Chapter 32 of 45 · 5056 words · ~25 min read

VI.

Um Punkt sieben Uhr abends war ich bei Masslobojeff. Er empfing mich mit lautem Halloh und ausgebreiteten Armen. Es versteht sich von selbst, daß er bereits halb betrunken war. Doch am meisten wunderten mich die außerordentlichen Vorbereitungen, die zu meinem Besuch getroffen worden waren. Aus allem war zu sehen, daß sie mich feierlich erwartet hatten. Ein netter Samowar brodelte auf einem runden Tischchen, das bedeckt war mit einem teueren und schönen Tischtuch. Das Teegeschirr blitzte vor Kristall und Silber. Auf einem anderen Tisch, der nicht weniger reich gedeckt war, standen Teller mit Früchten und Konfekt, Kiewsche Marmeladen und Pastillen, eingemachte Früchte, wie Apfelsinen, Äpfel und drei Sorten Nüsse – kurz, eine ganze Fruchthandlung. Auf dem dritten Tisch, mit blendendweißem Tischtuch belegt, standen verschiedene Eßwaren: Kaviar, Käse, Pasteten, Würste, Fisch und eine ganze Reihe Kristallkaraffen mit Likör von den verschiedensten Sorten und den schönsten Farben – grün, rot, braun, goldig. Auf einem kleinen Nebentisch standen sogar zwei Flaschen Champagner und auf einem Tisch vor dem Diwan standen gleichfalls drei Flaschen: Sauterne, Lafitte und Kognak – teuere Jelissejeffsche Flaschen. Hinter dem Teetisch saß Alexandra Ssemjonowna, wenn auch in einfachem Kleide, so doch sehr gewählt und geschmackvoll angezogen. Sie wußte, daß es ihr stand und schien sehr stolz darauf zu sein; sie begrüßte mich fast mit einer gewissen Feierlichkeit. Fröhlichkeit und Zufriedenheit lagen auf ihrem frischen Gesicht. Masslobojeff war mit einem teuren Schlafrock und chinesischen Pantoffeln bekleidet und in teurer Wäsche. Am Hemd waren überall, wo es nur anging, moderne Knöpfe und Schließen angebracht. Die Haare waren gekämmt, pomadisiert und schräg, nach der Mode, gescheitelt.

Ich war so erstaunt, daß ich mit offenem Munde mitten im Zimmer stehen blieb und einmal Masslobojeff, das andere Mal Alexandra Ssemjonowna anstarrte, deren Zufriedenheit sich bis zur Seligkeit steigerte.

„Was hat das zu bedeuten, Masslobojeff, habt ihr heute einen Besuchsabend?“ rief ich schließlich beunruhigt aus.

„Nein, wir haben nur dich erwartet,“ antwortete er feierlich.

„Ja, was hat denn das zu bedeuten,“ ich wies auf die Vorräte, „damit kann man ja ein ganzes Heer bewirten!“

„Und betrinken, hauptsächlich betrinken!“ fügte Masslobojeff hinzu.

„Und das alles ist nur für mich?“

„Und für Alexandra Ssemjonowna. Sie hat geruht, es sich so auszudenken.“

„Da haben wir’s! Ich wußte es ja!“ rief Alexandra Ssemjonowna errötend aus, doch verlor sie den Ausdruck von Zufriedenheit nicht. „Man kann nicht einmal anständig seinen Gast empfangen!“

„Kannst du dir vorstellen, bereits vom Morgen an, als sie es hörte, daß du heute abend kommen würdest, hat sie alles vorbereitet; es war nicht mehr auszuhalten ...“

„Das ist nicht wahr! Nicht vom Morgen an, sondern von gestern abend an. Denn gestern abend, als du nach Hause kamst, sagtest du mir, daß Iwan Petrowitsch morgen abend unser Gast sein würde ...“

„Da haben Sie sich verhört ...“

„Durchaus nicht, ich lüge niemals. Und warum soll man seinen Gast nicht gut empfangen? Da leben wir, und leben wir, kein Mensch kommt zu uns, und wir haben doch reichlich zu leben. Mögen doch die guten Leute sehen, daß wir wie andere Menschen zu leben verstehen.“

„Und die Hauptsache, sie sollen es einmal sehen, was Sie für eine vorzügliche Wirtin sein können,“ fügte Masslobojeff hinzu. „Stelle dir nur vor, mein Freund, was ich habe ausstehen müssen. Ein Hemd aus holländischem Leinen hat sie mir gekauft, Pantoffeln und einen chinesischen Schlafrock, die Haare gekämmt und pomadisiert: mit Bergamottenpomade; mit Parfüm wollte sie mich bespritzen ... da habe ich’s aber nicht mehr ausgehalten, habe ihr meine eheliche Autorität gezeigt ...“

