auch sei,“ antwortete Natascha. „Ich mache niemals Andeutungen, sondern sage alles gerade heraus, wovon Sie sich noch heute überzeugen werden. Ich habe nicht die Absicht, Sie zu beleidigen – wozu auch? Schon deshalb nicht, weil Sie meinen Worten ja doch keine Beachtung schenken würden! Davon bin ich durchaus überzeugt, und ich verstehe unsere beiderseitigen Beziehungen richtig einzuschätzen. Sie werden sie doch niemals ernst nehmen, nicht wahr? Doch sollte ich Sie wirklich beleidigt haben, so bin ich sofort bereit, meine Entschuldigung zu machen, um vor Ihnen die Pflichten der Gastfreundschaft nicht zu verletzen.“

Ungeachtet des ungezwungenen, fast scherzhaften Tones, in dem Natascha mit lächelndem Munde diese Worte gesprochen, habe ich sie doch noch nie in dem Maße erregt gesehen. Jetzt begriff ich, wie weh es ihr in diesen drei Tagen ums Herz gewesen sein mußte! Ihre rätselhaften Worte: daß sie jetzt alles erraten und begriffen habe, flößten mir Furcht ein; sie bezogen sich bestimmt auf den Fürsten. Sie hatte ihre Meinung über ihn geändert und betrachtete ihn als ihren Feind, – das war offensichtlich. Sie schrieb seinem Einfluß ihr ganzes Unglück mit Aljoscha zu. Ich befürchtete den Ausbruch einer heftigen Szene zwischen ihnen. Der scherzhafte Ton verbarg ihre innere Erregung nicht. Ihre Bemerkungen dem Fürsten gegenüber, – daß er ihre Beziehungen zueinander nicht ernst nähme, die Phrase über die Gastfreundschaft, die Drohung, daß sie geradeheraus die Wahrheit sagen würde – waren so offensichtlich und herausfordernd, daß sie der Fürst unmöglich nicht bemerken konnte. Ich sah, wie sich sein Gesicht veränderte, doch gab er sich den Anschein, als verstände er die Anspielung überhaupt nicht, und er erwiderte scherzhaft lachend:

„Gott beschütze mich davor, von Ihnen eine Entschuldigung zu fordern! Ich würde doch _niemals_ von einer Frau eine Entschuldigung verlangen – noch annehmen!!! Bei meiner ersten Begegnung mit Ihnen, habe ich Sie bereits vor meinem Charakter gewarnt, seien Sie mir darum, bitte, nicht böse, wenn ich mir eine Bemerkung über die Frauen erlaube ... Sie werden mir vielleicht darin zustimmen,“ wandte er sich liebenswürdig an mich. „Ich habe bei Frauen die Eigenheit bemerkt, daß eine Frau nie ihre Schuld sofort, im ersten Augenblick, zugeben wird, und wenn sie sie auch später mit tausend Zärtlichkeiten wieder gut zu machen sucht; im Augenblick ihrer Handlungsweise jedoch wird sie es niemals tun. Folglich, wenn Sie mich auch beleidigt haben sollten, so würde ich jetzt keine Entschuldigung von Ihnen verlangen; für mich ist es vorteilhafter abzuwarten, bis Sie Ihren Fehler selbst einsehen werden und ihn durch ... tausend Zärtlichkeiten wieder gut zu machen suchen. Sie sind so jung, rein und gut, daß der Augenblick, in dem Sie bereuen werden, ganz bezaubernd sein muß. Besser als alle Entschuldigung jedoch wäre es, wenn Sie mir sagen würden, wodurch ich es Ihnen zeigen soll, daß ich aufrichtiger und wohlwollender Ihnen gegenüber bin, als Sie es von mir glauben?“

Natascha errötete. Auch mir schien sein Ton ein wenig oberflächlich, nachlässig, sogar unbescheiden.

„Sie wollen es beweisen, daß Sie zu mir aufrichtig und offenherzig sind?“ sagte Natascha und sah ihn herausfordernd an.

„Ja.“

„Wenn dem so ist, so erfüllen Sie mir folgende Bitte.“

„Ich gebe Ihnen mein Wort ...“

„Mit keiner Silbe, mit keiner Bemerkung Aljoscha meinetwegen, weder morgen noch übermorgen, zu belästigen. Keinen Vorwurf, daß er mich vergessen, hören Sie? keine Bemerkung darüber! Ich möchte ihm so begegnen, als wäre niemals zwischen uns etwas vorgefallen ... Ich wünsche es. Werden Sie mir Ihr Wort geben?“

„Mit dem größten Vergnügen,“ antwortete der Fürst, „und erlauben Sie mir, hinzuzufügen, daß ich noch niemals einer so vernünftigen Anschauung, in diesen Dingen, begegnet bin ... Doch, das scheint ja Aljoscha zu sein!“

Man hörte im Vorzimmer Geräusch. Natascha zuckte zusammen, dann schien sie sich wie zu irgend etwas aufzuraffen. Der Fürst saß da mit ernster Miene, als erwarte er gespannt die kommenden Dinge. Er beobachtete scharf Natascha. Die Tür öffnete sich und Aljoscha stürzte ins Zimmer.