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Part 27

[11] Der ungenügende Zustand des Gesetzes ergiebt sich aus folgender Mitteilung Gordons: »Ich besitze vier Erlasse, 1. einen persönlichen Befehl des Khedive, alle Sklavenhändler mit dem Tod zu bestrafen; 2. den Vertrag (zwischen der englischen und ägyptischen Regierung, zur Unterdrückung des Sklavenhandels, Alexandrien 4. August 1877), welcher Sklavenjagd als Raub, beziehentlich als Raubmord kennzeichnet; 3. eine gleichzeitige Verordnung des Khedive, welche dieses Verbrechen mit Gefängnis von fünf Monaten bis zu fünf Jahren bestraft haben will; 4. ein Telegramm des Nubar Pascha folgenden Wortlauts: >Der An- und Verkauf von Sklaven in Ägypten ist gesetzlich gestattet‹«!

[12] Mit welcher Klarheit Gordon in die Zukunft sah, ergiebt sich aus diesem im April 1879 geschriebenen Satz: »Wenn die Befreiung der Sklaven i. J. 1884 im eigentlichen Ägypten stattfindet, und die Regierung in ihrem gegenwärtigen System verharrt, dann ist ein Aufstand hier (im Sudan) zu erwarten; unsere (die englische) Neuerung aber schläft ruhig weiter, bis es zu spät ist, und dann handelt man +à l'improviste+.«

[13] Die abessinische Kirche erhält seit Jahrhunderten ihren Abuna von der koptischen Kirche in Alexandrien; durch die Mißhelligkeiten zwischen den Regierungen entbehrte Abessinien zur Zeit dieses Würdenträgers und der König hatte niemand, der ihm seine Feinde exkommunizierte.

[14] Leider hat in letzter Zeit der Branntweinhandel im Basutoland Eingang gefunden mit traurigen Folgen für die Eingebornen. Nicht ernstlich genug kann es den europäischen Regierungen, die in Afrika Einfluß gewinnen, ans Herz gelegt werden, diesem verderblichen Handel möglichst zu steuern. Das ist doch der geringste »Schutz,« den die europäischen Machthaber den unwissenden Eingebornen Afrikas angedeihen lassen können!

[15] Gordons Aufzeichnungen, oder richtiger Stewarts Tagebuch aus dieser Zeit, das, wie Gordon in seinen »Tagebüchern« bemerkt, auch als ~sein~ Tagebuch anzusehen sei, ist, wie späterhin ersichtlich, dem Mahdi in die Hände gefallen, weshalb über diese fünf Monate nur spärliche Berichte vorliegen.

[16] Sir Henry Lawrence, der in Indien vorzügliche Dienste leistete und während der Meuterei bei der Verteidigung von Laknau fiel -- ein tüchtiger Soldat und demütiger Christ. Er hatte den Wunsch geäußert, daß man ihm keine andere Grabschrift setzen möge als: »Hier liegt Henry Lawrence, der versucht hat, seine Pflicht zu thun.«