„Durchaus nicht mit Bergamottenpomade, sondern mit der besten echten französischen Pomade ...“ unterbrach ihn ganz erregt Alexandra Ssemjonowna. „Urteilen Sie selbst, Iwan Petrowitsch, er bringt mich nirgendwohin, weder ins Theater, noch auf einen Ball, nur Kleider schenkt er mir ... doch wohin soll ich mit den vielen Kleidern? Ich soll mich ankleiden und allein im Zimmer auf und ab spazieren. Neulich wären wir beinahe ins Theater gegangen, ich ging nur in mein Zimmer, um mich etwas zurecht zu machen, aber wie ich wiederkomme, hat er ein Gläschen nach dem anderen getrunken und ist berauscht. So unterblieb es wieder. Kein Mensch, niemand, niemand kommt zu uns zu Gast; nur am Morgen kommen hin und wieder Menschen in Geschäften hierher; dann muß ich mich zurückziehen. Und alles ist da; ein Samowar, ein schönes Service und schöne Tassen – alles, alles hat er mir geschenkt. Und auch das Essen wird uns gebracht, nur den Wein kaufen wir, und diesmal ein bißchen Imbiß – eine Pastete, Kaviar, etwas Konfekt haben wir gekauft. Wenn doch nur jemand sehen würde, wie wir leben! Das ganze Jahr habe ich daran gedacht: wenn ein Gast kommt, ein wirklicher Gast, dann werde ich ihn gut bewirten, und er wird sich finden, und uns ist’s angenehm. Daß ich aber diesen Dummkopf pomadisiert habe, nun, er ist dessen nicht wert; am liebsten würde er immer schmutzig gehen. Sehen Sie, was man ihm für einen Schlafrock geschenkt hat: ja, ist er ihn denn wert? Wenn er nur was trinken kann! Sie werden sehen, gleich wird er vor dem Tee sich noch Schnaps eingießen.“

„Das ist wahr! Trinken wir eins, Wanjä, einen goldenen oder silbernen, um dann mit erfrischter Seele zu den anderen Getränken überzugehen.“

„Nun, das wußte ich doch!“

„Beunruhigen Sie sich nicht, Ssaschenka, wir werden auch Tee trinken, Tee mit Kognak, auf Ihre Gesundheit.“

„Also doch!“ rief sie, die Hände über den Kopf zusammenschlagend. „Tee vom Khan zu sechs Rubel das Viertel hat ihm vorgestern der Kaufmann geschenkt, er aber will ihn mit Kognak trinken. Hören Sie nicht auf ihn, Iwan Petrowitsch, ich werde Ihnen gleich eingießen ... Sie werden selbst sehen, was das für ein Tee ist!“

Es war augenscheinlich, daß sie mich den ganzen Abend festhalten wollten. Alexandra Ssemjonowna hatte das ganze Jahr auf einen Gast gewartet und nun sollte ich dazu herhalten. Das kam mir nicht gelegen.

„Höre mal, Masslobojeff, ich bin zu dir nicht als Gast gekommen, sondern in Geschäften; du hast mich selbst gerufen, um mir mitzuteilen ...“

„Nun Geschäft ist Geschäft, doch die Unterhaltung mit einem guten Freunde ist auch eine Sache.“

„Nein, mein Lieber, darauf kannst du nicht rechnen. Um halb neun muß ich fort. Ich habe mein Wort gegeben ...“

„Daran ist nicht zu denken. Wirklich, was du uns antust. Denke doch an Alexandra Ssemjonowna? Sieh sie dir an, sie ist sprachlos. Wozu hat sie mich pomadisiert, bedenke, mit Bergamotten!“

„Du scherzest, Masslobojeff. Ich werde Alexandra Ssemjonowna schwören, in der nächsten Woche, am Freitag, zu kommen; heute jedoch habe ich mein Wort gegeben – oder besser gesagt, ich muß heute an einem Ort erscheinen, auf jeden Fall. Sage mir also lieber, was du mir mitteilen wolltest?“

„So wollen Sie wirklich nur bis halb neun Uhr hier bleiben!“ rief Alexandra Ssemjonowna mit kläglicher Stimme, fast weinend, während sie mir eine Tasse mit prachtvollem Tee reichte.

„Beunruhigen Sie sich nicht, Ssaschenka; das ist alles Unsinn,“ beruhigte sie Masslobojeff. „Er wird bleiben; sag mir doch bitte, Wanjä, wohin du zu gehen hast? In welchen Geschäften? Kann man’s nicht erfahren? Du läufst ja den ganzen Tag umher und arbeitest nichts? ...“

„Was geht es dich an? Übrigens, davon kannst du später erfahren. Sage mir doch lieber, warum bist du gestern abend bei mir gewesen, wo ich es dir doch gesagt hatte, daß ich nicht zu Hause sein würde?“

„Es fiel mir nachher ein, doch gestern abend hatte ich’s vergessen. Ich wollte über eine ernste Angelegenheit mit dir sprechen, doch vorher mußte ich Alexandra Ssemjonowna befriedigen. ‚Sieh,‘ sagt sie, ‚da ist ein Mensch, der ist dein Freund, warum lädst du ihn nicht ein?‘ Und deinetwegen, Freund, hat sie mich eine dreiviertel Stunde lang gequält. Der Bergamottenpomade wegen werden mir sicher im Himmel viele Sünden vergeben werden, doch, denke ich, warum soll ich nicht einen Abend mit dir freundschaftlich zubringen? Ich ersann mir daher eine Kriegslist: schrieb dir, wenn du nicht kommst, so werden alle unsere Schiffe untergehen.“

Ich bat ihn im voraus, das nicht wieder zu tun, sondern mir gegenüber aufrichtig zu sein. Übrigens befriedigte mich diese Erklärung keineswegs.

„Doch vorhin, warum bist du vorhin davongelaufen?“ fragte ich ihn.

„Vorhin hatte ich wirklich ein dringendes Geschäft zu erledigen, das ist nicht gelogen.“

„Mit dem Fürsten etwa?“

„Wie schmeckt Ihnen der Tee?“ fragte mit honigsüßer Stimme Alexandra Ssemjonowna.

„Siehst du, sie hat bereits fünf Minuten darauf gewartet, daß man ihren Tee lobt.“

„Vorzüglich, Alexandra Ssemjonowna, vorzüglich! Ich habe einen solchen noch nie getrunken.“

Alexandra Ssemjonowna war ganz stolz vor Vergnügen und wollte mir sofort neuen einschenken.

„Der Fürst!“ schrie Masslobojeff, „dieser Fürst, Bruderherz, ist solch ein Schelm, ein Betrüger ... das! Ich Freund, ich sage dir, auch ich bin manchmal ein Betrüger, doch trotz alledem wollte ich nicht in seiner Haut stecken! Doch genug, ich schweige! Kein Wort mehr über ihn.“

„Und ich, ich bin gerade deshalb zu dir gekommen, um dich unter anderem über ihn auszufragen. Doch davon später. Sage mir aber, warum hast du gestern in meiner Abwesenheit Helene Konfekt angeboten und ihr vorgetanzt? Und worüber hast du mit ihr anderthalb Stunden gesprochen!“

„Helene ist ein kleines Mädchen von elf oder zwölf Jahren und lebt zur Zeit bei Iwan Petrowitsch,“ wandte sich plötzlich Masslobojeff erklärend zu Alexandra Ssemjonowna. „Sieh nur, Wanjä, sieh,“ er wies mit dem Finger auf sie, „wie sie rot geworden ist, als sie hörte, daß ich einem unbekanntem jungen Mädchen Konfekt gebracht hätte, wie sie zusammenzuckt, als hätten wir mit einer Pistole geschossen ... isch, wie die Augen blitzen und wie Nadeln stechen. Da ist nichts mehr zu machen, Alexandra Ssemjonowna ... nichts mehr zu verheimlichen. Sie sind eifersüchtig! Hätte ich nicht gesagt, daß es sich hier um ein elfjähriges Kind handelt, so wäre sie über mich hergefallen, hm! ... da hätte mich keine Bergamottenpomade mehr retten können!“

„Sie kann dich auch sowieso nicht retten!“

Mit diesen Worten sprang Alexandra Ssemjonowna wie eine Feder hinter ihrem Teetisch hervor und ehe es sich Masslobojeff versehen konnte, hatte sie ihn an den Haaren gefaßt und ordentlich durchgerüttelt.

„Das hast du davon, das hast du davon, wage es noch einmal zu sagen, daß ich eifersüchtig bin, wage es, wage es noch einmal!“

Sie errötete über und über und wenn sie auch lachte, so mußte Masslobojeff ihren Ärger doch ordentlich verspüren.

„Von jeder Schande spricht er!“ fügte sie ernst, an mich gewandt, hinzu.

„Ach, Wanjä, so ist nun einmal mein Leben! Da hilft nur eines – Schnaps!“ beschloß Masslobojeff, brachte seine Haare in Ordnung und stürzte sich auf die Schnapskaraffe. Doch Alexandra Ssemjonowna hatte da schon vorgesehen, sie reichte ihm das Schnapsglas und streichelte ihm zärtlich die Backe. Masslobojeff blinzelte mir stolz zu, schnalzte mit der Zunge und leerte feierlich sein Glas.

„Was das Konfekt anbelangt,“ begann er und setzte sich zu mir auf den Diwan, „ich habe es gestern in einem Schmierladen in betrunkenem Zustande gekauft, wozu, – weiß ich selbst nicht. Vielleicht, um den vaterländischen Handel aufrecht zu erhalten, bestimmt kann ich es nicht sagen; ich weiß nur, daß ich damals betrunken in den Schmutz gefallen war, mir die Haare raufte und darüber weinte, daß ich zu nichts nütze sei. Das Konfekt hatte ich natürlich vergessen, es blieb bis gestern in der Tasche, erst als ich mich auf deinen Diwan setzen wollte, fühlte ich es plötzlich. Getanzt habe ich wohl aus demselben Grunde, ich war angetrunken, und bin ich dann mit meinem Schicksal zufrieden, so tanze ich immer. Das ist alles; vielleicht hat die kleine Waise mein Mitleid erregt und ich tanzte, um sie ein wenig zu erheitern. Auch wollte sie kein Wort mit mir sprechen und schien sehr böse auf mich zu sein.“

„Wolltest du nicht etwas von ihr erfahren, gestehe es offen: Du gingst zu ihr, weil du wußtest, daß ich nicht zu Hause sein würde. Ich weiß, daß du anderthalb Stunden bei ihr gewesen und sie ausgefragt hast unter dem Vorwande, daß du ihre Mutter gekannt.“

Masslobojeff lächelte verschmitzt.

„Die Idee wäre nicht schlecht,“ sagte er. „Nein, Wanjä, das ist es nicht. Das heißt, warum soll ich sie nicht bei Gelegenheit ausfragen; aber, wie gesagt, das ist es nicht. Höre, alter Freund, ich bin auch jetzt bereits betrunken, doch im allgemeinen weißt du, wird dich Filipp in einer _schlechten Absicht_ nicht betrügen.“

„Nun, aber ohne eine schlechte Absicht?“

„Ohne eine schlechte Absicht. Zum Teufel damit, trinken wir eins, und dann – zur Sache! Ich habe alles erfahren, diese Bubnowa hat auf das Kind überhaupt kein Recht. Die Mutter schuldete ihr Geld und sie hat darauf das Kind an sich genommen. Wenn die Bubnowa auch ein böses Weib ist, dumm ist sie doch, wie alle Weiber. Die Verstorbene war im Besitz eines guten Passes; daher ist alles im reinen. Helene kann bei dir bleiben, solange du willst, gut wäre es jedoch, wenn sie in eine Familie käme, wo sie eine gute Erziehung erhalten könnte. Doch fürs erste kann sie bei dir bleiben. Ich werde schon für alles sorgen. Die Bubnowa wagt nicht einen Finger zu rühren. Von der Verstorbenen konnte ich nichts Bestimmtes erfahren. Sie war Witwe und hieß Salzmann.“

„Das hat mir auch Nelly gesagt.“

„Nun, das ist alles. Jetzt, Wanjä,“ begann er mit einer gewissen Feierlichkeit, „habe ich eine Bitte an Dich. Du mußt sie erfüllen. Erzähle mir so ausführlich als möglich, was du für Geschäfte hast, wohin du täglich gehst? Ich habe manches zum Teil erfahren, doch möchte ich darüber ausführlicher unterrichtet sein.“

Diese Feierlichkeit erstaunte und beunruhigte mich.

„Was soll das? Wozu mußt du das wissen? Du fragst so feierlich ...“

„Siehst du, Wanjä, alle überflüssigen Worte beiseite: ich möchte dir einen Dienst erweisen. Denn, Bruderherz, wenn ich wollte, könnte ich dich auf schlaue Weise ausforschen, so, wie du es glaubst, daß ich es bei der Kleinen durch Konfekt versucht hätte; ich habe es sofort verstanden. Da ich dich aber höchst feierlich darum bitte, so weißt du, daß ich dich im Ernst und in deinem Interesse ausfrage. Du brauchst mich also nicht zu verdächtigen und kannst mir die Wahrheit sagen.“

„Welchen Dienst willst du mir denn erweisen? Höre, Masslobojeff, warum willst du mir nichts vom Fürsten erzählen? Das wäre der einzige Dienst, den du mir erweisen könntest.“

„Vom Fürsten? Hm! ... Nun, geradeaus gesagt: ich möchte dich ja in Angelegenheiten des Fürsten ausfragen.“

„Wie?“

„Ich habe bemerkt, Bruderherz, daß er sich in deine Angelegenheiten einmischen möchte; er hat mich übrigens über dich ausgefragt. Wie er es erfahren, daß wir miteinander bekannt sind – das ist schon nicht mehr deine Sache. Die Hauptsache aber: hüte dich vor ihm. Das ist ein Judas und noch weit schlimmer. Ich zittere darum für dich. Übrigens weiß ich sonst gar nichts, darum bitte ich dich mir alles zu erzählen, damit ich darüber urteilen kann ... Darum habe ich dich heute hergebeten. Das ist die wichtige Angelegenheit, wenn ich schon aufrichtig sein soll.“

„Etwas wenigstens wirst du schon wissen, und wenn auch nur das, weshalb ich gerade vor dem Fürsten auf der Hut sein soll.“

„Nun gut, also sei’s denn! Du mußt nämlich wissen, Bruderherz, daß man sich so im allgemeinen mitunter an mich wendet, wenn es sich um verzwickte Fälle handelt. Aber eines überlege dir vorher: vertrauen mir doch die meisten nur deshalb, weil ich kein Schwätzer bin – wie also soll ich dir nun etwas erzählen? Deshalb, weißt du, schraube deine Ansprüche nicht gar zu hoch und nimm damit fürlieb, was ich dir so in Bausch und Bogen erzähle, denn ich tu’s ja nur, um dir eine Ahnung davon zu geben, als was für ein bodenloser Schuft er sich nach alledem entpuppt hat. Na, aber zuerst fange du an von deinen Sachen.“

Ich überlegte ein wenig, was ich ihm denn erzählen sollte, mußte mir aber sagen, daß ich schließlich nichts vor ihm zu verheimlichen hatte. Nataschas Erlebnisse waren kein Geheimnis; zudem konnte ich von Masslobojeff vielleicht noch etwas erfahren, das sich zu ihrem Nutzen verwenden ließ. Selbstverständlich bemühte ich mich, in meiner Erzählung gewisse Punkte nach Möglichkeit zu umgehen. Am meisten jedoch interessierte ihn alles, was ich ihm über den Fürsten erzählen konnte; er unterbrach mich sogar mehrmals mit verschiedenen Fragen und bat mich, vieles nochmals zu erzählen, so daß ich ihm zu guter Letzt doch alles ziemlich ausführlich erzählt hatte, was ungefähr eine gute halbe Stunde in Anspruch nahm.

„Hm!“ meinte er zum Schluß, „jedenfalls ein verteufelt gescheites Mädel. Wenn sie den Fürsten vielleicht auch nicht ganz durchschaut, so hat sie doch wenigstens sofort erkannt, welcher Art dieser Mensch ist und nach dieser Erkenntnis ohne weiteres jede Beziehung zu ihm abgebrochen. Bravo, Natalja Nikolajewna! Ich trinke auf ihr Wohl!“ – Er leerte sein Glas bis zur Nagelprobe –. „Dazu gehörte nicht nur Verstand, dazu gehörte vor allen Dingen Herz! Hier galt es, mutig dem Feind ins Angesicht zu schauen und sich nicht vom Gefühl verleiten zu lassen. Und sie hielt stand! Natürlich hat sie damit jede Hoffnung verspielt. Der Fürst wird jetzt mit allen Mitteln darauf hinwirken, daß Aljoscha sie verläßt, und der wird sie sicherlich verlassen. Aber Ichmenjeff tut mir leid, – zehntausend Rubel diesem Schurken zahlen zu müssen! Aber wer hat denn auch seine Sache geführt, wer? Natürlich er selbst! Das ist’s ja! Aber so sind sie nun einmal alle, diese Ehrenmänner und Hitzköpfe! Das sind mir gerade die richtigen Advokaten! Diesen Fürsten hätte man ganz anders anfassen sollen. Und was für einen Advokaten ich dem Ichmenjeff hätte verschaffen können! – Teufel noch einmal!“

Vor Ärger schlug er sogar mit der Faust auf den Tisch.

„Nun, und wie steht es denn jetzt mit dem Fürsten?“

„Ach, da kommst du wieder mit dem Fürsten! Tja, Mensch, was soll ich dir denn sagen? ... Es war überhaupt eine Dummheit von mir, so etwas zu versprechen. Aber ich wollte dich, weißt du, eigentlich nur warnen, um dich beizeiten sozusagen gegen seinen Einfluß zu verbarrikadieren. Wer sich mit ihm einläßt, der ist nicht ungefährdet. Deshalb spitze die Ohren, Freund Wanjä, so, und das ist alles, was ich dir zu sagen habe. Du dachtest wohl, ich würde dir Gott weiß was für Pariser Geheimnisse mitteilen? Gefehlt! Da sieht man gleich den Schriftsteller, der den Kopf voll von Romanen hat! ... Was soll ich dir denn von diesem Schurken erzählen? Ist er einmal ein Schurke, nun, dann ist er eben einer ... Na, schließlich so als Beispiel, weißt du, könnte ich dir eventuell noch so ’n kleines Geschichtchen erzählen, nur – versteht sich – ohne Angabe von Ort und Zeit, ohne Städte oder Personen zu nennen, also ohne jede kalendarische Genauigkeit. Bist du damit einverstanden? – Na, dann höre zu. Du weißt, daß er in seiner ersten Jugend, als er noch mit seinem mageren Kanzleigehalt auskommen mußte, eine reiche Kaufmannsfrau geheiratet hatte. Nun, diese Person soll er aber nichts weniger als höflich behandelt haben, und wenn es sich jetzt auch nicht um sie handelt, so will ich doch die Bemerkung hier einflechten, Freund Wanjä, daß er sein Leben lang gerade diese Art Erwerb jedem anderen vorgezogen zu haben scheint. So zum Beispiel auch in folgendem Fall. Fuhr er da einmal ins Ausland, wie man so eben fährt ...“

„Erlaub, Masslobojeff von welcher Reise redest du? In welchem Jahre?“

„Das war vor genau neunundzwanzig Jahren und drei Monaten. Nun und da machte er eines schönen Tages einem alten Vater die einzige Tochter abspenstig und entführte sie nach Paris. Kurz: er verstand die Geschichte gut einzufädeln. Der Vater war so etwas wie ein reicher Fabrikbesitzer oder, sagen wir, ein Aktionär, der an irgend einem ähnlichen Unternehmen stark beteiligt war. Genau weiß ich es nicht. Du, was ich dir jetzt so erzähle, sind nur meine eigenen Kombinationen, die ich mir mit freier Dichtergabe aus verschiedenen gegebenen Momenten zusammenbaue. Nun und der Fürst wußte ihn geschickt zu betrügen und sich gleichfalls in das Unternehmen hineinzuschmuggeln. Also er betrog ihn gründlich und nahm ihm obendrein noch bares Geld ab. Was nun dieses bare Geld betrifft, so hatte der Alte dafür natürlich gewisse Papiere vom Fürsten in den Händen. Der Fürst aber wollte das Geld so von ihm geliehen haben, daß er es nicht mehr zurückzugeben brauchte, wollte es also, prosaisch ausgedrückt und nach unseren Begriffen, einfach stehlen. Dieser Alte hatte nun, wie gesagt, eine Tochter, und diese seine einzige Tochter war eine Schönheit, und in diese Schönheit hatte sich ein junger Idealist verliebt – solch ein Seitenstück von Schiller, weißt du – ein Dichterling, der aber zugleich auch Kaufmann war, ein junger Träumer und Schwärmer – mit einem Wort: ein echter Deutscher, Pfefferkuchen oder so ungefähr mit Namen.“

„Wie? Sein Familienname war Pfefferkuchen?“

„Na, vielleicht wars nicht gerade Pfefferkuchen, ich will es nicht verschwören, und im übrigen hole ihn der Teufel, nicht um ihn handelt es sich jetzt. Nur war der Fürst im Verkehr mit der Tochter von gewinnenden Umgangsformen, daß sie sich bis zum Wahnsinn in ihn verliebte. Dem Fürsten aber erschienen damals namentlich zwei Dinge erstrebenswert: erstens, in den Besitz der Tochter und zweitens in den der bewußten Dokumente zu gelangen, die schwarz auf weiß bestätigten, daß er vom Alten jene Summe geliehen erhalten hatte. Die Schlüssel aller Geldschränke und Kassetten des Alten bewahrte jedoch die Tochter auf, denn der Alte liebte sein einziges Kind geradezu sinnlos, nämlich dermaßen, daß er sie unter keiner Bedingung verheiraten wollte. Tatsache! Auf jeden Freiersmann war er eifersüchtig, und konnte es nicht begreifen, daß er sich einmal doch von ihr würde trennen müssen. Selbst den armen Pfefferkuchen jagte er zum Teufel. Er war eben ein ganzer Sonderling, und dazu noch ein Engländer ...“

„Ein Engländer? Ja, aber wo ist denn das alles passiert?“

„Das heißt, nein, sieh mal: ich habe nur so gesagt, ‚ein Engländer‘, bloß weil es sich gerade so machte, du aber mußt es natürlich sofort aufgreifen! Herrgott, bewahre einen vor Schriftstellern! Geschehen aber ist’s in Santa Fé de Bogotá, vielleicht aber auch in Krakau oder, was am wahrscheinlichsten ist, im Fürstentum Nassau, – sieh mal, das hier auf der Seltersflasche steht. Also wie gesagt: in Nassau. Bist du jetzt zufrieden? Also der Fürst entführte die Tochter und die Tochter entführte wiederum auf Wunsch des Fürsten gewisse Dokumente. Gibt es doch solch eine Liebe, Wanjä! Pfui, Teufel! Und das Mädel war doch ein edles, reines, ideales Geschöpf! Freilich hat sie wohl von der Bedeutung dieser Papiere keinen ganz zutreffenden Begriff gehabt. Nur eines machte ihr Sorge: der Vater würde sie verstoßen. Doch der Fürst war auch diesem Hindernis gewachsen: er verpflichtete sich schriftlich, formell und gesetzlich, daß er sie heiraten werde. So redete er ihr denn ein, daß sie nur so ein wenig reisen würden, bis der Zorn des Alten sich gelegt, dann aber würden sie vermählt zurückkehren und zu dreien glücklich und einträchtig beisammen leben, Geld verdienen und sich freuen, und so weiter ^ad infinitum^. Und so entfloh sie denn mit dem Fürsten, der Alte verfluchte sie und damit war er gleichzeitig bankrott. Ihr folgte aber nach Paris jener Frauenmilch, der um ihretwillen alles, sogar sein Geschäft, verließ; er war nämlich gar zu sehr in sie verliebt ...“

„Erlaub! Was für ein Frauenmilch?“

„Ach, nun, zum Teufel mit ihm! Ich meinte jenen Feuerbach ... nein, wart mal, wie hieß doch der verwünschte Kerl? Pfefferkuchen! Na, also – diesen Pfefferkuchen meinte ich, wie gesagt. Der Fürst aber konnte sie doch natürlich nicht heiraten, denn, nicht wahr: was würde die Fürstin Soundso dazu sagen? Wie würde sich Baron Pomoikin darüber äußern? Folglich hieß es: betrügen. Nun und das tat er denn auch, tat es aber doch gar zu gemein. Erstens prügelte er sie fast, zweitens lud er absichtlich den Pfefferkuchen ein, und der begann sie denn auch richtig zu besuchen, und bald verbrachte er mit ihr ganze Abende in gemeinsamer Trauer oder tröstete sie als ihr aufrichtiger Freund, der er nun einmal war. Alles in allem wird es bei ihnen nur ein Gemisch von Romantik und Mitleid mit sich selber gewesen sein. Kennt man. Der Fürst aber wußte die Geschichte so zu drehen, daß er sie einmal spät abends überraschte: und da behauptete er frech, daß sie sich vergessen hätten, er habe es mit eigenen Augen gesehen, usw. usw. ... Das kam natürlich zu einer großen Szene, die damit endete, daß er sie beide vor die Tür setzte und selber nach London reiste. Sie aber war damals bereits stark in Umständen: kaum hatte er sie verstoßen, da gebar sie auch schon ein Töchterchen ... das heißt, nicht ein Töchterchen, sondern einen Sohn, jawohl gerade ein Söhnchen, verlaß dich drauf. Es wurde denn auch ohne viel Umstände Wolodjka[4] getauft. Pfefferkuchen hob ihn noch aus der Taufe. Nun, und so reiste sie denn mit dem Pfefferkuchen weiter. Der besaß nämlich ein kleines Kapital. Sie reisten in der Schweiz, in Italien ... in all diesen poetischen Ländern, weißt du, so wie es sich eben gehört. Jene weinte und Pfefferkuchen sah aus wie sieben Tage Regenwetter, das Töchterchen aber wuchs heran. Somit wäre für den Fürsten die ganze Angelegenheit aufs angenehmste erledigt gewesen, wenn – ja, wenn er auch sein schriftliches Eheversprechen von ihr zurückerhalten hätte. ‚Ein niedriger, verächtlicher Mensch bist du,‘ hat sie ihm zum Abschied gesagt, ‚du hast mich bestohlen, du hast mich entehrt und jetzt verläßt du mich. Nun gut! Aber dein Versprechen gebe ich dir nicht zurück. Nicht deshalb, weil ich dich jemals noch heiraten wollte, sondern einfach, weil du dieses Dokument fürchtest. So mag es denn ewig in meinen Händen bleiben.‘ Mit einem Wort, sie ließ sich ein wenig hinreißen, doch übrigens beunruhigte sich der Fürst dieserhalb nicht allzu sehr. Überhaupt ist solchen Schurken nichts vorteilhafter, als es mit solchen sogenannten höheren Wesen zu tun zu haben. Sie sind so edeldenkend, daß man sie mit größter Leichtigkeit betrügen kann, erstens; und zweitens antworten sie auf jeden Betrug mit nichts als erhabener, edler Verachtung, anstatt mit praktischer Anwendung des Gesetzes, selbst wenn dieses Gesetz sich auch noch so vorteilhaft für sie anwenden ließe. Da haben wir ein Beispiel in dieser Frau: sie begnügte sich vollkommen damit, ihn stolz verachten zu können, und wenn sie auch das eine bewußte Dokument zurückbehielt, so hätte sie sich doch eher erhängt, als davon Gebrauch gemacht. Und das wußte der Fürst und deshalb ließ er sich auch ihretwegen weiter keine grauen Haare wachsen, wenigstens vorläufig nicht. Sie aber blieb, wenn sie ihm auch moralisch ins Gesicht gespien, doch verlassen und einsam mit ihrem Kinde zurück, – mit dem Wolodjka. Stirbt sie heute oder morgen, was soll dann aus dem Wurm werden? Und ihr Freund, dieser Schmachtlappen Bruderschaft, bestärkte sie natürlich noch darin, anstatt ihr Vernunft zuzureden! Wahrscheinlich lasen sie gemeinsam Schiller. Schließlich aber erkrankte Bruderschaft doch mal irgendwie und starb.“

„Das heißt, Pfefferkuchen?“

„Na, ja, versteht sich doch, hol ihn der Teufel! Sie aber ...“

„Erlaub! Wieviel Jahre reisten sie denn zusammen?“

„Genau zwölf Jahre. Nun, sie aber kehrte, als er gestorben war, nach Krakau zurück. Der Vater nahm sie natürlich nicht auf, verfluchte sie, und schließlich starb sie, der Fürst aber pfiff darob Halleluja vor Freude. Na ja, und so weiter – trinken wir, Wanjä!“

„Ich vermute, daß du ihm in dieser Angelegenheit behilflich gewesen bist, Masslobojeff.“

„Das ist es wohl, was du gerade wünschst?“

„Ich verstehe nur nicht, was du in _dieser_ Angelegenheit hast ausrichten können.“

„Ja, sieh mal: als sie nach Madrid zurückkehrte – nach zehnjähriger Abwesenheit – da hieß es vor allen Dingen: auskundschaften, unter welchem Namen sie lebte, wo der Bruderschaft geblieben war und wo der alte Vater, und ob es auch wirklich sie selber war und wie es mit dem Kinde stand, und dann, ob sie auch wirklich gestorben war und ob sie Papiere hinterlassen hatte, und so weiter in lieblicher Reihenfolge. Und dann gab es noch so diese und jene Persönlichkeit, die uns interessierte. Wie gesagt: er ist der gemeinste Mensch, der mir je in die Quere gekommen ist, hüte dich vor ihm, Wanjä! Was aber den Masslobojeff betrifft, so merke dir folgendes: nenne ihn nie und unter keinen Umständen einen Schuft! Denn wenn er auch einer ist – meiner Meinung nach ist jeder Mensch in irgendeiner Hinsicht unfehlbar ein Schuft – so hat er doch dir speziell nichts Übles getan. Ich bin zwar stark betrunken, Bruderherz, doch wenn du Ohren hast zu hören, dann höre jetzt: sollte es dir jemals, sei es jetzt, bald oder erst im nächsten Jahr, mal scheinen, daß Masslobojeff in irgendeiner Angelegenheit gegen dich intrigiert hat – und, bitte, vergiß nicht den Ausdruck ‚intrigiert‘ – so wisse, daß er nie eine böse Absicht gehabt hat. Masslobojeff beobachtet dich bloß. Und deshalb schenke keinem Verdacht Glauben, sondern sei gescheiter und komme dann persönlich zu diesem Masslobojeff und rede mit ihm mündlich und brüderlich. Nun, willst du jetzt nicht trinken?“

„Nein.“

„Aber wie verhältst du dich zu einem kleinen Imbiß?“

„Nein, Freund, entschuldige, aber ...“

„Na, dann pack dich zum Teufel, es ist auch schon zehn Minuten vor neun, – damit ist es Zeit für dich.“

„Wie? was? Jetzt hat er sich angetrunken und da jagt er selbst den Gast fort! So ist er ja immer! Ach, du Unverschämter!“ rief Alexandra Ssemjonowna ganz erschrocken aus; sie war fast dem Weinen nahe.

„Alexandra Ssemjonowna, laß ihn nur, er hat es eilig, und wir, meine Liebe, wir werden allein zurückbleiben und uns gegenseitig vergöttern. Er aber, weißt du, ist ein ganzer General! Nein, verzeih, Wanjä, du bist kein General, ich aber – ich, siehst du, ich bin – ein Schuft! Sieh mal, wie sehe ich jetzt aus? Als was stehe ich vor dir da? Vergib, Wanjä, verurteile mich nicht, laß mich mein Herz ausschütten ...“

Er umarmte mich und Tränen traten ihm in die Augen. Ich begann, mich zu verabschieden.

„Ach, mein Gott, und er geht auch wirklich! Und bei uns ist schon der ganze Abendbrottisch gedeckt!“ klagte Alexandra Ssemjonowna tief betrübt. „Aber Freitag werden Sie doch zu uns kommen?“

„Unfehlbar, Alexandra Ssemjonowna, ich gebe Ihnen mein Wort darauf.“

„Vielleicht schämen Sie sich, mit uns zu verkehren, weil ... Sie sehen doch, wie er jetzt ist – ganz betrunken! Aber er ist ein guter Mensch, Iwan Petrowitsch, ein sehr guter Mensch, und wie gern er Sie hat! Tag und Nacht erzählt er mir jetzt nur noch von Ihnen, hat mir sogar Ihre Bücher gekauft, nur habe ich sie noch nicht gelesen – die Zeit vergeht so schnell! – aber morgen werde ich bestimmt damit beginnen. Und wie ich mich erst freuen werde, wenn Sie kommen! Ich sehe doch hier so gut wie gar keine Menschen, niemand besucht uns doch! Alles haben wir und dabei sitzen wir tagaus tagein allein zu Haus. Jetzt saß ich da und hörte zu, wie Sie sprachen, und wie war das schön ... Also Freitag dann!“